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RAMADAN: Ramadan er ist Wieder-da-NZ wünscht allen Musliminnen und Muslimen einen gesegneten Heiligen Monat Ramadan.

Grußbotschaft zum muslimischen Fastenmonat Ramadan 2019-2022

„In einer offenen Gesellschaft darf kein Mensch Angst verspüren, wenn er ein Gebetshaus betritt“

Anlässlich des jetzt beginnenden muslimischen Ramadan hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, heute (5. Mai 2019) in einer Grußbotschaft an die Muslime in Deutschland Segenswünsche übermittelt. In seiner Botschaft schreibt Kardinal Marx: „Gott, der Schöpfer und Erhalter dieser Welt, möge Sie durch die Fastenzeit begleiten und Ihre Gebete erhören!“

Glückwünsche auch von DBK Kardinal Reinhard Marx

Das Fasten, so sei es auch in der Tradition des Christentums, könne helfen, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden und neuen Freiraum für die Begegnung mit Gott zu gewinnen. „Die Öffnung des Gläubigen für Gott erneuert auch den Blick auf seine Schöpfung. Wir tragen Verantwortung für die Natur, für unsere Umwelt und für unsere Mitmenschen. Den Willen Gottes zu befolgen bedeutet auch, dieser Verantwortung gerecht zu werden“, so Kardinal Marx.

Er sorge sich zutiefst, dass in jüngster Zeit wiederholt Angriffe auf Gebetshäuser – Moscheen, Synagogen und Kirchen – verübt und dabei gezielt Betende ins Visier genommen worden seien. „Die Angreifer sind von zynischem Kalkül getrieben: Sie wollen möglichst viel Leid verursachen und Schaden anrichten. Solche Verbrechen sind schändlich und dürfen in keiner Weise verharmlost werden.

Die Täter müssen ermittelt, vor Gericht gestellt und bei Nachweis der Schuld streng bestraft werden“, schreibt Kardinal Marx. „In einer offenen Gesellschaft darf kein Mensch Angst verspüren, wenn er ein Gebetshaus betritt. Es ist die Aufgabe der verantwortlichen Behörden, für Sicherheit zu sorgen. Zugleich ist es Pflicht der gesamten Gesellschaft, Hass und Hetze zurückzuweisen und sich für ein friedliches und vertrauensvolles Miteinander einzusetzen.“ Das gelte besonders für die Vertreter der Religionen, „denn ohne Frieden zwischen den Religionen und Kulturen gibt es keinen Frieden in unserer Gesellschaft“.

Kardinal Marx forderte dazu auf, gemeinsam daran zu arbeiten, wie sich das Verständnis von gleichen staatsbürgerlichen Rechten durchsetzt. „Den Wert des Respektes müssen wir besonders den Jugendlichen vermitteln. Denn sie werden in der von uns geschaffenen pluralen Gesellschaft noch lange miteinander arbeiten und leben.“ 

Grußbotschaft des ZMD zum bevorstehenden Ramadan 2019

Der Fastenmonat Ramadan beginnt am Montag den 06. Mai 2019, und endet am Montag den 03. Juni 2019 (letzter Fastentag). Somit ist der erste Tag des Festes des Fastenbrechens (Eid ul-Fitr) am Dienstag den 04. Juni 2019.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) wünscht allen Musliminnen und Muslimen einen gesegneten Heiligen Monat Ramadan.

ZMD-Vorstandsvorsitzender Aiman Mazyek sagte dazu heute in Berlin: “Liebe Geschwister im Islam, ich wünsche Euch von ganzem Herzen einen gesegneten Verlauf des Ramadans und anschließend ein frohes und besinnliches Fest. Ich hoffe wir können diese wichtigen Wochen des Jahres in Besinnlichkeit und Frieden miteinander begehen und Zeit finden, in der wir einen großen Schritt in Brüderlichkeit aufeinander zu gehen. Die Ereignisse der letzten Wochen haben eines gezeigt: Es darf keinen Platz für Hass, Ausgrenzung und Rassismus in unserer Gesellschaft geben. Nutzen wir also den Ramadan verstärkt für Gottesdienste und setzen uns für den Frieden und den Zusammenhalt in unserem Land ein. Möge Allah (t) unser Fasten, unsere Gebete und Bittgebete während des diesjährigen Ramadan annehmen, unser Land und alle seine Bürgerinnen und Bürger schützen. Frieden auf Euch und Allahs Barmherzigkeit und Segen.”

Seit 2008 begehen in Deutschland alle großen islamischen Gemeinschaften den Ramadan und das Ramadanfest zum selben Zeitpunkt. Hierbei folgten die im Koordinationsrat der Muslime in Deutschland KRM vertretenen Religionsgemeinschaften der von der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) bereits im Jahre 1978 erarbeiteten Grundlage, dass der neue Monat nach der Geburt des Neumonds mit der berechneten möglichen frühesten Sichtung an jedem Ort der Welt beginnt.

Die unterschiedlichen wissenschaftlichen Berechnungsmethoden der Gemeinschaften wurden zugunsten der Einheit der Muslime in Deutschland zurückgestellt bzw. harmonisiert. Mazyek erklärte abschließend: „Die einheitlichen Zeiten führen zur Erleichterung und auch zur besseren Integration gerade in den Bereichen für Schülerinnen und Schüler in den Schulen oder für Bedienstete im Öffentlichen Dienst“.

Archiv aus dem Jahre 2013 !!

RAMADAN Religionsgemeinschaften gratulieren Muslimen zu Beginn des Fastenmonats

Die beiden großen Kirchen in Deutschland und der Zentralrat der Juden in Deutschland haben sich mit Grußworten an die Muslime in Deutschland gewandt und zum Beginn des Fastenmonats Ramadan gratuliert.17072013

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch und Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden gratulierten in getrennten Grußbotschaften den Muslimen in Deutschland zum Beginn des Fastenmonats Ramadan.

„Der Ramadan ist eine festliche Zeit, in der die Familien zusammenkommen. Zugleich ist es eine Zeit der Einkehr und Reflexion. Für diese besinnliche Zeit wünschen wir von Herzen alles Gute!“ erklärte Dieter Graumann stellvertretend für den gesamten Zentralrat der Juden in Deutschland. Graumann forderte in seinem Grußwort ein stärkeres Werben für mehr Verständnis zwischen Juden und Muslimen. Er sagte: „Gerade in der Debatte um die Beschneidung im vergangenen Jahr haben wir doch gesehen, wie viel uns miteinander verbindet. Künftig sollten wir versuchen, nicht nur in Zeiten, in denen wir gemeinsam bedrängt werden, sondern auch im Alltag noch mehr aufeinander zuzugehen und mehr Nähe und Vertrauen wachsen zu lassen.“

Erzbischof Zollitsch betont Gemeinsamkeiten

Einen anderen Einstieg wählte Erzbischof Robert Zollitsch bei seinem Grußwort an die Muslime in Deutschland. Er erklärte: „Liebe muslimische Schwestern und Brüder, in diesen Tagen beginnen Sie das Fasten im Monat Ramadan. Damit dienen sie Gott in besonderer Weise. Möge Gott Sie und Ihre Familien in dieser Zeit begleiten, Ihr Gebet annehmen und allen Gläubigen inneren und äußeren Frieden schenken!“

In seinem Grußwort machte der Erzbischof auf die gemeinsamen Werte und gemeinsamen Ansichten zum Thema Fasten aufmerksam und mahnte: „Wir sind ständig aufs Neue aufgefordert, unseren Blick auf die Schwachen und Bedürftigen in unserer Gesellschaft zu richten. Religiöse Rituale sind dabei für den Menschen immer wieder besondere Anlässe, das Gewissen zu schärfen und Achtsamkeit zu üben.“ In diesem Sinne wünschte der Erzbischof allen Muslimen in seinem Namen und im Namen der katholischen Kirchen in Deutschland „Gottes Segen für die Fastenzeit und am Ende des Fastenmonats ein frohes Fest!“

EKD fordert mehr Einsatz für Religionsfreiheit

Der EKD-Ratsvorsitzende Präses Nikolaus Schneider warb in seiner Grußbotschaft für einen stärkeren Einsatz für Religionsfreiheit. „Unser aller Aufgabe besteht darin, dabei mitzuhelfen, dass diese staatlich garantierte Religionsfreiheit auch im täglichen Zusammenleben immer wieder neu Gestalt annimmt und auch im Fühlen, Denken und Handeln der Menschen ihren Platz findet“, erklärte Schneider und dankte ausdrücklich all jenen, „die in diesen Tagen die Türen ihrer Moscheen, Häuser und Gemeinden auch für Menschen öffnen, die einer anderen Religion angehören.“

Daneben richteten sich zahlreiche Religionsgemeinschaften auf Landesebene mit Grußworten an die Muslime in Deutschland. Neben Glückwünschen und Grußworten wurde vor allem ein stärkeres Miteinander und ein stärkeres Engagement im interreligiösen Dialog angeregt.

Quelle/islamiq.de/Medienagenturen

Author: Nilzeitung

Danke für ihren Besuch.!!"dieser Seite im Aufbau". Es stimmt, dass es keine Freiheit ohne Pressefreiheit gibt. Wahrer Frieden des Journalismus ist eine der Säulen der Demokratie (Salah El-Nemr) se/nz.

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