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Griechenland; Brandstiftung in Moria … Sechs junge Männer in Untersuchungshaft.

 vor 15 Std.Knapp zwei Wochen nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria ist ein weiteres Feuer in einem Flüchtlingscamp auf der griechischen Insel Samos ausgebrochen. Auch dieses Lager gilt als komplett überfüllt. Quelle: WELT/ Fanny Juschten© WELT/ Fanny Juschten Knapp zwei Wochen nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria ist ein weiteres Feuer in einem Flüchtlingscamp auf der griechischen Insel Samos ausgebrochen. Auch dieses Lager gilt als komplett überfüllt. Quelle: WELT/ Fanny Juschten

Brandstiftung in Moria, Sechs junge Männer in Untersuchungshaft

Griechenland,-Die vier Männer und zwei Minderjährigen, die für das Feuer im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos verantwortlich sein sollen, sind in Untersuchungshaft genommen worden. Das berichtete am Montagabend die griechische Nachrichtenagentur ANA-MPA.

Bei den mutmaßlichen Brandstiftern handelt es sich demnach um vier 19-jährige und zwei 17-jährige Afghanen. Sie waren kurz nach dem Brand vor knapp zwei Wochen von der Polizei in Gewahrsam genommen worden.

In einer ersten Anhörung sollen die Tatverdächtigen im Beisein eines Athener Rechtsanwalts angegeben haben, unschuldig zu sein; ein afghanischer Landsmann in Moria habe sie der Brandstiftung bezichtigt, weil er Paschtune sei und sie dem Stamm der Hasara angehörten.

12.000 Migranten wurden obdachlos

Das zuvor völlig überfüllte Flüchtlingslager Moria war bei einem Großbrand in der Nacht vom 8. auf den 9. September fast vollständig zerstört worden. Die Behörden gingen schnell von Brandstiftung durch die Migranten selbst aus, weil das Feuer zeitgleich an verschiedenen Stellen ausbrach. Die rund 12.000 Migranten wurden über Nacht obdachlos. Danach herrschte Chaos auf der Insel, bis ein provisorisches Zeltlager errichtet wurde, in das bisher rund 10.000 Menschen eingezogen sind.

(FILES) In this file photo taken on September 9, 2020 a family of migrants leave the Moria camp after a fire broke out, on the island of Lesbos leaving over 12,000 men fleeing the squalid camp. - The failure of the European Union's migration policy could not have been laid out more starkly -- an already miserable camp burned and thousands of refugees homeless. On September 23, 2020, two weeks after the destruction of the Moria camp on the Greek Island of Lesbos, Brussels will launch its latest proposal for EU asylum policy. (Photo by ANGELOS TZORTZINIS / AFP)

© AFP/ANGELOS TZORTZINIS (FILES) In this file photo taken on September 9, 2020 a family of migrants leave the Moria camp after a fire broke out, on the island of Lesbos leaving over 12,000 men fleeing the squalid camp. – The failure of the European Union’s migration policy could not have been laid out more starkly — an already miserable camp burned and thousands of refugees homeless. On September 23, 2020, two weeks after the destruction of the Moria camp on the Greek Island of Lesbos, Brussels will launch its latest proposal for EU asylum policy. (Photo by ANGELOS TZORTZINIS / AFP

Die Migranten auf Lesbos fordern schon lange, ganz von der Insel gebracht zu werden – manche warten dort seit über einem Jahr unter extrem schlechten Bedingungen auf ihren Asylentscheid. Die Forderung der Menschen unterstützen auch humanitäre Organisationen. Athen hält sich jedoch an das Abkommen der EU mit der Türkei vom Jahr 2016.

Demnach müssen alle Migranten auf den Inseln bleiben, bis ihr Asylverfahren abgeschlossen ist. Wer kein Asyl bekommt, muss in die Türkei zurück. Mit Verweis auf Corona nimmt die Türkei aber seit Monaten keine Migranten mit abgelehnten Asylanträgen mehr zurück.

Auf Lesbos sind nach Angaben der Regierng mittlerweile 243 Flüchtlinge positiv auf das Coronavirus getestet worden. Regierungssprecher Stelios Petsas teilte am Montag mit, das Durchschnittsalter der Infizierten liege bei 24 Jahren und die meisten Fälle seien asymptomatisch. 160 Tests seien negativ gewesen, dabei habe es sich überwiegend um Polizisten und Behördenmitarbeiter gehandelt, die in Kontakt mit Migranten gekommen seien.

Quelle/welt/afp

Author: Nilzeitung

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