by:SE/NZ 28.09.2017 lebensmittel Warnung
KONSTANZ/FRIEDRICHSHAFEN..Mit vergifteten Lebensmitteln will ein Unbekannter Millionenbeträge von deutschen Supermarkt-Ketten erpressen. Vergiftete Nahrungsmittel, darunter Babynahrung, seien bisher nur in Friedrichshafen am Bodensee gefunden worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Betroffen waren demnach fünf Gläschen. Die Ermittler gehen zwar davon aus, alle vergifteten Gläser entdeckt zu haben. Es sei jedoch falsch, sich nur auf Babynahrung zu konzentrieren.
Am Donnerstagnachmittag gab der Warndienst “Nina” auch eine Warnung vor vergifteten Nahrungsmitteln für den Stadtkreis Mannheim, Heidelberg und den Rhein-Neckar-Kreis heraus. Auch hier wird offenbar nach dem mutmaßlichen Erpresser gefahndet. Die Angaben des Warndienstes beziehen sich auf das Lagezentrum der Landesregierung Baden-Württemberg. Die Warnung wurde am Nachmittag auch auf die Stadt Ludwigshafen, den Landkreis Bad Dürkheim und den Rhein-Pfalz-Kreis erweitert. Diese Warnungen wurden herausgegeben vom Lagezentrum des Innenministeriums Rheinland-Pfalz.
Wie ein Sprecher der Polizei Konstanz auf Anfrage mitteilte, wurde die Warnung in ganz Baden-Württemberg und darüber hinaus verschickt. “Wir wissen nicht, was der Erpresser vorhat”, sagte Sprecher Thomas Kalmbach. Somit könne nicht ausgeschlossen werden, dass auch in anderen Städten oder sogar Ländern vergiftete Lebensmittel auftauchen können. Die Warnung sei herausgegeben worden, um die Menschen für aufgebrochene oder beschädigte Gefäße in Supermärkten zu sensibilisieren. Ebenfalls könne nicht ausgeschlossen werden, dass ein Netzwerk von mehreren Erpressern hinter der Vergiftung von Lebensmitteln stehe.




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