Veröffentlicht: 29/03/2017 19:39 CEST Aktualisiert: Vor 46 Minuten
Die Bundeswehr soll laut einem Medienbericht in einen tödliches Bombardement in Syrien verwickelt sein
Deutsche Aufklärungs-Jets hätten Bilder des Ziels geliefert, berichten der NDR, WDR und die “SZ”
Bei dem Angriff sollen bis zu 33 unschuldige Menschen gestorben sein
Die Bundeswehr soll Aufklärungsbilder für einen verheerenden Luftangriff der Anti-IS-Koalition in Syrien geliefert haben. Am 20. März sollen bei diesem bis zu 33 Zivlisten getötet worden sein. Das berichten der NDR, WDR und die “Süddeutsche Zeitung” unter Bezug auf Vorwürfe der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte.
Bei dem Luftangriff sei eine ehemalige Schule im syrischen al-Mansoura bombaridert worden. Einen Tag vor dem Angriff hätten Aufklärungs-Tornados der Bundeswehr Bilder über der Schule gemacht und diese an die internationale Koalition gegen den Islamischen Staat geliefert.
Bundeswehr-Generalinspekteur Volker Wieker habe am Mittwoch den Verteidigungsausschuss des Bundestags in einer geheimen Sitzung über den Sachverhalt informiert, schreibt die “SZ”.
Sprecher bestätigt: Aufklärungsbilder über Syrien und Irak sind Routine
Das Verteidigungsministerium wolle sich zum konkreten Fall nicht äußern, schreibt die Zeitung weiter. Ein Sprecher habe aber bestätigt, dass die Bundeswehr täglich Bilder von möglichen Zielen in Syrien oder dem Irak mache. Diese entstünden jedoch lange Zeit vor einem möglichen Angriff – und ließen somit keinen Rückschluss auf den eventuellen Aufenthalt von Zielpersonen zu.
Wie der Sprecher der “Süddeutschen Zeitung” mitteilte, sei die Bundeswehr nicht direkt am Angriffsprozess beteiligt.
Die Zeitung schreibt weiter, dass vier Tage nach dem Angriff noch einmal deutsche Tornados über das Ziel des Luftangriffes geflogen seien, um die Zerstörungen im Bild festzuhalten. Derzeit läuft eine Untersuchung durch das zuständige US-Hauptquartier, ob und wie viele tote Zivilisten es gegeben hat.
Bundeswehr betankt Bomber über Syrien
Schon am 9. März berichtete die “Zeit”, dass Flugzeuge der Bundeswehr Bomber der Anti-IS-Koalition über Syrien mit Benzin versorgen.
Seit Dezember 2015 seien die Tankflugzeuge nahezu täglich in der Luft. Alleine innerhalb eines halben Jahres hätten die Maschinen während dieser Einsätze 600 Flugstunden gesammelt.
Die Bundeswehr liefert also sowohl mit ihren Aufklärungs-Flügen als auch der Treibstoff-Versorgung von alliierten Angriff-Jets einen erheblichen Beitrag zu dem brutalen Krieg in Syrien – und könnte so am Tod dutzender Zivilisten beteiligt sein.
quelle/HuffPost Staff/jg

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