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Jesiden Korruptionsskandal in Bremen.

EXKLUSIV  

Staatsanwaltschaft: Verdacht auf Korruption beim Bremer BAMF

Entwurf gegen Außenstelle des Bundesamts für Migration und FlüchtlingeMehr als 2.000 Asylanträge über Bremen “durchgewunken” habenDie zuständige Leiterin der Außenstelle ist bereit suspendiert

 Bremen: Bamf-Mitarbeiterin soll Asylanträge ungeprüft bewilligt haben

Nach Informationen von NDR, Radio Bremen und Süddeutsche Zeitung sind in Bremen in großen Stil Asylanträge ohne vorherige Überprüfung genehmigt worden. Es geht um die 2.000 Verdachtsfälle, die zwischen 2013 und 2016 über den Tisch der Bremer Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gegangen sind. Und das, obwohl sie nur in rund 100 Fällen davon tatsächlich kompatibel Krieg. Die betrügerischen Asylbewerber kommen aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Den Recherchen zu Folge haben die Leiter der Bremer BAMF-Außenstelle in Eigenregie über die Ziele entschieden und mit drei Anwälten aus Bremen, Oldenburg und Hildesheim zusammengearbeitet. The Juristen sollten systematic Asylbewerber an der Frau “vermittelst” haben, die deren dann in Bremen durchwinkte. Im Gegenzug für den positiven Asylbescheid soll die BAMF-Leiterin zumindest Restaurant-Einladungen erhalten haben. Bei den Asylbewerbern ist es in den meisten Fällen um Jesiden gehandelt worden. Sie wurde zum Teil nach Bremen gechartert. Die Frau wurde in der Woche vom Dienst suspendiert.

Sechs Verdächtige im Visier der Ermittler

Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge in ehemaligem Vulkangebau.
Die BAMF-Außenstelle in Bremen-Vegesack. Über diese Stelle sind die Asylanträge in Kraft getreten.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt insgesamt gegen sechs Verdächtige, darunter die Leiterin der BAMF-Außenstelle, die drei Juristen und einen Dolmetscher. Die Vorwürfe lauten: Bestechlichkeit und bandenmäßige Verleitung zur missbräuchlichen Asylantragsstellung sowie Bestechung.

Die Ermittler bestätigten auch, dass in den vergangenen Tagen in diesem Zusammenhang acht Gebäude in Bremen und Niedersachsen durchsucht worden sind – darunter die Privatwohnungen der drei Anwälte und der ehemaligen BAMF-Mitarbeiterin in Bremen, sowie Kanzleien. In einer der Wohnungen wurde eine unerlaubt aufbewahrte Schusswaffe mitsamt Munition gefunden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Unregelmäßigkeiten fielen in Niedersachsen auf

Seinen Ursprung nahmen die Ermittlungen offenbar, als eine Familie aus Niedersachsen kurz vor der Abschiebung stand. Dann aber bekam sie doch noch einen positiven Asylbescheid, und zwar aus Bremen. Das Verwaltungsgericht Hannover hat diesen Bescheid zwischenzeitlich für nicht rechtens erklärt. Daraufhin wandte sich der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) in einem Brief an das BAMF und beschwerte sich über die Unregelmäßigkeiten bei Bremer Asylanträgen. Die Vorgänge sind offenbar auch deshalb in den Fokus der Ermittler geraten, weil Bremen im Bundesvergleich eine überaus hohe Schutzquote von 96 Prozent vorzuweisen hatte. Die übrigen Länder kommen gemeinsam im Schnitt auf 62 Prozent.

  • Menschen am Bahnhof

    Laut einer Studie erkennt Bremen besonders viele Flüchtlinge an

CDU und FDP in Bremen fordern Aufklärung

Das BAMF war ebenso wie die Beschuldigten für eine Stellungnahme bislang nicht zu erreichen. Die Bremer Innenbehörde will sich auf Anfrage von Radio Bremen aktuell nicht zu dem Fall äußern. In dem Fall seien das BAMF und die Bremer Staatsanwaltschaft zuständig. CDU und FDP in Bremen forderten dagegen Aufklärung. Die FDP hat deshalb eine Aktuelle Stunde des Bremer Landesparlamentes beantragt. Und der CDU-Innenpolitiker Wilhelm Hinners nimmt auch Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) in die Pflicht. Die auffällig hohen Anerkennungszahlen Bremens im Vergleich zu anderen Bundesländern seien schon im Oktober bekannt gewesen. Schon da hätten bei Mäurer die Alarmglocken schrillen müssen.

 

Dieses Thema im Programm:  Hörfunknachrichten, 20. April 2018, 12 Uhr

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Author: Nilzeitung

Danke für ihren Besuch.!!"dieser Seite im Aufbau". Es stimmt, dass es keine Freiheit ohne Pressefreiheit gibt. Wahrer Frieden des Journalismus ist eine der Säulen der Demokratie (Salah El-Nemr) se/nz.

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