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Maskenaffäre der CSU: Wohl wesentlich mehr Geld geflossen, als bisher bekannt.

Bild zu Bayerns Ex-Justizminister Sauter hat alle Parteiämter abgegeben

Bundesinnenminister Horst Seehofer und der Landtagsabgeordnete Alfred Sauter schauen sich vor Beginn einer Sitzung des CSU-Vorstands einen Brief an. (Archivaufnahme von 2018)© Peter Kneffel/dpa  Aktualisiert am 24. März 2021, 16:53 Uhr

Maskenaffäre der CSU: Wohl wesentlich mehr Geld geflossen, als bisher bekannt.

Laut Recherchen von NDR, WDR und “Süddeutscher Zeitung” sollen in der CSU-Maskenaffäre deutlich höhere Provisionen in Millionenhöhe geflossen sein.

Maskenskandal,-Für die Vermittlung von Schutzmasken an Ministerien sollten CSU-Politiker und mehrere Geschäftsleute Medienberichten zufolge insgesamt fünf bis sechs Millionen Euro als Provision erhalten. Das ergaben Recherchen von NDR, WDR und “Süddeutscher Zeitung”. Ein Teil des Geldes dürfte allerdings noch in der Karibik oder bei einer Bank in Liechtenstein liegen, wie der Rechercheverbund am Dienstagabend berichtete.

Alle Lieferungen gingen demnach von einer Textilfirma in Hessen aus, die dafür Provisionen an eine Firma in der Karibik gezahlt haben soll. Der Gesamtumfang des Geschäfts ist nicht bekannt. Allerdings soll allein das bayerische Gesundheitsministerium 3,5 Millionen Schutzmasken zum Preis von knapp vier Euro je Stück bezogen haben.

Weitere Lieferungen gingen an das Bundesgesundheitsministerium und das Bundesinnenministerium. Bezahlt wurden die Masken aus Steuermitteln.

Zwei CSU-Abgeordnete an Maskendeals beteiligt

Neben dem damaligen CSU-Abgeordneten Georg Nüßlein und dem ehemaligen bayerischen Justizminister Alfred Sauter sollten laut dem Rechercheverbund auch drei weitere Beteiligte von den Masken-Verkäufen profitieren. Nüßlein ist inzwischen aus der CSU ausgetreten und Sauter aus der CSU-Landtagsfraktion. Beide weisen jedoch die Vorwürfe zurück.

Maskenaffäre und Lobbyismus-Vorwürfe: Die vielen Einzelfälle der Union Das Unheil für die Union begann am 25. Februar. An dem Tag hob der Bundestag die Immunität des CSU-Abgeordneten Georg Nüßlein auf. Seitdem kommen CDU und CSU nicht mehr zur Ruhe. Innerhalb von nur zwei Wochen haben vier Abgeordnete die Unionsfraktion verlassen, zwei gaben sogar ihr Parteibuch ab – und das nur gut ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl.Was mit der Maskenaffäre um Nüßlein und seinem CDU-Kollegen Nikolas Löbel begann, setzte sich mit Lobbyismus-Vorwürfen um den Thüringer Parlamentarier Mark Hauptmann fort und endete schließlich nach weiteren Enthüllungen mit dem Rücktritt des CSU-Abgeordneten Tobias Zech am Donnerstag.(imago images/Christian Spicker)(19. März 2021, 21:47 Uhr)

Bei den anderen Beteiligten handelt es sich den Berichten zufolge um einen ehemaligen Industriemanager, einen früheren CSU-Nachwuchsmann und einen Anwalt. Die Gesamtsumme von fünf bis sechs Millionen Euro sollte an die Vermittler in etwa zu gleichen Teilen fließen. Wie viel tatsächlich bereits geflossen war, ist laut NDR, WDR und “SZ” aber unklar.

Eine Firma, die den Kindern Sauters zugerechnet wird, soll dabei 1,2 Millionen Euro erhalten haben. Der ehemalige CSU-Abgeordnete Nüßlein soll über seine Beraterfirma 660.000 Euro bekommen haben. Eine zweite Tranche in Höhe von 540.000 Euro wurde demnach aber von einer misstrauisch gewordenen Bank in Liechtenstein gestoppt, die Generalstaatsanwaltschaft München ermittelte und der Deal flog auf.

Quelle/web.de(afp/mf) © AFP/Medienagenturen.

Author: Nilzeitung

Danke für ihren Besuch.!!"dieser Seite im Aufbau". Es stimmt, dass es keine Freiheit ohne Pressefreiheit gibt. Wahrer Frieden des Journalismus ist eine der Säulen der Demokratie (Salah El-Nemr) se/nz.

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