Krawalle in Nantes: Polizist hat gelogen
Der Polizist, der im französischen Nantes bei einer Verkehrskontrolle einen 22-Jährigen erschoss, hat zugegeben, falsche Aussagen zum Tathergang gemacht zu haben. In der Folge kam es zu heftigen Krawallen.
Polizist: Tötung von 22-Jährigem in Nantes war keine Notwehr
Nach dem tödlichen Schuss auf einen 22-Jährigen in Nantes hat der verantwortliche Polizist Falschangaben eingeräumt. Sein Anwalt sagte am Freitag, der Beamte habe – anders als bisher dargestellt – nicht in Notwehr gehandelt. Nach dem Tod des jungen Mannes kam es in der west französischen Stadt die dritte Nacht in Folge zu Krawallen.
Rund tausend Demonstranten forderten in Nantes “Gerechtigkeit” für das Opfer und die “Wahrheit” über die Umstände seines Todes. Die Regierung hatte zuvor eine lückenlose Aufklärung zugesagt.

Der junge Mann war der Polizei wegen “bandenmäßigen Diebstahls” bekannt. Der 22-Jährige war per Haftbefehl gesucht worden und hatte gegenüber den Polizisten laut Staatsanwaltschaft eine falsche Identität angegeben.
Frankreichs Polizei gilt wegen der Terrorserie mit mehr als 240 Toten seit Januar 2015 als notorisch überlastet. Zudem sehen sich viele Polizisten zunehmenden Attacken in Vorstädten ausgesetzt. Bewohner der Banlieues werfen den Beamten ihrerseits brutale Methoden und einen übertriebenen Schusswaffengebrauch vor. cgn/se (afp, dpa

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