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Deutschland bereitet härtere Sperrungen vor, um die zweite Welle abzuwehren.

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Employees are seen outside the main Toennies meat factory that had to be shut down because of the Covid-19 outbreak among its employees, in Rheda-Wiedenbrueck, Germany June 20, 2020. — Reuters pic

Mitarbeiter sind außerhalb der Hauptfleischfabrik Toennies zu sehen, die wegen des Covid-19-Ausbruchs unter ihren Mitarbeitern am 20. Juni 2020 in Rheda-Wiedenbrueck geschlossen werden musste. — Reuters pic

Deutschland bereitet härtere Sperrungen vor, um die zweite Welle abzuwehren.

FRANKFURT AM MAIN,- Bund und Länder haben sich heute auf strengere, gezieltere Absperrmaßnahmen zur Eindämmung lokaler Ausbrüche und zur Abwehr der Gefahr einer zweiten Coronaviruswelle geeinigt.

Die neuen Vorschriften sehen ein Reiseverbot “in und aus den betroffenen Gebieten” vor, um die Ausbreitung des Virus zu begrenzen, gemäß einer Vereinbarung, die von Bund und Kommunen angenommen wurde.

Es kommt, da Länder auf der ganzen Welt als Reaktion auf einen Anstieg der Neuinfektionen das öffentliche Leben wieder einschränken.

Deutschland, das weniger von der Pandemie betroffen ist als viele seiner Nachbarn, will auf neue Cluster mit hyperlokalen Sperrungen und schnellen Kontaktverfolgungen und Tests reagieren, anstatt auf pauschale Sperrungen ganzer Städte oder Kreise.

Die Notwendigkeit klarer Regeln wurde im vergangenen Monat deutlich, als ein Ausbruch der Covid-19 in einem Schlachthof im westen Nordrhein-Westfalens zu den ersten erneuten Sperrungen in Deutschland führte, die zwei benachbarte Bezirke umfassten.

Ein Amtsgericht entschied jedoch später, dass die Sperrung zu weit gefasst war, und Einheimische aus den Bezirken, die anderswo in Deutschland Urlaub machen, beschwerten sich darüber, dass sie von ihrer Unterkunft abgewiesen wurden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich am Dienstag für Reiseverbote in und aus Coronavirus-Hotspots ausgesprochen.

Sie sagte, es sei “besser für die Bürger”, Sicherheit zu haben, anstatt bei der Ankunft den Zugang zu einem Hotel zu verweigern.

Aufruf in die Armee

In dem heute vereinbarten Text heißt es, dass ein Reiseverbot verhängt werden sollte, “wenn die Zahlen weiter steigen und es keine Gewissheit gibt, dass die Infektionskette in dem betroffenen Gebiet durchbrochen wurde”.

Wer eine lokale Sperrung für einen anderen Staat verlassen wolle, müsse einen negativen Coronavirus-Test nachweisen können, der weniger als 48 Stunden alt sei, hieß es in der Vereinbarung.

Merkels Stabschef Helge Braun sagte dem ZDF, Ziel sei es, das Virus mit “schnelleren, kleineren und präziseren” Bordsteinen zu bekämpfen, anstatt mit den größeren Sperrungen, die solche wirtschaftlichen Verwüstungen verursacht haben.

Er sagte, dass das Militär sogar hinzugezogen werden könnte, um sicherzustellen, dass die Einheimischen in einem betroffenen Gebiet so schnell wie möglich getestet werden.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) begrüßte die Vereinbarung, Geschäftsführer Gerd Landsberg nannte die Ortssperrungen “den richtigen Weg nach vorn”.

“Das bedeutet auch, dass Sperrungen nicht über Monate oder Wochen gezogen werden, sondern im Idealfall nur wenige Tage dauern”, sagte er der Funke-Mediengruppe.

Die neuen Regeln kommen auch, da Deutschland die Rückkehr von Urlaubern aus dem Ausland in diesem Sommer mit Sorge verfolgt, weil sie befürchten, dass sie das Virus zurückbringen könnten.

Videoaufnahmen von deutschen Touristen, die auf dem spanischen Mallorca feiern – ohne Gesichtsmasken oder das Halten der empfohlenen 1,5 Meter abstand – haben besonders Alarm geschlagen.

“Rücksichtsloses Verhalten”

Außenminister Heiko Maas warnte die Deutschen davor, die Fortschritte bei der Bekämpfung des Virus rückgängig zu machen.

“Ein solches Verhalten ist nicht nur gefährlich, sondern auch unüberlegt gegenüber all jenen, die ihren Urlaub sicher genießen möchten”, sagte er der Funke-Gruppe.

“Wir haben es gerade erst geschafft, die Grenzen in Europa wieder zu öffnen. Wir dürfen dies nicht mit rücksichtslosem Verhalten gefährden.”

Der Schlachthof Toennies, der die Ursache des lokalen Ausbruchs in Nordrhein-Westfalen war, wurde am Donnerstag nach vier Wochen wiedereröffnet, was zu einem Protest von Greenpeace-Aktivisten gegen die Massenfleischproduktion führte.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts für Seuchenbekämpfung wurden in Deutschland bisher etwas mehr als 200.000 Coronavirus-Fälle registriert und 9.078 Todesfälle.

Das Land hat frühe, weit verbreitete Tests und sein erstklassiges Gesundheitssystem dafür zugeschrieben, dass die Todesrate relativ niedrig gehalten wurde.

Die Deutschen haben sich auch generell an die Regeln zur sozialen Entsagung und zum Tragen von Gesichtsmasken gehalten.

Mehr als 15 Millionen Menschen haben auch die deutsche Coronavirus-Warn-App heruntergeladen, um Menschen zu warnen, die sich in unmittelbarer Nähe zu einer infizierten Person befinden.

Quelle/Medienagenturen. AFP

Author: Nilzeitung

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