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Gewalt-Eskalation; Leipzig Zweite Krawall Nacht in Folge.

Polizei (Foto: dpa/Rolf Vennenbernd)

Zweite Krawallnacht in Folge//05.09.202014:30

Gewalt-Eskalation in Leipzig: Vermummte werfen Steine – Polizisten „Freiwild für Linksextreme”?

Ausschreitungen in Leipzig: Demonstrierende blockieren eine Straße und Trambahnschienen im Stadtteil Connewitz.

Ausschreitungen in Leipzig: Demonstrierende blockieren eine Straße im Stadtteil Connewitz.© Jan Woitas/dpa

“”””In der sächsischen Metropole Leipzig ist es am Donnerstag und Freitag zu Ausschreitungen gekommen.,,,,, Vermummte warfen Steine und entzündeten Barrikaden auf den Straßen.,,,CDU-Politiker fordern nun erneut Konsequenzen. Doch die Krawalle in Leipzig könnten noch eine Fortsetzung finden.”””

Leipzig hat zwei Nächte in Folge Ausschreitungen erlebt. Steine flogen in Richtung Polizei, Feuer wurde gelegt. Weitere Gewalt könnte am Samstag folgen.

Leipzig -In Leipzig hat es die zweite Nacht in Folge Ausschreitungen gegeben. In der sächsischen Großstadt ist am Freitagabend (4. September) eine Spontandemo im linksalternativ geprägten Stadtteil Connewitz eskaliert. Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) verurteilte die Krawalle „aufs Schärfste“.

Auch eine erneute politische Debatte bahnt sich an. CDU-Fraktionsvize Thorsten Frei forderte erneut ein höheres Strafmaß für Angriffe auf Widerstand gegen Polizisten. „Es kann nicht sein, dass unsere Polizisten für Linksextremisten Freiwild sind”, betonte er am Samstag in einer Reaktion auf die Vorfälle. Die Gesellschaft müsse sich schützend vor die Sicherheitskräfte stellen.

Auch Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) kündigte an, sich für schärfere Strafen einzusetzen. Insbesondere „gezielte Angriffe auf Polizeibeamte“ hätten ein „unerträgliches Ausmaß erreicht“, betonte er. Aus Leipzig gab es aber auch anderslautende Meinungen.

Leipzig: Demonstration im Stadt Connewitz läuft aus dem Ruder – „massiver Steinbewurf“ auf Polizei

Vermummte hatten am Freitag laut Polizei Pflaster- und Ziegelsteine auf einen Polizeiposten und eintreffende Einsatzkräfte, Mülltonnen wurden angezündet und brennende Barrikaden auf die Schienen der Straßenbahn gelegt. „Es gab einen massiven Steinbewurf auf unsere Einsatzkräfte und Fahrzeuge“, berichtete Polizeisprecherin Dorothea Benndorf.

Die dpa berichtete von rund 100 Demo-Teilnehmer, die Leipziger Volkszeitung von „200 bis 300″. Ersten Erkenntnissen nach wurden acht Beamte leicht verletzt. Sechs Polizeifahrzeuge wurden beschädigt. Festnahmen gab es zunächst keine. Die Polizei setzte Tränengas ein.

Leipzig: Streit um Hausbetzungen und Wohnraum – Linke und Grüne geraten auf Twitter in Streit

Hintergrund der nicht angemeldeten Demo waren Hausbesetzungen. In der Woche war eine Besetzung eines leerstehenden Hauses im Leipziger Osten durch die Polizei beendet worden. Am Freitagnachmittag meldeten Aktivisten über Twitter eine weitere Besetzung in Connewitz. Auch dort war die Polizei am Nachmittag im Einsatz. Bereits am Donnerstag hatte es eine Demo gegeben, aus der heraus Polizisten attackiert wurden.

Die Debatte um bezahlbaren Wohnraum habe mit den Besetzungen und gewalttätigen Auseinandersetzungen einen schweren
Rückschlag erlitten, erklärte Leipzigs Bürgermeister Jung am Samstag. „Man schafft keinen Wohnraum, indem man Polizisten angreift und Barrikaden anzündet.“ Die wichtige Wohnraumdebatte werde nun deutlich schwerer, denn jetzt müsse erst verloren gegangenes Vertrauen zurückgewonnen werden.

Auf Twitter gerieten Leipziger Stadträte über die Vorfälle in Streit. Die Linke-Politikerin Jule Nagel verteidigte die Hausbesetzungen als „soziale Praxis“, über die sie sich „freue“ – allerdings noch vor den zweiten Krawallen. Grüne-Stadträtin und Bundestagsabgeordnete Monika Lazar betonte hingegen, Gewalt sei keine Lösung. „Wo soll denn die berechtigte Wut über fehlende grundsätzliche Änderungen hin?”, erwiderte Nagel.

Eskalation in Leipzig: Hubschrauber im Einsatz – Polizeiautos fahren aufeinander auf

Bei der Demo flogen Böller und Raketen, dann setzte sich der Aufzug in schnellem Schritt in Richtung einer Polizeistation in Bewegung. Dabei wurden Anti-Polizei-Parolen gerufen. Gegen die Scheiben des Polizeipostens flogen Steine.

Die Polizei verstärkte daraufhin die Zahl ihrer Einsatzkräfte. Die Beamten wurden in mehreren Straßen mit Steinen und Flaschen beworfen. Zwei Polizeiwagen fuhren aufeinander auf, was von den Steinewerfern mit höhnischem Gejohle quittiert wurde. Der heftige Gewaltausbruch dauerte etwa eine Dreiviertelstunde. Danach beruhigte sich die Lage. Die Polizei setzte auch einen Hubschrauber ein.

Polizei (Foto: dpa/Rolf Vennenbernd)

Leipzig: Nach Gewaltausbruch folgt wohl weitere Demo am Samstag

Die Feuerwehr musste mehrere kleinere Brände löschen. Anwohner halfen zum Teil dabei, die Barrikaden aus Verkehrsschildern und brennenden Mülltonnen von den Straßen zu räumen. Einige riefen den Randalierern zu, dass sie aus Connewitz verschwinden sollen. In dem Stadtteil gibt es immer wieder Ausschreitungen. Über das gesamte Wochenende könnte es weitere Unruhe geben. Für Samstagabend war eine weitere Demonstration angemeldet worden. Laut einem Bericht des MDR sind dafür unter dem Motto „Kämpfe verbinden -Für eine solidarische Nachbarschaft“ 100 Teilnehmer angekündigt.https://866fcce7070343adb84e2c6c7af5f2ec.safeframe.googlesyndication.com/safeframe/1-0-37/html/container.html

Die Polizei hat unterdessen mit der Spurensicherung begonnen. Beamte sammelten nach der Demonstration Steine ein, mit denen Demonstranten Polizeifahrzeuge beworfen hatten. Die Steine wurden in Plastiktüten verpackt und zur Auswertung mitgenommen.

Zuletzt hatten Ausschreitungen in Stuttgart in Deutschland größere Schlagzeilen gemacht. Innenminister Horst Seehofer (CSU) brachte danach eine Studie zum Thema Gewalt gegen die Polizei ins Gespräch. (dpa/fn)

Quelle/Agenturen- sauerlandkurier.de/politik/horst-seehofer-frankfurt-krawalle-polizei-gewalt-studie-innenminister-zr-13838855.html(opens in a new tab)

Author: Nilzeitung

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