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Dresden Zoll: Zoll beschlagnahmt geschützte Eule.

Dresden, 8. März 2021Paketinhalt als Dekoration angemeldet.

Am 2. März 2021 erregte ein Postpaket aus der Ukraine das Interesse der Zöllner bei der Abfertigungsstelle IFS Radefeld (Schkeuditz). Die Sendung sollte zur Einfuhr nach Deutschland zollrechtlich abgefertigt werden. Der Inhalt der Sendung war als “home decor” deklariert. Auf dem Röntgenbild war jedoch eindeutig der Umriss eines Vogels erkennbar.

Bei dem präparierten Vogel handelte es sich um eine Eule. Um die genaue Art bestimmen zu können, erfolgte eine Begutachtung durch Experten des Senckenberg Museums für Tierkunde in Dresden. Diese kamen zu dem Ergebnis, dass es sich um das Exemplar einer Waldohreule (Asio otus) handelt. Diese Eulenart ist nach den einschlägigen Verordnungen streng geschützt.

Die circa 37 Zentimeter große Eule wurde daraufhin vorläufig beschlagnahmt. Der Empfänger hat nun die Möglichkeit, innerhalb eines Monats die erforderlichen CITES-Einfuhrgenehmigungen nachzureichen. Andernfalls bleibt der Vogel beschlagnahmt und den Empfänger erwartet ein Strafverfahren.

wichtigen Hinweis

  • Zusatzinformation, Um der Gefährdung oder Bedrohung wirksam begegnen zu können, wurde 1973 das "Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen" - kurz das "Washingtoner Artenschutzübereinkommen" (WA) - abgeschlossen. Dieses Abkommen ist international als CITES-Abkommen bekannt. In Deutschland ist CITES seit 1976 gültig.

Quelle/zoll.de