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Hunger und Klimawandel, Eine Welt ohne Hunger noch nicht möglich.

Neuer WFP-Report zu Hunger und Klimawandel

Veröffentlicht am 15 November 2017

BERLIN/BONN  Im Rahmen der 23. UN-Klimakonferenz in Bonn stellt das UN World Food Programme (WFP) heute eine Studie vor, die belegt, dass das Risiko an Hunger zu leiden in vielen Regionen der Welt eng mit den Folgen des Klimawandels einhergeht.

Das Risiko an Hunger zu leiden kann bis 2050 allein durch den Klimawandel um bis zu 20 Prozent ansteigen, wenn nicht unmittelbar Schutz- und Präventionsmaßnahmen auf den Weg gebracht werden, um betroffene Menschen in Entwicklungsländern besser vor extremen Wetterereignissen wie Dürre oder Überschwemmung zu schützen.

Was bedeuten Klimaveränderungen für die Menschen, die heute schon hungern oder unterernährt sind?

Der Klimawandel schreitet unaufhaltsam voran, die Auswirkungen sind nicht zu übersehen. Steigt dadurch aber auch die Zahl der Hungernden auf der Welt? Und wie wirkt sich der Klimawandels auf die Ernährungslage und -sicherheit für die Menschen in Entwicklungsländern aus?

Die Folgen des Klimawandels sind bereits heute zu spüren, vor allem in Entwicklungsländern. Verändern sich Niederschlagsmengen und -zeiten, Temperatur und CO2-Konzentrationen in Luft, Boden und Wasser, wirkt sich dies direkt auf die landwirtschaftliche Produktivität und die Qualität der Erzeugnisse aus. Hinzu kommt, dass durch den Klimawandel Extremwettereignisse wie Stürme und Überschwemmungen in Anzahl und Stärke zunehmen werden. Sie haben fatale Auswirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion. Ein Großteil der Weltbevölkerung fürchtet um ihre Existenzgrundlage, die Landwirtschaft. Von ihr sind 80 Prozent der Menschen in Entwicklungsländern abhängig.

Bildergebnis für Hunger und Klimawandel

Katastrophen: Führt Klimawandel zu Hunger?

In zahlreichen Regionen nimmt das Risiko für Ernteausfälle durch Stürme, Hurrikans, Taifune, Überschwemmungen oder Dürreperioden infolge des Klimawandels zu. In Küstenregionen versalzen der steigende Meeresspiegel oder Sturmfluten Äcker und Süßwasserquellen.

„Der Klimawandel wirkt sich unverhältnismäßig stark auf jene Menschen aus, die schon jetzt am meisten unter Armut und Hunger leiden”, sagt Gernot Laganda, Leiter der Abteilung für Klimarisiken und Katastrophenprävention des WFP. „Da Stürme, Dürren und Überschwemmungen jetzt häufiger auftreten und immer mehr Schaden verursachen, müssen sich humanitäre Organisationen stärker an Risikoanalysen orientieren und zunehmend mehr Praeventionsansätze in ihre Programme einbauen“, so Laganda weiter.

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„Solange vielen Ländern die analytischen und finanziellen Mittel fehlen, um ein fortschrittliches und zukunftsorientiertes Risikomanagement zu betreiben, wird das globale Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen – eine Welt ohne Hunger bis 2030 – nicht zu erreichen sein.“

Der Bericht bietet einen methodischen Überblick über die Auswirkungen des Klimawandels auf Ernährungssicherung im globalen und regionalen Kontext. Länderspezifische Untersuchungen konzentrieren sich auf 15 Staaten, die besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen sind: Afghanistan, Äthiopien, Kambodscha, Kirgistan, Laos, Mali, Nepal, Philippinen, Senegal, Sudan, Südsudan, Sri Lanka, Tadschikistan, Timor Leste und Uganda. Die Studie basiert auf Analysen der Klimaanpassungs- und Innovations-Initiative C-ADAPT, die 2013 startete und von der Regierung Schwedens finanziert wurde.quelle/who/UN wfp

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Author: Nilzeitung

Danke für ihren Besuch.!!"dieser Seite im Aufbau". Es stimmt, dass es keine Freiheit ohne Pressefreiheit gibt. Wahrer Frieden des Journalismus ist eine der Säulen der Demokratie (Salah El-Nemr) se/nz.

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