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Brand in Lager des Deutschen Museums: Tausende Exponate zerstört?

Ähnliches FotoBrand einer Lagerhalle – hoher Sachschaden im Millionenbereich

INGOLSTADT.
Am Mittwochabend, 10.10.18, gegen 22.30 Uhr, kam es aus bislang ungeklärter Ursache in einer großen Lagerhalle in der Maffeistraße zu einer Verpuffung und einem Brand der Halle. Es entstand hoher Sachschaden, Personen wurden nicht verletzt.

Trotz sofortiger Brandbekämpfung durch die Berufsfeuerwehr Ingolstadt gerieten Teilbereiche der großen zweistöckigen Lagerhalle in Vollbrand. Nachdem das Feuer nach etwa zwei Stunden unter Kontrolle gebracht war, dauerten die Nacht Löscharbeitern noch bis in die frühen Morgenstunden an.

Zur Ursache der Verpuffung und des Brandes können derzeit noch keine Aussagen getroffen werden. Die ersten Ermittlungen diesbezüglich wurden noch in der Nacht vom Kriminaldauerdienst der Kripo Ingolstadt aufgenommen und werden am Morgen durch das Fachkommissariat weitergeführt, sobald der Brandort betreten werden kann.

In der Halle waren teils hochwertige Gegenstände verschiedener Eigentümer gelagert, die durch den Brand zerstört wurden. Zur Schadenshöhe können zum jetzigen Zeitpunkt noch keine verlässlichen Angaben gemacht werden. Der gesamte Schaden dürfte sich aber nach erster Einschätzung im Millionenbereich bewegen.

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Da das Deutsche Museum kein eigenes Zentraldepot besitzt, hat es zur Lagerung der nicht in den aktuellen Ausstellungen gezeigten Stücke mehrere Depots über Bayern verteilt angemietet. Das Ingolstädter Lager wurde schon längere Zeit von dem Museum genutzt. Jetzt ist klar, was in der Halle in Ingolstadt gelagert war, die Mittwochabend abgebrannt ist.

Bei dem Großbrand in einem Lager des Deutschen Museums ist ein Schaden von mindestens zehn Millionen Euro entstanden. Das Münchner Museum, das zu den größten Technikmuseen der Welt gehört, hatte rund 8000 Exponate nach Ingolstadt ausgelagert. Darunter sei beispielsweise ein Mikroskop von Chemie-Nobelpreisträger Manfred Eigen. „Das ist ein überaus wertvolles Kulturgut“, sagt der Generaldirektor des Deutschen Museums Wolfgang M. Heckl.

Das Technikmuseum hatte dort von der Nähmaschine bis zum Segelflugzeug Exponate von „einzigartigem historischen Wert“ gelagert. Die Mitarbeiter berichteten jedoch, dass die meisten Stücke das Feuer überstanden haben. Da viele der Gegenstände aus Metall seien, könne es sein, dass diese nur verrußt seien und durch eine Restauration gerettet werden könnten. „So, wie es derzeit aussieht, haben wir keinen Totalverlust“, sagte Museumssprecher Gerrit Faust, nachdem Mitarbeiter sich am Donnerstag vor Ort selbst ein Bild der Zerstörung gemacht hatten.

Betroffen vom Großfeuer ist auch das Ingolstädter Museum für Konkrete Kunst, Bilder und Objekte. Das Museum hatte in einer benachbarten Halle ebenfalls Exponate gelagert. Nach einer ersten Besichtigung gab die Stadtverwaltung aber Entwarnung. Es seien bei den Stücken des Kunstmuseums allenfalls geringe Schäden entstanden.

Nach ersten Einschätzungen soll es zu einem Schaden in Millionenhöhe gekommen sein. Hochwertige Gegenstände verschiedener Eigentümer wurden durch den Brand zerstört. Verlässliche Angaben lassen sich daraus aber nicht schließen.

quelle//polizei.bayern. mm/tz// dpa/

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Author: Nilzeitung

Danke für ihren Besuch.!!"dieser Seite im Aufbau". Es stimmt, dass es keine Freiheit ohne Pressefreiheit gibt. Wahrer Frieden des Journalismus ist eine der Säulen der Demokratie (Salah El-Nemr) se/nz.

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