Schleuser nutzen Flüchtlinge zunehmend für Sexarbeit und Sklaverei aus. Laut Europol ist der Verbleib von 10.000 unbegleiteten Kindern und Jugendlichen in Europa unklar.Mindestens 10.000 unbegleitete Flüchtlinge unter 18 Jahren sind nach Schätzung von Europol in Europa verschwunden. Tausende seien in europäischen Staaten registriert worden, doch dann habe sich ihre Spur verloren, sagte Brian Donald dem Observer. Der Stabschef der EU-Polizeibehörde warnte, einige könnten in die Hände von Kriminellen gelangt sein.”Nicht alle werden kriminell ausgenutzt, manche könnten inzwischen in der Obhut von Familienmitgliedern sein”, sagte Donald. “Aber wir wissen einfach nicht, wo sie sind, was sie tun oder bei wem sie sind.” Allein in Italien seien 5.000 Minderjährige verschwunden, 1.000 in Schweden.

Die Organisation Save the Children schätzt, dass ungefähr 26.000 unbegleitete Minderjährige im vergangenen Jahr in Europa angekommen seien. Europol geht laut dem Observer von deutlich höheren Zahlen aus. Nach Schätzung der Polizeibehörde sind 27 Prozent der in Europa ankommenden Flüchtlinge minderjährig. Das wären bei einer Million Flüchtlingen 270.000 Menschen unter 18 Jahren

“Nicht alle von ihnen sind unbegleitet, doch wir haben Hinweise, dass es ein großer Anteil von ihnen ist”, sagte Donald. So handele es sich nach seiner Ansicht bei der Zahl von 10.000 verschwundenen unbegleiteten Jugendlichen um eine vorsichtige Schätzung, die Zahlen könnten auch höher sein.

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Europol habe Beweise, dass manche Kinder und Jugendliche auf der Flucht sexuell missbraucht worden sein. “Es hat sich eine gesamte kriminelle Infrastruktur gebildet, die vom Migrantenstrom profitiert”, sagte Donald. Kriminelle Banden, die bisher als Schleuser aufgetreten seien, wären dazu übergegangen, Flüchtlinge für Sexarbeit und Sklaverei auszunutzen.

Auch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zeigte sich besorgt. “Unbegleitete Minderjährige aus Konfliktregionen bilden die mit Abstand gefährdetste Gruppe unter den Flüchtlingen”, sagte Mariyana Berket von der OSZE dem Observer. “Sie sind ohne elterliche Fürsorge, sie wurden entweder von ihren Familien geschickt, um als erste nach Europa zu gelangen, oder sie haben ihre Flucht mit anderen Familienmitgliedern begonnen.

Im Notfall auf Flüchtlinge schießen? Streit um Äußerung von AfD-Chefin Petry

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Im Notfall auf Flüchtlinge schießen? Streit um Äußerung von AfD-Chefin Petry

So, 31.01.2016, 00.06 Uhr

Die radikale Äußerung der AfD-Parteivorsitzenden Frauke Petry schlägt Wellen. Angesichts der wachsenden Flüchtlingsströme hatte Petry in einem Interview mit dem Mannheimer Morgen neben umfassenden Grenzkontrollen auch die Durchsetzung der Grenzsicherheit an den deutschen Grenzen gefordert – und das notfalls mit Waffengewalt. Die Polizei muss aus Sicht von Frauke Petry an der Grenze notfalls Schusswaffen einsetzen.

Frauke () will “Recht u. Ordnung” an den dt. Grenzen – notfalls mit . Dazu :

Eingebetteter Bild-Link

https://t.co/IsBSaWtwz3— FAZ.NET (faznet) 30. Januar 2016 Kritiker fühlten sich durch Petrys Vorschlag an den Schießbefehl der DDR-Grenze erinnert und bezeichneten sie als politisch vollends verirrt. Frauke #Petry (#AfD) will “Recht u. Ordnung” an den dt. Grenzen – notfalls mit #Schießbefehl. Dazu ThomasOppermann: pic.twitter.com/ztXHxuPXFv— SPD im Bundestag (spdbt) 30. Januar 2016 Doch auch die deutsche Bundeskanzlerin steht weiter in der Kritik: Vielen geht die Politik von Angela Merkel bei der Begrenzung des Flüchtlingszuzugs nicht schnell genug. Doch die Kanzlerin bleibt optimistisch und hofft auf sinkende Flüchtlingszahlen: “Ich hoffe, dass wir in der Winterzeit, wenn die Flüchtlingszahlen niedrig sind, hier auch erkennbare Fortschritte erreichen, denn die Zahlen müssen noch weiter gesenkt werden und dürfen vor allem im Frühjahr nicht wieder ansteigen.” Beim Landesparteitag der CDU in Mecklenburg-Vorpommern erinnerte Merkel auch daran, dass viele der Flüchtlinge nach Beendigung der Kriege und Konflikte wieder in ihre Heimat zurückkehren. Nach wie vor setzt die Kanzlerin auf die Schließung der EU-Außengrenzen, die Bekämpfung der Fluchtursachen in den Herkunftsländern und eine solidarische Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der EU. In Österreich gibt es unterdessen laut der Boulevardzeitung KRONE Pläne der Regierung, in den kommenden drei Jahren 50.000 Migranten abzuschieben. weniger

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