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Menschenhandel: FAST 90 OPFER VON ARBEITSAUSBEUTUNG IN ITALIEN IDENTIFIZIERT.

Europol Die Opfer wurden mit falschen Versprechungen für eine Anstellung als Haushälterin gelockt/Bilder Europol/08. September 2021

FAST 90 OPFER VON ARBEITSAUSBEUTUNG IN ITALIEN IDENTIFIZIERT.

Europol,-Das italienische Carabinieri-Korps (Arma dei Carabinieri) und die moldauische Nationalpolizei (Poliția Republicii Moldova) lösten mit Unterstützung von Europol und Eurojust ein kriminelles Netzwerk auf, das am Menschenhandel zum Zwecke der Ausbeutung der Arbeitskraft beteiligt war. 

DIE MASSNAHMEN AM 4. SEPTEMBER 2021 FÜHRTEN ZU

  • 6 Hausdurchsuchungen in Italien 
  • 6 Festnahmen 5 moldauische Staatsangehörige und 1 Italiener 
  • 87 Opfer identifiziert
  • Zu den Sicherstellungen gehören 27 Pässe von Opfern und Dokumente, aus denen die seit 2018 von den Opfern getätigten Zahlungen hervorgehen, digitale Geräte und Mobiltelefone sowie Bargeld

Die Ermittlungen wurden 2019 eingeleitet, als die italienischen Behörden eine familienbasierte kriminelle Vereinigung aufdeckten, die moldauische Frauen rekrutierte und mit Touristenvisa nach Italien transportierte. Das Netzwerk vermittelte die Frauen dann ohne Lohn oder Sozialleistungen wie Krankenversicherung für lokale Familien. Die Untersuchung ergab, dass die Verdächtigen nur zwischen Januar und Mai 2021 und trotz der Reisebeschränkungen im Zusammenhang mit der globalen COVID-19-Pandemie mindestens 16 Reisen zwischen Moldawien und Italien arrangiert hatten. 

KEINE RUHE, KEIN RICHTIGES BETT, KEINE BEZAHLUNG

Das kriminelle Netzwerk aus sechs moldauischen und einem italienischen Staatsbürger lockte die schutzbedürftigen moldauischen Frauen, die unter prekären sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen lebten, indem es ihnen versprach, als Haushälterinnen in Italien zu arbeiten. In Italien angekommen, mussten die Frauen arbeiten, um die Schulden zu begleichen, die das Netzwerk für den Transport und die Arbeitssuche einzog. Die Jobs, die sie erhielten, beinhalteten jedoch lange Arbeitszeiten, wenige Pausen und äußerst schlechte Lebensbedingungen. 

Einige der Frauen wurden gezwungen, auf dem Boden zu schlafen oder ein Bett mit mehreren anderen Personen zu teilen, selbst wenn sie krank waren. Das Netzwerk sammelte die Personalausweise und Pässe der Opfer ein, bis die „Schulden“ vollständig beglichen waren, was aufgrund der von den Verdächtigen erhobenen zusätzlichen Zinsen oft fast unmöglich war. Die kriminelle Gruppe benutzte auch die Dokumente ihrer Opfer für betrügerische Aktivitäten,

Europol unterstützte die operativen Tätigkeiten, erleichterte den Informationsaustausch und leistete analytische Unterstützung. Während der Aktionstage richteten Europol und Eurojust eine virtuelle Kommandozentrale ein, um den Echtzeit-Informationsaustausch zwischen den Ermittlern zu ermöglichen. Die Analysten von Europol haben auch operative Informationen mit den Datenbanken von Europol abgeglichen, um den Ermittlern vor Ort Hinweise zu liefern.

Die Ermittlungen wurden von einem von Eurojust eingesetzten und von Italien geleiteten gemeinsamen Ermittlungsteam koordiniert, an dem auch Moldau und Europol beteiligt waren.

Quelle/europol.eu

Author: Nilzeitung

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