NZ

Online Zeitung

Air Unfall in der Schweiz Tote und Verletzte.

Wie viele Verletzte und Tote gibt es?
Das ist noch unklar, die Behörden haben bisher keine Opferzahlen publiziert, eine Pressekonferenz ist auf 14 Uhr angesetzt. Die Maschine war mit Passagieren an Bord unterwegs, laut der Website des Air Force Centers Dübendorf war der Flug ausgebucht. An Bord Platz haben 17 Passagiere, zwei Piloten und eine Flugbegleiterin, es könnte also bis zu 20 Todesopfer geben.

Auf was für einem Flug war die JU-52 unterwegs?
Die Passagiere waren auf der «Erlebnisreise Locarno» unterwegs. Am Freitagmorgen flogen sie von Dübendorf nach Locarno, genossen in Meride ein traditionelles Mittagessen und kehrten dann nach Locarno zurück. Am Samstag folgte eine Schiffahrt nach Porlezza und des Besuch des Samstags-Marktes. Nach der Verpflegung im Grotto stand die Rückreise an. Um 17 Uhr hätte die «Tante Ju» wieder in Dübendorf landen sollen, doch dort kam sie nie an.

Was ist der Grund für den Crash?
Auch das ist noch nicht bekannt. Der «Aviation Herald» berichtetvon einer Infomeldung an Piloten («Notice to Airmen», NOTAM), die vor einem erst am Freitag errichteten Kabel nahe der Unfallstelle warnt. Das Kabel liegt demnach 2,4 Kilometer südlich und rund 300 Höhenmeter tiefer als die Absturzstelle. Laut Aviatikexperte Max Ungricht prüfen die Piloten diese NOTAM-Meldungen jedoch gründlich: «Das gehört zu jeder seriösen Flugvorbereitung, die Piloten waren wohl über das Kabel informiert.» Zudem würden Flugzeuge ohne Not nicht so tief fliegen. «Kabel sind eher für Helikopter ein Problem.» Ausserdem sei der Höhenunterschied recht gross. «Eine Kausalität ist hier unwahrscheinlich», sagt Ungricht.


Blau: Kabelwarnung, Rot/Schwarz: Sperrzone rund um die Unfallstelle. (Bild: notaminfo.com)

Spielte die Hitze eine Rolle?
Laut Ungricht ist die Manövrierfähigkeit bei Hitze eingeschränkt. «Die Luft ist dünner, darum kann ein Flugzeug weniger schnell steigen und der Kurvenradius ist grösser», so Ungricht. «Die Leistungsunterschiede sind massiv. Gerade Piloten von Kleinflugzeugen unterschätzen diese häufig.Um den Leistungsverlust zu kompensieren, muss das Gewicht der Zuladung reduziert werden.» Gerade in der letzten Woche, während der Hitzewelle, habe es zwei Vorfälle mit Kleinflugzeugen gegeben, die ihn an diese Gefahr erinnert hätten. «Die Piloten der JU-52 zwar erfahren, und können die Leistungsverluste per Tabelle berechnen, wenn sie ihre Route planen. Doch es sind auch nur Menschen, die unter der Hitze leiden wie wir alle. Dies gilt besonders in Cockpits ohne Klimaanlage.»

Könnte das Alter der Maschine am Unfall schuld sein?
Die Unfallmaschine war seit 1939 für die Luftwaffe im Einsatz und seit 1985 für die Ju-Air. «Die Maschinen werden gut gewartet, und es sind sehr stabile und zuverlässige Flugzeuge.» sagt Experte Ungricht. «Dennoch sind es Oldtimer, bei denen vielleicht ein Motor der Belastung nicht mehr standgehalten hat. Ein Motorenausfall kann zu einer asymmetrischen Fluglage führen, die unter solchen Umständen noch schwieriger zu handeln ist.» Laut der «NZZ» hatte die Oldtimer-Maschine zudem keine Blackbox. Für die Untersuchung des Unfalls seien darum Augenzeugen und Wrackteile wichtig.

Was heisst der Crash nun für die Zukunft der «Tante Ju»?
Das Air Force Center Dübendorf hat seinen Flugbetrieb vorerst eingestellt. Laut «Blick» trauerten gestern Abend bereits Angehörige, welche die Fluggäste in Dübendorf abholen wollten. «Das ist für die Angehörigen natürlich eine schlimme Tragödie, man kann sich die Trauer kaum vorstellen», so Ungricht. Auch für die Mitarbeiter des Air Force Center sei es schlimm: «Viele Leute arbeiten dort ehrenamtlich, und stecken viel Herzblut in die Oldtimer-Fliegerei, wollen den Leuten eine Freude bereiten. Was nun passiert ist, wird auch bei ihnen Spuren hinterlassen.»

 

 

 

 

Unknown's avatar

Author: Nilzeitung

Danke für ihren Besuch.!!"dieser Seite im Aufbau". Es stimmt, dass es keine Freiheit ohne Pressefreiheit gibt. Wahrer Frieden des Journalismus ist eine der Säulen der Demokratie (Salah El-Nemr) se/nz.

Comments are closed.