Weltpolitik USA ÖL IS
Trump legt Karten auf den Tisch.
Nach dem Rückzug von US-Soldaten und dem Einmarsch der Türkei in Nordsyrien legt Trump jetzt die Karten auf den Tisch: Demnach sollen US-Soldaten nun doch in Syrien bleiben. Sie sollen vor Ort die Ölquellen kontrollieren. Angeblich auch zum Wohle der Kurden.
(Archivbild). US-Präsident Donald Trump während einer Rede in Pittsburgh, Pennsylvania, USA, am 23. Oktober 2019.
Zunächst ging es den USA und ihren transatlantischen Partnern in Syrien angeblich darum, die gepeinigte syrische Bevölkerung vom “Schlächter Assad” zu befreien. Dem entsprechenden Narrativ zufolge wehte der “Arabische Frühling” auch durch Syrien und wurde von der syrischen Regierung brutal zusammengeschossen. Der US-Präsident hieß noch nicht Donald Trump.
Als der Sturz des “Assad-Regimes” gründlich misslang, ging es um die Bekämpfung des selbst ernannten “Islamischen Staatse” (IS), der sich nach dem verheerenden US-Krieg im Irak auch in Syrien ausgebreitet hatte. Zur mutmaßlichen Bekämpfung des IS wurde u.a. die sogenannte “Freie Syrische Armee” aus dem Hut gezaubert. Freilich kämpfte diese Ansammlung islamistischer Milizen bis vor wenigen Stunden noch aufseiten der Türkei gegen die kurdischen YPG.
Als sich nach dem Eintritt Russlands in den gerne als “Bürgerkrieg” bezeichneten internationalen Stellvertreterkrieg abzeichnete, dass die Tage des IS gezählt sind, schwenkte die US-Administration um. Nun ging es darüber hinaus auch darum, den zunehmenden Einfluss des “Schurkenstaats” Iran in Syrien einzudämmen. Auch dieses Ansinnen war nicht von Erfolg gekrönt.
Dann war die Zeit reif für Präsident Trump, um zu erklären, dass sich die USA militärisch aus dem Nordosten Syriens zurückziehen würden. Infolgedessen marschierte die Türkei in das Gebiet ein, um eine Sicherheitszone zu etablieren. Mithilfe Russlands gelang es, eine Eskalation der Kämpfe zu verhindern, und eine Waffenruhe wurde vereinbart. Der türkische Präsident Erdoğan kündigte derweil an, die vorläufige Feuerpause in eine “permanente” Waffenruhe zu verwandeln. Russland, der Türkei, der syrischen Regierung und dem Iran geht es nun in erster Linie darum, die territoriale Integrität Syriens vollständig wiederherzustellen.
Präsident Trump kündigte an, dass er Truppen in Syrien behalten werde, um die Ölfelder zu schützen. Zuletzt habe ich überprüft, dass der Kongress niemals die US-Streitkräfte dazu autorisiert hat, eingesetzt zu werden, um die wirtschaftlichen Ressourcen Syriens zu sichern. Es ist illegal und verfassungswidrig, US-Streitkräfte in Gefahr zu bringen.
Der US-Nachrichtensender CNN weiß derweil über die US-gesicherten syrischen Ölfelder zu berichten, dass diese auch vom “Assad-Regime begehrt” werden:
Die Ölfelder sind Vermögenswerte, die auch von Russland und dem Assad-Regime begehrt werden, dem nach Jahren des Bürgerkriegs das Bargeld ausgeht. Sowohl Moskau als auch Damaskus hoffen, mit den Öleinnahmen zum Wiederaufbau Westsyriens beizutragen und die Position des Regimes zu festigen.
Wie der Sender zudem berichtet, mutmaßte Trump auch darüber, “dass die USA einen Öldeal für die Kurden” ausarbeiten könnten, um “deren Finanzen aufzubessern”.
Nach Angaben der New York Times soll es sich bei der Ölschutztruppe um 200 Mann einer US-Spezialeinheit handeln, “um den Islamischen Staat zu bekämpfen und das Vorrücken syrischer Regierungstruppen und russischer Kräfte zu den begehrten Ölfeldern der Region zu unterbinden”.
TRUMP auf Syriens Öl: “Wir haben das Öl gesichert und daher wird eine kleine Anzahl von US-Truppen in der Gegend bleiben. Wo sie das Öl haben. Und wir werden es schützen und wir werden entscheiden was wir damit in Zukunft machen werden. “
Quelle(rt/Agenturen
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