Bamf Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Politik’,Flüchtling, archynety
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) will die Regelungen für Asylsuchende ändern. Die Behörde wolle den Schutzstatus der Flüchtlinge alle fünf Jahre überprüfen, sagte ein Bamf-Sprecher.
Wer als Flüchtling in Deutschland Asyl beantragt hat, wird anerkannt, dessen Situation mindestens drei Jahre später revidiert wird. Das ist das Gesetz. Es wird geprüft, ob sich die Bedingungen für den Aufenthaltsstatus nun geändert haben, zum Beispiel wenn eine Kriegsregion wieder befriedet wurde. Bis Ende 2019 sollte die Bamf eine halbe Million dieser sogenannten Rücknahmeverfahren bearbeiten. Angesichts der großen Zahl der für den Inspektionszeitraum Verantwortlichen wird eine Verlängerung auf fünf Jahre vorgeschlagen.
Der Chef von Bamf, Hans-Eckhard Sommer, hatte letzte Woche im Innenausschuß des Deutschen Bundestages über das Konzert gesprochen, berichtet Spiegel .
Eine Sprecherin des Bundesministeriums für Inneres sagte, man
prüfe den Vorschlag, könne ihn aber noch nicht beurteilen.
“Die Verlängerung des Fünfjahreszeitraums deutet darauf hin, dass sich die Situation im Herkunftsland nach drei Jahren in der Regel nicht geändert hat”, so der Sprecher der Flüchtlingsagentur. Die Verlängerung der Frist ist nur einer von vielen Vorschlägen.
Schriftliche Entscheidungen werden überprüft
Schutzsuchende, die während der Flüchtlingskrise nicht gehört wurden, deren Asylantrag jedoch nur schriftlich entschieden wurde, müssen als vorrangig eingestuft werden, sagte der Bamf-Sprecher. Zunächst müssen 80.000 bis 100.000 Fälle aus den Jahren 2015 und 2016 vorgezogen werden. Dies betrifft insbesondere Entscheidungen im schriftlichen Verfahren mit Personen aus Syrien, dem Irak und Eritrea sowie Bewerbern aus diesen Ländern und aus Afghanistan, die keine Ausweispapiere eingereicht haben.
Die Linke hat gegen eine erneute Untersuchung gesagt. “Abhebungen ohne konkreten Grund, sei es nach drei oder fünf Jahren, sind bürokratisch, sehr komplex und führen meist zu nichts – abgesehen von der Unsicherheit der Flüchtlinge und Überlastung der Asylbehörde”, sagte Innenexpertin Ulla Jelpke. Von den fast 12.000 vorgezogenen Abhebungen, die bis Ende Juli abgeschlossen waren, wurden auf Antrag der Linkspartei nur 1,2 Prozent von der Bundesregierung revidiert.
Bei Bamf waren nach den letzten Informationen vom Juli fast 170 Vollzeitbeschäftigte für die Sperrschecks verantwortlich. Die Zahl der Experten, die die Echtheit von Dokumenten prüfen, dürfte jedoch wesentlich geringer ausfallen: Innenminister Horst Seehofer (CSU) sagte, bei seinem Antrittsbesuch im Bamf im Frühjahr seien nur fünf Experten zur Überprüfung der Echtheit von Dokumenten zur Verfügung gestanden. Überprüfen. Er hatte sich für eine Erhöhung eingesetzt.
,
You must be logged in to post a comment.