Proteste im Iran: Insgesamt bereits zwölf Tote

Präsident Rouhani räumt “Mängel” ein.
Nach Angaben des Staatsfernsehens griffen in mehreren Städten angeblich bewaffnete Demonstranten staatliche Einrichtungen an. Angriffe auf Polizeiwachen sowie Militärkasernen seien jedoch von Polizei und Sicherheitskräften vereitelt worden, berichtete das Staatsfernsehen, ohne genaue Details anzugeben.

In der westiranischen Stadt Tuyserkan starben demnach sechs Menschen durch Schüsse. Menschen “mit Masken haben an den Unruhen teilgenommen und öffentliche Gebäude angegriffen und in Brand gesetzt”, hieß es. Es habe “verdächtige Schüsse” gegeben.
In der Kleinstadt Iseh im Südwesten des Landes wurden zwei weitere Menschen erschossen, wie der Lokalpolitiker Hedayatollah Khademi zuvor der Nachrichtenagentur ILNA gesagt hatte, die den reformorientierten Kräften nahesteht. Er wisse nicht, ob Polizisten oder Demonstranten die Schüsse abgefeuert hätten.
Krisensitzung in Teheran
In der westlichen Stadt Dorud starben ein Jugendlicher und ein Mann, die von einem von Demonstranten gestohlenen Feuerwehrwagen überrollt wurden. In Dorud waren bereits am Samstagabend zwei Menschen bei Zusammenstößen am Rande von Protesten getötet worden.
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