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Sekte Chief in Indian soll 48 Frauen vergewaltigt haben .

by:se/nz

weitere Frauen vergewaltigt haben © Bereitgestellt von 20 Minuten

Rohtak, in dem Ram Rahim seit seiner Verurteilung inhaftiert war. Der Richter wurde per Helikopter ins Gefängnis gebracht. Damit sollten erneute Ausschreitungen verhindert werden, und tatsächlich gab es zunächst keine Berichte über Gewalt.

Klägeranwalt Utsav Singh Bains sagte nach der Verkündung des Strafmasses, er werde das Urteil anfechten. Er werde eine längere Haftstrafe und eine Ausweitung der Ermittlungen beantragen.

Es gebe mindestens 48 weitere Vergewaltigungsopfer, sagte Bains. Womöglich seien einige von ihnen getötet worden, andere hätten zu viel Angst gehabt, um gegen Singh auszusagen. Der Guru beteuert seine Unschuld. Seine Anwälte wollen ebenfalls in Berufung gehen.

Randale nach Urteilsverkündung

Mehr als 100’000 Anhängerinnen und Anhänger des extravaganten Gurus waren zu der Urteilsverkündung am vergangenen Freitag in den Ort Panchkula gekommen. Viele hatten anschliessend randaliert.

Dabei kamen dort 32 Menschen ums Leben; 6 weitere starben im rund 250 Kilometer entfernten Sirsa, wo die Sekte von Ram Rahim beheimatet ist. Mehr als 250 Menschen wurden verletzt. Die meisten Opfer wurden von Polizeischüssen getötet. Mehr als 900 Mitglieder der «Dera Sacha Sauda» (etwa: Sekte des wahren Geschäfts) wurden festgenommen.

Am Montag waren Zehntausende Polizisten in Haryana und im benachbarten Punjab im Einsatz. Auch in der Hauptstadt Neu Delhi wurden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. In Haryana – wo Rohtak, Panchkula und Sirsa liegen – blieben viele Schulen geschlossen und mobile Internetverbindungen wurden gekappt. Der Richter wurde per Helikopter nach Rohtak, nahe Neu Delhi, geflogen. Das Gebiet um das Gefängnis war weiträumig abgesperrt.

Die Behörden dementierten Berichte, wonach in Sirsa zwei Autos angezündet wurden. Dort galt eine Ausgangssperre, und im riesigen Komplex der Sekte harrten nach Polizeiangaben Tausende Verehrer des Gurus aus. Die Sektenmitglieder, von denen viele dort leben, weigerten sich demnach, die Anlage für eine Durchsuchung zu räumen.

Weitere Vorwürfe

Ram Rahim war der Vergewaltigung zweier seiner Anhängerinnen im Jahr 2002 schuldig befunden worden. Im selben Jahr wurde ein Journalist ermordet, der über die Sekte geschrieben hatte. Auch dafür muss sich der Guru noch vor Gericht verantworten. Ihm wird ausserdem vorgeworfen, Hunderte Anhänger zur Kastration gezwungen zu haben.

Ram Rahim hat eine Vorliebe für Motorräder, exzentrische Kleidung und funkelnden Schmuck. Er trat bislang auch als Popsänger auf und spielte in einer Reihe von Action-Filmen die Hauptrolle des «Boten Gottes» zugleich war er auch Regisseur, Produzent, Drehbuchautor, Komponist und vieles mehr.

Seine Sekte hat nach eigenen Angaben 60 Millionen Mitglieder. Ihnen predigte er Meditation, Vegetarismus und eine Mischung der Lehren mehrerer Religionen. (nag/sda)

 

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Author: Nilzeitung

Danke für ihren Besuch.!!"dieser Seite im Aufbau". Es stimmt, dass es keine Freiheit ohne Pressefreiheit gibt. Wahrer Frieden des Journalismus ist eine der Säulen der Demokratie (Salah El-Nemr) se/nz.

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