Video geleakt Skandal-Rapper hielten noch andere „Echo“-Rede – Vox zeigte sie nicht

Ihnen droht ein Verfahren wegen Volksverhetzung: die Rapper Kollegah (l.) und Farid Bang, Foto: dpa
Berlin –
Das hätte man zumindest mal erwähnen können…
Ein jetzt frisch geleaktes Video wirft ein neues Licht auf die Diskussion um den „Echo“ für Kollegah und Farid Bang, denen antisemitische Texte und Symboliken vorgeworfen werden (hier mehr dazu nachlesen).
Jetzt tauchte bei YouTube ein Video auf, das eine Rede der beiden zeigt. Im TV wurde diese allerdings nicht gezeigt.
Hier das komplette Video anschauen:
Fans der Düsseldorfer Rapper wittern jetzt schon Verschwörungen, glauben an bewusste Zensur:
Das sagt Vox zu den Zensur-Vorwürfen
Warum zeigte Vox das Video nicht? Der Sender erklärt das damit, dass die Rede beim Dinner vor dem offiziellen Start der Show gezeigt worden wäre – was üblicherweise nie gesendet wird.
Das stimmt auch. Szenen vom sogenannten „Pre-Dinner“ (das es nicht nur beim „Echo“ gibt, sondern auch bei einigen anderen Preisverleihungen) gehören üblicherweise nicht zum öffentlichen Teil. Eine Zensurvermutung scheint also unangebracht.
Echo-Leak nährt Verschwörungstheorien
Allerdings: Spätestens nach Campinos Rede gegen die Rapper auf der „Echo“-Bühne und der anschließenden Diskussion bis hin zum Aus des Preises (hier mehr nachlesen) hätten die Verantwortlichen auf die Rede verweisen oder auch (in Absprache mit den Beteiligten) Szenen daraus zeigen können.
Schließlich gehören sie zur Vollständigkeit der Geschichte – auch wenn sie keine entscheidenden neuen Erkenntnisse liefern. Dass die Rede jetzt erst geleakt wird, nährt die Verschwörungstendenzen der Rap-Fans.
Ein weiteres unrühmliches Kapitel in der Geschichte des Pannen-Echos.(pete)
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