
Matteo Renzi: Italiens Ministerpräsident kämpft ums Überleben
Am 1000. Tag seiner Amtszeit sitzt er beim Obama-Besuch in Berlin nochmal im Kreis der Staatenlenker. Doch zwei Wochen vor dem Verfassungsreferendum sieht es für Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi daheim eher schlecht aus.
Gut zwei Wochen vor dem wichtigen Verfassungsreferendum in Italien steuert Ministerpräsident Matteo Renzi laut Umfragen auf eine Niederlage zu.
Letzte Studien deuteten auf eine Schlappe bei der Volksabstimmung am 4. Dezember hin, von der er seine politische Zukunft abhängig gemacht hatte.
Der Sozialdemokrat war am Freitag genau 1000 Tage im Amt und auch bei einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin dabei.
Umfragen sprechen gegen Renzi
Zuhause sah es weniger glamourös aus: Die Zeitungen “Corriere della Sera”, “La Repubblica” und “La Stampa” veröffentlichten am Freitag die letzten Umfragen vor dem Referendum. Danach liegt das “Nein” zwischen 7 und 10 Prozentpunkte vor dem “Ja”. Jedoch sind immer noch viele Menschen unentschieden.
Mit der Reform soll die Verfassung verändert werden. So soll die Rolle des Senats reformiert werden, um die Gesetzgebung effektiver zu machen. Gegner sind die oppositionelle Fünf-Sterne-Protestbewegung und die ausländerfeindliche Lega Nord.
Da Renzi sein Schicksal mit der Abstimmung verknüpft hatte, ist das Referendum allerdings zu einem Votum für oder gegen ihn geworden.
(q)webde

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