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WarnungstickerE.S. Group/ Losenet Group/ G.U. Group: 1. Mahnung – Sammelklagen Ankündigung Zwangsvollstreckung ist Betrug

E.S. Group/ Losenet Group/ G.U. Group: 1. Mahnung – Sammelklagen Ankündigung Zwangsvollstreckung ist Betrug

29. April 2019 Patricia Wolf 66

Symbolbild Mahnung
Symbolbild Mahnung

Wir warnen vor Mahnungen der E.S. Group, G.U. Group, Losenet Group, IE Inkasso Group, PLS Inkass Services Group, E-Net Payment Group oder der DED Group. In den dubiosen Schreiben geht es um Sammelklagen, Zwangsvollstreckungen und Inkassokosten. Angeblich hat der Empfänger Schulden bei Gewinn- und Zeitschriftenverlagen. Gefordert werden dreistellige Euro-Beträge, die der Empfänger auf ein rumänisches Konto überweisen soll. Wir erklären, wie Sie mit diesen Mahnungen umgehen sollten.

Ganz neu sind die Mahnungen der DED Group in Zusammenhang mit Gewinn- und Zeitschriftenverlagen beziehungsweise Lotterie- und Glücksspielanbieter nicht. In der Vergangenheit haben wir bereits vor der Deutsch-Europäische Collections Group DE-C und der DED Group aus Aachen gewarnt. Jetzt ist letzteres Unternehmen scheinbar nach Berlin, Bremen, Hannover oder Hamburg gezogen. Damit gehen auch einige Änderungen einher. Auch der Name des dubiosen Inkasso-Unternehmens ändert sich regelmäßig. Was bleibt, ist die versuchte Abzocke.

Der Umzug in die Hauptstadt Berlin hatte die Angelegenheit offensichtlich deutlich verteuert. Nunmehr fordert das Unternehmen einen vierstelligen Betrag. Uns liegen Schreiben vor, in denen beispielsweise 3975 Euro auf dem Vergleichsweg gefordert werden. Die Empfänger der Mahnung sollen die Forderung auf eine Bankverbindung in Rumänien überweisen. Kontoinhaber ist angeblich die Firma DED Invest Concept SRL. Nach dem Umzug nach Hamburg wird das Vergleichsangebot der Mainkas Solution GmbH scheinbar wieder günstiger. Viele Nutzer fragen sich, wie sie mit den Mahnungen umgehen sollen und ob sie den Betrag überweisen müssen.22.01.2018

Es tauchen neue Versionen der gefälschten Lotterie-Mahnungen auf. Aktuell wird als Absender der dubiosen Mahnungen die BDME Group in der Ritterstraße 148, 10969 Berlin genannt. Als Ansprechpartner tauchen auf den neuen Mahnungen die Namen Peter Braun und Michael Niehaus auf. Unter der angegebenen Handelsregisternummer HRB 7328 beim Amtsgericht Berlin ist kein Unternehmen eingetragen. Unabhängig vom neuen Namen und der neuen Anschrift ist die Masche mit der DE-C Group bzw. mit der DED Group identisch.

Wie lautet der Text der dubiosen Mahnungen?

Einige Empfänger bekommen vor dem Schreiben der DED Group Berlin Angst, da die Briefe personalisiert versendet werden. Das bedeutet, dass der Empfänger mit seinem Namen angesprochen wird. In der Zahlungsaufforderung wird der Verbraucher unter Druck gesetzt. Angeblich handelt es sich bei der geforderten Summe um einen großzügigen Vergleichsvorschlag. Die Forderung soll der Empfänger  innerhalb von fünf Tagen überweisen. Fallen Sie auf diesen Unsinn nicht herein. So lautet der Text der Mahnung der dubiosen Inkasobüros:

Sehr geehrte/r Herr/Frau Muster,

Mit diesem Schreiben müssen wir Ihnen bedauert ich erweise mitteilen, dass sich in der Bundesrepublik Deutschland mehrere SammeIklagen von verschiedenen Gewinn-und Zeitschriften vertage gesammelt haben, die wir leider nicht mehr von den Gläubigem abtreten lassen konnten, weil die Klagen schon bei den zuständigen Amtsgerichten und Gerichtsvollziehern vorliegen. Trotz allem konnten wir durch unsere Bemühungen ein Vergleichsvorschlag aushandeln. Die geforderte Summe mit allen Zinsen und Mahngebühren beträgt 7688,50€. Dank uns konnten wir den Vergleichsvorschlag auf 3975,00€ senken bei Zahlung der nächsten Fünf Tage. Insofern fordern wir Sie nachdrücklich auf, die Schuldsumme in Höhe von 3975,00 EUR unverzüglich vorzunehmen. Sollten wir in binnen Fünf Tagen keine Zahlung verbuchen, sehen wir uns gezwungen Ihre Forderung an ein Gericht abzugeben, um eine Sach- und Kontopfändung oder auch die Zwangsvollstreckung einzuleiten. Sämtliche damit verbundenen Kosten werden Sie tragen.

Dem Schreiben hängt ein vorbereiteter Zahlschein an, den Sie nur noch mit Ihren Bankdaten und einer Unterschrift vervollständigen sollen.



E.S. Group aus Hamm versendet 1. Mahnung – Sammelklage mit Ankündigung der Zwangsvollstreckung

29.04.2019 Wieder kommt ein neues Unternehmen ins Rennen. Denn als neuestes Inkasso-Unternehmen soll die E.S. Group aus 59063 Hamm (Im Rosenhag 15) agieren. Allerdings ist das Unternehmen im Rechtsdienstleistungsregister nicht registriert. Damit ist klar, dass das Inkasso nicht existiert und auch nicht dazu befähigt ist, irgendwelche Gelder einzutreiben. Demzufolge brauchen Sie auch nichts zu bezahlen. Als Geschäftsführer ist ein Herr Rolf Franzen und als Ansprechpartner ein Herr Peter Berger  angegeben.

Sie sollten demzufolge auch keinen Kontakt über die Rufnummer 00448438499925 oder per E-Mail an inkassodienstgroup@gmail.comaufnehmen. Für die Überweisung (die Sie nicht tätigen sollten) ist die IBAN LT50 3510 0000 7904 8347 und die BIC MIEGLT21 angegeben.

Inkasso Sammelklage ES Group
(Quelle: Screenshot)

Losenet Group aus Hannover und Köln versendet ebenfalls Mahnungen

Auch die Losenet Group, Fränkische Straße 111, 30455 Hannover versendet die Mahnungen. Dabei handelt es sich ebenfalls um ein Fake-Unternehmen, dass tatsächlich nicht existiert. Als vermeintlicher Geschäftsführer ist Wilhelm Hermann und als Ansprechpartner Peter Lang angegeben. Die angegebene Registernummer HRB7463 vom Amtsgericht Hannover existiert nicht. Fallen Sie auf den Betrug nicht herein und zahlen Sie nicht. Nehmen Sie keinen Kontakt über die angegebene Telefonnummer 00442895680305, 00448438499621 oder die E-Mail-Adresse losenetpeter@gmail.com auf.

Als Bankverbindungen für die Überweisung sind uns aktuell RO24 BUCV 1771 2159 5617 0EUR und RO06 BTRL EURC RT04 7077 0301 bekannt. Es handelt sich um Konten in Rumänien. Einmal gezahltes Geld wird wohl für immer verschwunden sein.11.03.2019 Die Losenet Group ist wieder einmal umgezogen. Allerdings nur auf dem Papier, denn das Unternehmen existiert tatsächlich ja gar nicht. Aktuell wird auf den dubiosen Mahnungen und Ankündigungen für die Zwangsvollstreckung die Adresse Hohenzollernring 118 in 50672 Köln angegeben. Ansprechpartner bleibt Peter Lang, der weiterhin über die Rufnummer 00448438499621 aus Großbritannien erreichbar ist. Die Handelsregisternummer hat sich mit HRB7362 beim Amtsgericht Köln geändert. Natürlich ist diese Registernummer nicht vergeben. Sie sollen getäuscht werden. Die neue Bankverbindung in Rumänien lautet RO26 INGB 0000 9999 0845 8067. Reagieren Sie auf diese Mahnungen nicht! Es ist ein Betrugsversuch.

IE Inkasso Group und G.U. Group versenden fingierte Mahnungen

15.03.2019 Wir können Entwarnung geben. Wenn Sie eine Mahnung von der IE Inkasso Group bekommen haben, dann können Sie diese Zahlungsaufforderung in den Mülleimer werfen. Die Drohungen in dem Brief sind nichts wert. Das Unternehmen IE Inkasso Group existiert überhaupt nicht und kann deshalb auch kein Geld eintreiben. Auch die angegebene Handelsregisternummer HRB 7362 am Amtsgericht Köln gibt es nicht.

Die Firma ist angeblich in 50968 Köln, Marktstraße 48 ansässig. Wir vermuten, dass Sie dort nicht einmal ein Firmenschild finden. Die Telefonnummer 00448438499621 und die E-Mail-Adresse losenetpeter@gmail.com kennen wir schon von der Fake-Firma Losenet Group. Die Betrüger sind hier wenig einfallsreich. Allerdings verwenden die Kriminellen eine neue Bankverbindung. Diesmal soll das Geld nach Litauen an die IBAN LT78 3510 0000 7606 0631 gesendet werden. Überweisen Sie nichts. Das Geld ist für immer weg, aber die Mahnungen kommen weiter.17.04.2019 Das vermeintliche Inkassounternehmen I.E. Group ist umgezogen und agiert jetzt mit einer Adresse in Stuttgart. Bei der Gelegenheit hat sich die fiktive Firma mit Inkasso G.U. Group gleich einen zweiten Firmennamen zugelegt.  Angegeben ist dieIngersheimerstr. 22 in 70499 Stuttgart. Die G.U. Group residiert angeblich in der Rostockerstr. 52 in Stuttgart. Als Handelsregisternummer wir aktuell HRB7238 verwendet. Diese Handelsregisternummer ist in Stuttgart allerdings nicht vergeben. Als Geschäftsführer ist Rolf Franzen angegeben und das Geld soll nach Litauen an die IBAN LT91 3510 0000 5955 3034 beziehungsweise LT23 3510 0000 7377 5816 gesendet werden. Fallen Sie auf diesen Betrug nicht herein und überweisen Sie kein Geld. Als E-Mail-Adresse ist inkassodienstgroup@gmail.com angegeben.Diese Firmen haben 2018 Fake-Mahnungen versendet

Neuer Name: PLS Inkass Services Group aus Hannover

01.10.2018 Mittlerweile hat die Änderung des Firmennamens bei Inkassounternehmen, die es eigentlich gar nicht gibt, eine gewisse Tradition. Wir berichten beispielsweise seit Monaten über Fake-Inkasso-Büros, die eine vermeintliche Forderung für Streamingdienste oder Urheberrechtsverletzungen eintreiben wollen. Bei der PLS Inkass Services Group geht es um angebliche Forderungen von Gewinn- und Zeitschriftenverlage, was schon nicht zusammen passt. Mit den Wörtern Sammelklage, Beitragszahlung, Gerichtsvollzieher sowie Zwangsvollstreckung und Pfändung soll dem Empfänger Angst gemacht gemacht werden. Doch wir haben uns den vermeintlichen Inkasso-Dienstleister einmal näher angesehen.

Das Unternehmen PLS Inkass Services Group soll angeblich in Hannover sitzen. Angegeben ist ein Eintrag der Firma im Handelsregister von Hannover unter der Nummer HRB7821. Hier wird das Fake-Unternehmen bereits entlarvt, denn es gibt unter diesem Aktenzeichen gar keinen Eintrag im Handelsregister Hannover. Generell gibt es keinen Eintrag im Handelsregister mit dem Namen PLS Inkass Services Group. Als Telefonnummer ist mit 00442895680305 eine Rufnummer im Ausland angegeben, was ungewöhnlich ist. Doch was viel wichtiger ist: Das Unternehmen PLS Inkass Services Group ist in Deutschland als Inkassounternehmen nicht registriert und darf dadurch als Inkasso-Dienstleister kein Geld eintreiben. Kurz: Das Inkasso-Unternehmen samt dem vermeintlichen Geschäftsführer Norbert Walther ist frei erfunden.

So sieht das dubiose Schreiben des Fake-Unternehmens aus:

2018-10-01 Fake Inkasso Unternehmen PLS Inkass Services Group
(Quelle: Screenshot)

Übrigens: Es gibt noch ein sicheres Zeichen für Abzocke. Alle Empfänger haben das gleiche Aktenzeichen. Somit könnte eine Zahlung niemals dem jeweiligen Schuldner zugeordnet werden. Das ist bei Abzocke typisch, denn hier geht es nur darum, dass überhaupt etwas überwiesen wird.

Als Bankverbindung wird hier die IBAN RO95 INGB 0000 9999 0797 6481 angegeben. Sie sollen also nach Rumänien überweisen. Tun Sie das bitte nicht!.

E-Net Payment Group ist das neue Unternehmen für die Mahnungen

30.05.2018 Die Betrüger sind gerade wieder sehr aktiv. neben der Mainkas Solution Group aus Hamburg taucht jetzt die E-Net Payment Group aus Bremen auf. Inhaltlich wird nach wie vor der gleiche Text verwendet. Wir haben uns die Daten des Unternehmens näher angesehen. Unter der angegebenen Handelsregisternummer HRB 7214 beim Amtsgericht Bremen ist allerdings nicht die E-Net Payment Group sondern ein Unternehmen, welches Holz verkauft. Demzufolge wird die E-Net Payment Group auch an der Wienerstraße 41 in Bremen nicht zu finden sein.

Als Ansprechpartner in den aktuellen Schreiben fungiert ein Herr Peter Weber, den Sie angeblich unter enetgroupweber@gmail.com erreichen. Die angegebenen Rufnummer hat auch wieder gewechselt. Unter 00442895680044 werden Sie aber nur die Betrüger erreichen. Das Geld soll aktuell auf das Konto mit der IBAN RO24INGB0000999907982803 oder RO33RZBR0000060020218285 in Rumänien überwiesen werden.

Mahnung e-net
So sieht die Mahnung der vermeintlichen E-Net Payment Group aus. (Quelle: Screenshot)


Neues Unternehmen Mainkas Solution Group aus Hamburg taucht auf

17.05.2018 Im Mai 2018 taucht ein neues Unternehmen auf, welches inhaltlich den gleichen Text verwendet. Auch der Briefkopf und die restlichen Erkennungsmerkmale der Fake-Rechnung sind identisch. Wir haben uns die angebliche Mainkas Group etwas näher angesehen. Angeblich residiert das Unternehmen in Hamburg im Mühlenhagen 258. Dort dürfte die Firma allerdings nicht auffindbar sein. Überhaupt ist die Mainkas Solution Group in Hamburg offensichtlich nicht existent. Unter der angegebenen Handelsregisternummer HRB 7543 vom Amtsgericht Hamburg konnten wir kein Unternehmen finden.

Die Telefonnummer und die Bankverbindung haben sich geändert. Eine deutsche Telefonnummer ist auf dem Schreiben der Mainkas Group nicht angegeben. Stattdessen lesen wir eine Telefonnummer in England (00442080681924). Zusätzlich ist mit mainkasgroup@gmail.com eine Freemail-Adresse als E-Mail-Kontakt angegeben. Wie in der Vergangenheit auch, sollen Sie das Geld über die IBAN RO93INGB0000999907909684 oder RO77RZBR0000060020164434 nach Rumänien überweisen.

2018-05-17 Mahnung Mainkas Solution Group
So sieht die gefälschte Mahnung der Mainkas Solution Group aus.

Gibt es die DED Group in Berlin überhaupt?

In den Mahnungen gibt das Unternehmen folgende Kontaktdaten an:

DED Group
An der Wuhlheide 80
12459 Berlin

Als Ansprechpartner ist wie bei der DED Group aus Aachen ein Dirk Scholz genannt. Dieser ist angeblich unter der Telefonnummer 03030809616 beziehungsweise unter der E-Mail-Adresse decgroupscholz@gmail.com erreichbar.

Wir haben recherchiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass es dieses ominöse Unternehmen nicht gibt. Im amtlichen Unternehmensregister ist die DED-Group in Berlin nicht verzeichnet. Das trifft auch auf Mahnungen der ec-d Group Berlin zu. Ein Blick in Google Maps zeigt zudem, dass es sich bei der angegebenen Adresse An der Wuhlheide 80, 12459 Berlin um keine typische Geschäftsadresse handelt. Die Telefonnummer 03030809616 wird nach unseren Recherchen ins Ausland umgeleitet, was den Eindruck festigt, dass die Firma in Berlin nicht ansässig ist.

Aufgrund dieser Fakten vermuten wir, dass es sich bei der Mahnung um ein unzulässiges Inkasso handelt. So war es übrigens auch schon bei der DED-Group aus Aachen.


Kennen Sie unsere Tipps schon?


Sollen Sie bezahlen oder was ist zu tun?

Nein, auf keinen Fall. Da die Unternehmen offenbar nicht existent sind, handelt es sich hier um einen Betrugsversuch. Wer aus Angst oder Unsicherheit das Geld nach Rumänien überweist, wird es nie wieder sehen. Zurückholen lässt sich hier, auch auf dem Rechtsweg, in der Regel nichts.

Falls Sie bereits überwiesen haben, sollten Sie auf jeden Fall Anzeige bei der Polizei erstatten, was auch online über das Internet geht. Denken Sie daran, als Anlage zu Ihrer Anzeige auch Briefe und Briefumschläge einzuscannen und beizufügen. Haben Sie dazu keine Möglichkeit, dann wenden Sie sich an die nächste Polizeidienststelle. Auch dort wird Ihre Anzeige aufgenommen. Beachten Sie dazu auch unsere Hinweise für die Erstattung einer Anzeige.

Wie sollten Sie eine Anzeige bei der Polizei erstatten?

In einigen Bundesländern können Sie bereits online eine Strafanzeige, in einer sogenannten Onlinewache, erstatten. Das ist bequem, denn Sie sitzen dabei im heimischen Wohnzimmer. Allerdings kann einige Zeit vergehen, bis Ihre Anzeige beim entsprechenden Sachbearbeiter auf dem Tisch landet. Zudem erhalten Sie nicht sofort das polizeiliche Aktenzeichen, unter dem der Vorgang angelegt wurde. Die wenigsten Opfer einer Straftat kennen sich mit dem Strafrecht aus. Deshalb werden bei der schriftlichen Anzeige oft wichtige Merkmale der anzuzeigenden Straftat nicht deutlich genug dargestellt. Hat der Sachbearbeiter dann noch Fragen, wird er Ihnen eine Vorladung zu einer nochmaligen Zeugenvernehmung auf einer Polizeidienststelle zusenden.

Dann vielleicht doch lieber gleich persönlich zur Polizeidienststelle? Oder reicht ein Anruf? Manche Verbraucher rufen lieber an, bevor sie sich auf den Weg machen. Kostet ja alles Zeit. Grundsätzlich ist es so, dass keine Polizeidienststelle eine Anzeige über das Telefon entgegennimmt. Sie sollten lieber den Weg zur Polizeidienststelle in Kauf nehmen. Sind Sie aufgrund einer Krankheit oder Behinderung nicht in der Lage selbst zur Dienststelle zu fahren, kommen die Beamten ausnahmsweise auch zu Ihnen nach Hause, sobald dies die Auftragslage zulässt. Gerade in Großstädten oder in Gebieten mit schlecht besetzten Polizeidienststellen kann der „Hausbesuch“ schon mal mehrere Stunden dauern.

Besteht eine konkrete Gefahr für Ihr Leben oder Ihre Gesundheit, wählen Sie den Notruf 110 

Gehen Sie zu Ihrer Polizeidienststelle und erstatten Sie persönlich Anzeige. Nehmen Sie alle Unterlagen, Bilder oder Ausdrucke mit. Leider kommt es hin und wieder vor, dass ein Polizeibeamter den Anfangsverdacht einer Straftat nicht erkennt. Das ist mit Sicherheit kein böser Wille. Gerade bei neuen und raffinierten Betrugsmaschen sehen weniger geschulte Beamte nicht die Straftat. Lassen Sie sich nicht abwimmeln. In diesem Zusammenhang hören wir von unseren Lesern oft, dass sie von Polizeibeamten mit der Aussage: „Das sind straffreie Vorbereitungshandlungen“ wieder weggeschickt werden, ohne das die Anzeige aufgenommen wurde. Auch hier gilt – hartnäckig bleiben. Sie sollen den Polizisten nicht ihre Arbeit erklären. Besteht jedoch ein Anfangsverdacht, sollte der Sachverhalt aufgenommen und zur rechtlichen Würdigung an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet werden.

Gerade in Betrugsfällen mit Fakeshops werden die Opfer oft mit den Worten: „warten Sie doch erst mal ab, vielleicht kommt die Ware noch“ und mit dem Verweis auf eine Zivilklage wieder weggeschickt. Auch an dieser Stelle müssen Sie hartnäckig sein. Sie sollten dabei allerdings sachlich bleiben und sich nicht im Ton vergreifen. Auch gegenüber der Polizei gilt: Der Ton macht die Musik. Lassen Sie sich den Namen des Beamten geben und notieren Sie sich diesen. Finden Sie kein Gehör, verlangen Sie ein Gespräch mit dem diensthabenden Vorgesetzten. Ziel sollte sein, die Dienststelle nicht ohne Aktenzeichen für eine Anzeige  zu verlassen.

Haben Sie die dubiose Mahnung auch bekommen?

Bitte senden Sie uns eine Kopie der dubiosen Zahlungsaufforderungen per E-Mail an kontakt@onlinewarnungen.de zu, damit wir noch gezielter vor diesem Betrug warnen können. Falls Sie Fragen zu den Schreiben haben, können Sie uns diese über die Kommentare unterhalb des Artikels stellen. Das geht auch anonym. Wir beantworten Ihre Fragen, sofern diese allgemeingültig sind und keine persönlichen Daten enthalten, hier auf dieser Webseite.

Author: Nilzeitung

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