Frankreich gibt 26 Kunstwerke an Benin zurück
25. November 2018

Der senegalesische Ökonom Felwine Sarr und die französische Kunsthistorikerin Benedicte Savoy haben einen Leitfaden für den Umgang mit kolonialen Objekten erarbeitet. (AFP / ALAIN JOCARD )dlf
Frankreich gibt 26 Kunstwerke an den westafrikanischen Staat Benin zurück.
Den Entschluss traf Präsident Macron, nachdem ihm der Kolonialismus-Bericht der beiden Experten Bénédicte Savoy und Felwine Sarr vorgelegt wurde. Die Rückgabe solle unverzüglich erfolgen, teilte der Elysée-Palast mit. Bei den Werken handelt es sich um Artefakte, die die französische Armee im Zuge der Eroberung des Landes nach Frankreich gebracht hatte. Benin fordert schon seit langem die Rückgabe.
Den Leitfaden für den Umgang mit kolonialen Objekten hatte Macron im März bei der französischen Kunsthistorikern Savoy und dem senegalesischen Ökonomen Sarr in Auftrag gegeben. Sie empfehlen, alle aus der Kolonialzeit stammenden Kunstwerke an die afrikanischen Herkunftsländer zurückzugeben.

Schätzungen zufolge sollen sich rund 70.000 Artefakte aus dem Afrika südlich der Sahara in den Sammlungen des Pariser Musée Quai Branly befinden und mehr als 17.000 in rund 100 weiteren Museen
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