NZ

Online Zeitung

„Merkel hat das Blut meines Sohnes an ihren Händen“

„Merkel hat das Blut meines Sohnes an ihren Händen“

 
Ein Jahr nach dem Terror-Anschlag am Breitscheidplatz in Berlin (DW/M. Majerski)

Der polnische Lkw-Fahrer Lukasz Urban war das erste Opfer von Anis Amri. Seine Mutter hat sich nun zu Wort gemeldet. Ihre Wunden sind noch lange nicht verheilt. Dafür macht sie auch die deutsche Bundesregierung verantwortlich.Quelle: N24/Christin Brauer

Lukasz Urban war Lkw-Fahrer und das erste Opfer von Anis Amri. Ein Jahr nach dem Attentat am Breitscheidplatz hat sich nun seine Mutter zu Wort gemeldet. Und geht mit der deutschen Regierung hart ins Gericht.

Als der Terrorist Anis Amri am 19.12.2016 mit einem Lkw elf Menschen auf dem Berliner Breitscheidplatz ermordete, war sein erstes Opfer schon tot: Um ihm seinen Lkw zu stehlen, erschoss Amri den polnischen Fahrer Lukasz Urban. Nun hat sich seine Mutter Janina zu Wort gemeldet. Im Gespräch mit der Deutschen Welle zeigte sich, dass ihre Wunden noch lange nicht verheilt sind. Dafür machte sie auch die deutsche Bundesregierung verantwortlich.

A part of a new memorial site remembering the victims of last year's attack at Breitscheidplatz in Berlin seen in Berlin

 Auf den Stufen am Breitscheidplatz sind die Namen der Opfer des Attentats verewigt Quelle: REUTERS

Janina und ihr Mann Henryk Urban leben in der polnischen Grenzstadt Gryfino. Bis heute wartet die Familie auf ein Signal der Bundesregierung wie zum Beispiel ein „persönliches Kondolenzschreiben“ von Bundeskanzlerin Angela Merkel, wie Janina Urban sagt. „Ich möchte Frau Merkel sagen, dass sie das Blut meines Sohnes an ihren Händen hat“, sagte Janina Urban.

Vater Henryk Urban nannte die deutschen Behörden „respektlos“, niemand habe sich entschuldigt. Zu dem Entwurf eines Denkmals, einem Riss in den Stufen am Tatort und den Namen der Opfer auf den Stufen, sagte er: „Was für ein Symbol soll das sein – ein Name auf einer Treppe?“

Wegen ihres Verhaltens nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz vor rund einem Jahr steht die Bundesregierung massiv in der Kritik von Angehörigen der insgesamt zwölf Todesopfer. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) traf sich an diesem Montag erstmals mit ihnen.

Bei dem Terroranschlag auf einen Weihnachtsmarkt am 19. Dezember vergangenen Jahres waren zwölf Menschen getötet und rund 70 verletzt worden. In einem offenen Brief hatten Angehörige der Opfer Merkel Untätigkeit und politisches Versagen vorgeworfen. Sie beklagten außerdem Bürokratie-Wirrwarr und zeigten sich verbittert, dass Merkel weder persönlich noch schriftlich kondoliert habe.(quellen/Internet)

Unknown's avatar

Author: Nilzeitung

Danke für ihren Besuch.!!"dieser Seite im Aufbau". Es stimmt, dass es keine Freiheit ohne Pressefreiheit gibt. Wahrer Frieden des Journalismus ist eine der Säulen der Demokratie (Salah El-Nemr) se/nz.

Comments are closed.