RECHERCHE ERGIBT HINWEISE AUF WETTBETRUG BEI CHAMPIONS LEAGUE PARTIE
Köln/Paris – Wurde das Champions League Spiel zwischen Paris St. Germain und Roter Stern Belgrad (6:1) manipuliert? Laut einem Bericht der ARD Sportschau liegen neue Indizien zu diesem Fall vor. Ein Pariser Staatsanwalt bestätigte laufende Ermittlungen.

Die Partie am 3. Oktober war eine klare Angelegenheit gewesen. Bereits zur Halbzeit führten die Pariser mit 4:0, nach 90 Minuten stand es dann 6:1.
Aber ging dabei alles mit rechten Dingen zu? Offenbar gab es bereits vor Spielbeginn einen Hinweis auf eine mögliche Manipulation, wie Recherchen von ARD/WDR belegen. Demnach beabsichtigte ein Funktionär von Roter Stern Belgrad eine Millionensumme auf eine hohe Niederlage seines Teams zu setzen.
Ein neues Dokument liefert nun weitere Indizien auf einen möglichen Wettbetrug. Der Wettquotenverlauf zeigt Auffälligkeiten in Bezug auf die Wettmöglichkeit “fünf oder mehr Tore”. Während dessen Kursverlauf zunächst unauffällig gewesen sei, gab es zwei Stunden vor Spielbeginn eine signifikante Veränderung. Zu diesem Zeitpunkt ist also ein hohes Wettaufkommen belegt.

Dies sei laut Experten noch kein Beweis für eine Manipulation. Der Verein Roter Stern Belgrad hat die Vorwürfe bisher zurückgewiesen. Die Pariser Finanzstaatsanwaltschaft hat laufende Ermittlungen gegenüber der ARD bestätigt, wollte sich zu Details jedoch nicht äußern.
ARD-Bericht zum Thema Fußball-Kriminalität
Die ARD zeigt den kompletten Bericht im Rahmen der Sendung “Akte Wettmafia – Deutschland und die organisierte Fußball-Kriminalität” am Mittwochabend (19. Dezember, 23.45-00.15 Uhr).
Fotos: Bild-Montage 123RF/dpa, DPA
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