
Dies ist das zweite Mal, dass Garcia sich wegen Korruptionsvorwürfen in einem anderen Land flüchten wollte [AFP]
“Der ehemalige Präsident hat Asyl beantragt … in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Übereinkommens über diplomatisches Asyl von 1954, an dem Peru und Uruguay beteiligt sind”, sagte das peruanische Außenministerium in einer Erklärung am Sonntag.
Es teilte mit, es sei vom Botschafter Uruguays in Lima informiert worden, dass Garcia seinen Wohnsitz betreten habe, um Schutz zu suchen.
Spät am Samstagabend erteilte ein Richter der Bitte der Staatsanwaltschaft, Garcia zu untersagen, Peru für 18 Monate zu verlassen.
Garcia sagt, er sei Opfer politischer Verfolgung, eine Anklage, die Präsident Martin Vizcarra abgelehnt hat.View image on Twitter
La @CancilleriaPeru hace de conocimiento de la opinión pública que el Embajador de la República Oriental del Uruguay le comunicó esta mañana que el ex presidente del Perú @AlanGarciaPeru ingresó en horas de la noche de ayer a su residencia.
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Der 69-Jährige, der zweimal Präsident von Peru war, wird wegen angeblicher Bestechungsgelder, die angeblich vom brasilianischen Bauriesen Odebrecht bezahlt wurden, ermittelt, um sich während seiner zweiten Amtszeit von 2006 bis 2011 Verträge zu sichern.
Odebrecht hat zugegeben, Bestechungsgelder in Höhe von fast 800 Millionen US-Dollar an Regierungen in ganz Lateinamerika gezahlt zu haben, einschließlich 29 Millionen US-Dollar für den Abschluss von Verträgen in Peru in drei Verwaltungen.
Der so genannte Car Wash-Skandal führte dazu, dass zahlreiche lateinamerikanische Politiker, vor allem in Brasilien und Peru, inhaftiert wurden.
Pedro Pablo Kucyznski, ein anderer ehemaliger peruanischer Präsident, musste im März zurücktreten, weil er seine frühere Tätigkeit als Berater von Odebrecht versteckt hatte.
Zwei andere ehemalige Präsidenten, Ollanta Humala und Alejandro Toledo, werden ebenfalls wegen angeblicher illegaler Zahlungen untersucht.
Dies ist das zweite Mal, dass Garcia sich wegen Korruptionsvorwürfen in ein anderes Land flüchten wollte.
Nach dem Ende seiner ersten Regierung im Jahr 1990 verbrachte er neun Jahre im Exil Kolumbien und dann in Frankreich, nachdem sein Nachfolger Alberto Fujimori eine Korruptionsuntersuchung.
quelle: die Inzell und andre Agenturen
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