NZ

Online Zeitung

Julian Assange:Mehr als 60 Ärzte haben britischen Medienberichten zufolge eine dringende medizinische Behandlung von Wikileaks-Gründer Julian Assange gefordert.

25.11.2019, 09:57 Uhr | dpa

Ärzte warnen  Ohne Behandlung könnte Assange im Gefängnis sterben.

Julian Assange: Die Ermittlungen gegen den Wikileaks-Gründer wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung in Schweden wurden eingestellt. (Quelle: t-online.de)

Zahlreiche Ärzte sind besorgt um den Gesundheitszustand von Wikileaks-Gründer Julian Assange. Sie appellieren in einem Brief an die britische Innenministerin, dass Assange eine Behandlung erhält. Die Ärzte befürchten, dass Assange im Gefängnis sterben könnte.

JULIAN ASSANGE: SO WAREN SEINE LETZTEN SIEBEN JAHRE
April 2019: Julian Assange nach der Verhaftung im Polizeiwagen. Ihm wird von Ecuadors Präsident Moreno vorgeworfen, dass er sich in innere Angelegenheiten eingemischt habe. (Quelle: AP/dpa/Pa/PA Wire)
April 2019: Nach sieben Jahren wird der 47-Jährige in der Botschaft in London doch noch festgenommen. Mit seinem weißen Rauschebart sieht er deutlich älter aus als er ist. Die USA wollen nun eine Auslieferung. (Quelle: imago images/ZUMA Press)
Juni 2012: Julian Assange flüchtet in die ecuadorianische Botschaft in London und beantragt Asyl damit er nicht die USA ausgeliefert wird. (Quelle: imago images/ZUMA Press)
August 2012: Der WikiLeaks-Gründer hält eine Rede auf dem Balkon der Botschaft. Auf der Straße versammeln sich Unterstützer. Kurz davor hat der damalige Außenminister Ricardo Patino angekündigt, dass Ecuador ihm politisches Asyl gibt. (Quelle: imago images/ZUMA Press)

September 2013: Julian Assange nimmt aus der ecuadorianischen Botschaft heraus an einer Videokonferenz teil, die nach Sao Paulo übertragen wird. Es geht um die Privatsphäre im Internet, die ihm zum Verhängnis geworden ist. (Quelle: imago images/Xinhua)
März 2014: Seit zwei Jahren befindet sich der Internet-Aktivist mittlerweile in der Botschaft. Per Skype meldet er sich zu Wort. Seine Haare sind deutlich länger und er trägt einen Bart.  (Quelle: imago images/ZUMA Press)
August 2014: Julian Assange sitzt neben dem ecuadorianischen Außenminister Ricardo Patino in der Botschaft in London. Hier kündigt der WikiLeaks-Gründer an, dass er nach zwei Jahren die Botschaft wieder verlassen möchte. (Quelle: imago images/Xinhua)
November 2014: Beim Filmfestival von Lissabon und Estoril wird er per Videokonferenz zugeschaltet. Dort sagt er den Satz: "Google will in jeden Winkel der Welt eindringen und alles wissen. Google ist der Größte im Spionieren und die Menschen sind dazu bereit dazu beizutragen." (Quelle: imago images/GlobalImagens)

Mehr als 60 Ärzte haben britischen Medienberichten zufolge eine dringende medizinische Behandlung von Wikileaks-Gründer Julian Assange gefordert. Der 48-Jährige, der derzeit in Großbritannien im Gefängnis sitzt, müsse eilig in einem Krankenhaus untersucht und behandelt werden, sonst könne er in Haft sterben, heißt es in einem Brief an die britische Innenministerin Priti Patel, aus dem die Nachrichtenagentur PA und andere Medien am Montag zitierten. Sowohl die körperliche als auch die psychische Verfassung Assanges müsse von Experten überprüft werden, hieß es weiter. Im Gefängnis habe sich sein Gesundheitszustand rapide verschlechtert.

Anzeichen von “psychologischer Folter”

“Sollte die dringende Untersuchung und Behandlung nicht erfolgen, haben wir, auf Grundlage der derzeit verfügbaren Erkenntnisse, die dringende Sorge, dass Herr Assange im Gefängnis sterben könnte”, zitieren britische Medien aus dem Brief, den laut “Guardian” unter anderem Ärzte aus Großbritannien, Australien, Deutschland und Schweden unterzeichnet haben. “Wir dürfen keine Zeit verlieren”, heißt es.

Die Ärzte stützen ihre Bewertung laut “Guardian” auf Augenzeugenberichte über einen Auftritt Assanges im Oktober vor einem Londoner Gericht sowie auf einen Bericht des UN-Sonderberichterstatters für Folter, Nils Melzer. Dieser hatte gesagt, Assange zeige typische Anzeichen von “psychologischer Folter”.

Julian Assange drohen bis zu 175 Jahre Haft

Am 25. Februar beginnt die Verhandlung zu einem Auslieferungsantrag der US-Justiz. Diese wirft Assange vor, der Whistleblowerin Chelsea Manning geholfen zu haben, geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Bei einer Verurteilung in allen 18 Anklagepunkten drohen ihm bis zu 175 Jahre Haft.

Seit April sitzt Assange im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh im Osten Londons, nachdem ihm das Asyl in der ecuadorianischen Botschaft entzogen worden war. Er hatte sich dort jahrelang verschanzt, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen. Dort wurde wegen Vergewaltigung gegen ihn ermittelt. Die schwedische Staatsanwaltschaft hat inzwischen die Ermittlungen eingestellt.

Quellen:Nachrichtenagentur dpa/t.online

Unknown's avatar

Author: Nilzeitung

Danke für ihren Besuch.!!"dieser Seite im Aufbau". Es stimmt, dass es keine Freiheit ohne Pressefreiheit gibt. Wahrer Frieden des Journalismus ist eine der Säulen der Demokratie (Salah El-Nemr) se/nz.

Comments are closed.