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Sie haben keine Ahnung vom Fußball.

Das ist der größte Skandal. Das ist eine große Schande für den Fußball”,

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Bild zu Borussia Dortmund - FC Schalke 04
Bundesliga, Borussia Dortmund – FC Schalke 04, 31. Spieltag im Signal Iduna Park. Trainer Lucien Favre von Dortmund reagiert auf einen Schiedsrichterentscheidung vor dem Elfmeter zum 1:1.© Bernd Thissen/dpa

Favre fühlt sich nach Elfmeter betrogen: “Größter Skandal”

Aktualisiert am 27. April 2019, 19:00 Uhr

BVB-Trainer Lucien Favre fühlt sich nach der bitteren 2:4-Niederlage im Revierderby gegen Schalke 04 betrogen. Stein des Anstoßes ist ein Handelfmeter.

“Das ist so lächerlich. Die Leute, die diese Regel erfunden haben, können nicht mehr in den Spiegel sehen. Sie haben keine Ahnung vom Fußball. Das ist der größte Skandal. Das ist eine große Schande für den Fußball”, sagte Favre bei Sky und in der ARD über den Handelfmeter von Daniel Caligiuri, der zum zwischenzeitlichen 1:1 führte.

Schalkes Stürmer Breel Embolo hatte BVB-Innenverteidiger Julian Weigl aus kurzer Entfernung angeschossen. Schiedsrichter Felix Zwayer entschied nach Studium der Bilder zum Entsetzen der Dortmunder auf Elfmeter. “Man muss sich die Arme abschneiden. Aber ohne Arme hat man kein Gleichgewicht mehr. Das hat nichts mit Fußball zu tun”, sagte Favre, dessen Team nach den Roten Karten gegen Marco Reus und Marius Wolf das Spiel in doppelter Unterzahl beendete: “Es war keine gute Leistung vom Schiedsrichter”, sagte Favre.

© imago images / Sven Simon 

Gewaltiger Rückschlag für den BVB

Ausgerechnet im prestigeträchtigen Revierderby gegen den Erzrivalen FC Schalke 04 muss der BVB eine bittere Niederlage einstecken und verspielt womöglich seine Titelchancen. Gewinnt Spitzenreiter FC Bayern am Sonntag beim 1. FC Nürnberg, würde der Abstand zu den Münchnern bei noch ausstehenden drei Spielen auf vier Punkte anwachsen. Zudem muss der BVB vorerst ohne Superstar Marco Reus und Abwehrspieler Marius Wolf auskommen, die jeweils nach Foulspielen in der 60. und 65. Minute die Rote Karte sahen.

Dagegen gelang den Schalkern dank der Treffer von Daniel Caligiuri (18./Foulelfmeter/62.), Salif Sané (28.) und Breel Embolo (86.) vor 81 196 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park ein großer Schritt Richtung Klassenverbleib. Für das Tor zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung des BVB hatte Mario Götze (14.) gesorgt. Das zweite BVB-Tor erzielte Axel Witsel (84.)

Watze hatte voll auf Sieg gesetzt

Dabei hatte Hans-Joachim Watzke die Zielsetzung für den Endspurt noch wenige Minuten vor dem Anpfiff vorgegeben: “Wenn wir alle vier Spiele gewinnen, werden wir Meister”, sagte der BVB-Geschäftsführer beim TV-Sender ARD voller Hoffnung, dass der einen Punkt besser platzierte FC Bayern noch einmal patzt.

Doch wie so oft bei einem Derby entwickelte sich – unabhängig von den unterschiedlichen Tabellenplätzen beider Teams – eine umkämpfte Partie auf Augenhöhe. Der Tabellenzweite aus Dortmund dominierte nur die Anfangsphase und schien nach dem frühen 1:0 auf gutem Weg zu einem standesgemäßen Sieg. Nach sehenswertem Lupfer von Jadon Sancho war Götze zur Stelle und kam aus kurzer Distanz zu einem seiner seltenen Kopfballtreffer.

Borussia Dortmunds Jadon Sancho wurde daraufhin von einem Feuerzeug am Ohr getroffen worden. Zuvor hatte der Engländer Sancho die Vorlage zum Führungstor gegeben. Beim Jubel traf Sancho das Feuerzeug, das offenbar aus der Schalker Fankurve geworfen worden war. Der 19-Jährige konnte das Spiel nach einer kurzen Behandlungspause fortsetzen. Und es kam noch bitterer, denn die Freude der Borussen über die Führung währte nur vier Minuten.

Schalke dreht binnen Minute das Spiel

Nach einem Handspiel von Julian Weigl bei einem verunglückten Abwehrversuch entschied Schiedsrichter Felix Zwayer nach Videobeweis auf Elfmeter, den Caligiuri sicher verwandelte. Dieser Ausgleich sorgte bei den zuletzt verunsicherten Schalkern für neuen Mut. Fortan waren sie besser im Spiel und schlugen gleich bei der nächsten Chance erneut zu. Nach einem Eckball von Caligiuri nutzte Sané die defensive Standardschwäche beim BVB und traf per Kopf zum 2:1.

Das hinterließ beim Gegner sichtbar Wirkung. Zwar bemühte sich der BVB noch vor der Pause um den Ausgleich, brachte die Abwehr der Schalker jedoch nie ernsthaft in Gefahr.

Auch nach Wiederanpfiff fiel dem Favoriten zunächst wenig ein. So hatten die Schalker wenig Mühe, die Partie trotz der großen BVB-Vorteile beim Ballbesitz zu kontrollieren. Endgültig auf die Verliererstraße gerieten die Dortmunder nach dem Platzverweis für Reus nach einem Foulspiel des Nationalspielers an Suat Serdar. Dass der starke Caliguiri den folgenden Freistoß zum 3:1 verwandelte, machte das BVB-Unglück perfekt.

Die Rote Karte für Wolf nach Foul an Serdar beseitigte alle Zweifel an Schalkes Sieg. Mit neun Profis war der BVB in der Schlussphase chancenlos. Zwei späte Tore durch Witsel und Embolo konnten die Dramaturgie der Partie nicht mehr entscheidend beeinflussen. (web.mgb/fra/dpa/afp)

Author: Nilzeitung

Danke für ihren Besuch.!!"dieser Seite im Aufbau". Es stimmt, dass es keine Freiheit ohne Pressefreiheit gibt. Wahrer Frieden des Journalismus ist eine der Säulen der Demokratie (Salah El-Nemr) se/nz.

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