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Für Frieden und Klimaschutz Ostermarsch zieht durch Berlin

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Ein Aktivist hält ein Plakat mit der Aufschrift "Legt den Leo an die Kette". Quelle: dpa/Christophe Gateau
Bild: dpa/Christophe Gateau

Proteste für Frieden und Klimaschutz Ostermarsch zieht durch Berlin

20.04.19 | 13:05

Mehrere Tausend Demonstranten ziehen am Samstag beim Ostermarsch durch Berlin-Mitte. Obwohl bei der Demonstration traditionell Friedensaktivisten auf die Straße gehen, haben diesmal auch Umweltaktivisten zum Protest aufgerufen.

Ostermarschierer in Berlin: So viele Menschen wie noch in den 80er Jahren kann die Friedensbewegung heute nicht mehr mobilisieren. Foto: dpa
Ostermarschierer in Berlin(Archiv 2014)): So viele Menschen wie noch in den 80er Jahren kann die Friedensbewegung heute nicht mehr mobilisieren.Foto: dpa

Erfolgreicher Auftakt der Ostermärsche – Karsamstag mit rund 50 Veranstaltungen bildet Schwerpunkt

Stopperbild OM2019

Das Netzwerk Friedenskooperative zieht eine positive Bilanz zum Auftakt der Ostermärsche 2019. Am Gründonnerstag und Karfreitag fanden erfolgreich die ersten Ostermärsche in Biberach, Bruchköbel, Chemnitz, Erfurt, Gronau, Jagel und Ulm statt.

„Der Auftakt der Ostermärsche am Gründonnerstag und Karfreitag verlief erfolgreich. Es haben viele Menschen teilgenommen und so ihrem Wunsch nach Frieden und Abrüstung Ausdruck verliehen“, berichtet Kristian Golla aus dem Büro des Netzwerk Friedenskooperative, das alle Informationen zum Ostermarsch bündelt.

Auftakt der diesjährigen Ostermärsche - Forderung nach "Abrüsten statt aufrüsten"
ap

Forderung nach Abrüstung und atomwaffenfreier Welt zentral am Karsamstag
Der Karsamstag stellt den Schwerpunkt der Ostermarschaktionen mit ca. 50 Veranstaltungen dar. Die Themen bei den Ostermärschen am Samstag sind vor allem die Forderung nach Abrüstung und einer atomwaffenfreien Welt. So steht etwa der Ostermarsch Rhein-Ruhr unter dem Motto „Abrüsten statt aufrüsten – Verbot der Atomwaffen! Für ein Europa des Friedens!“. Das Motto des Ostermarsch Ostwestfahlen-Lippe in Bielefeld lautet „Frieden: Abrüsten statt aufrüsten“.

„Die Ostermarschierenden fordern Abrüstung. Die Rüstungsausgaben sollen in den kommenden Jahren auf bis zu 70 Milliarden Euro pro Jahr erhöht werden, dabei wird das Geld an vielen anderen Stellen so dringend benötigt“, sagt Philipp Ingenleuf vom Netzwerk Friedenskooperative, das als Informationsbüro zu den Ostermärschen dient. „Die Mehrheit der Bevölkerung ist gegen die Aufstockung der Rüstungsausgaben. Das Geld kann bei der Bildung, dem Wohnungsbau oder dem dringend erforderlichen Klimaschutz viel sinnvoller investiert werden.“, so Philipp Ingenleuf weiter.

„Das Ende des INF-Vertrages besorgt viele Menschen und hat sie wachgerüttelt. Die nukleare Bedrohung ist zurück im Bewusstsein der Leute“, betont Marvin Mendyka vom Netzwerk Friedenskooperative. „Es darf kein Zurück zu einem nuklearen Wettrüsten geben. Die Bundesregierung muss hier endlich entschlossen handeln, die Atomwaffen aus Büchel abziehen lassen und den UN-Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen“, so Marvin Mendyka weiter. Die rege Teilnahme an den Ostermärschen mit der Forderung nach einer atomwaffenfreien Welt macht dies deutlich.

Aber auch viele andere Themen und Forderungen werden von den Ostermärschen thematisiert. In Wuppertal heißt es „Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg“ und in Bonn „Für ein friedliches, atomwaffenfreies und solidarisches Europa“. Weitere Themen sind u.a. Rüstungsexporte, die weltweiten Konflikte, z.B. in Syrien, Ukraine oder auch Libyen, eine neue Entspannungspolitik mit Russland, die Forderung nach ziviler Konfliktbearbeitung und einem Ende der Auslandseinsätzen der Bundeswehr, Fluchtursache Krieg, die voranschreitende Militarisierung Deutschlands und der EU, aber auch Umweltthemen und die Gefährdung des Friedens durch den Klimawandel.

Die Friedensbewegung geht seit den 60er Jahren zum Osterfest auf die Straße. Am Karfreitag 1958 versammelten sich zum ersten Mal rund zehntausend Menschen in London, um für atomare Abrüstung zu demonstrieren.

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Author: Nilzeitung

Danke für ihren Besuch.!!"dieser Seite im Aufbau". Es stimmt, dass es keine Freiheit ohne Pressefreiheit gibt. Wahrer Frieden des Journalismus ist eine der Säulen der Demokratie (Salah El-Nemr) se/nz.

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