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Mutter und Töchter recherchierten über deutschem Zoo-feuer.

Ein verbranntes Affenhaus ist am 1. Januar 2020 im Krefelder Zoo abgebildet. – Reuters Bild

Mutter und Töchter recherchierten über deutschem Zoofeuer.

Berlin,- Eine Mutter und ihre beiden Töchter haben sich bei der Polizei gemeldet, nachdem an Silvester in einem Zoo in Deutschland Dutzende Affen getötet wurden.

Gerd Hoppmann, Chef der Krefelder Kriminalpolizei, sagte auf einer Pressekonferenz, die drei Frauen seien wegen des Zündens verbotener fliegender Laternen zum Neujahr untersucht worden.

Die 60-jährige Mutter und ihre beiden erwachsenen Töchter hätten sich gestern der Polizei übergeben, nachdem sie im lokalen Radio vom Brand gehört hatten, sagte Hoppmann.

Er sagte, sie “schienen wie sensible und verantwortungsbewusste Menschen”, die “Mut” gezeigt hatten, sich zu melden.

Die örtliche Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen die Frauen wegen fahrlässiger Brandstiftung. Diese Straftat kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet werden.

Das Feuer, bei dem 30 Primaten, darunter acht Menschenaffen, ums Leben kamen, brach am Silvesterabend kurz vor Mitternacht im Krefelder Zoo in Nordrhein-Westfalen aus.

Das Gehege beherbergte Gorillas, Orang-Utans, Schimpansen und Krallenaffen. Nur zwei Schimpansen und eine Familie von Gorillas in einem nahe gelegenen Gebäude überlebten.

In einer Erklärung sagte der Zoo heute, dass es ein “Wunder” sei, dass die beiden Schimpansen namens Bally und Limbo das Feuer überstanden hätten.

“Beide erlitten nur leichte Verletzungen. Sie wurden in das Gorillagehege verlegt und werden von mehreren Zoo-Tierärzten betreut “, sagte der heute noch geschlossene Zoo.

Die Polizei glaubt, dass das Feuer durch eine der illegalen Laternen verursacht wurde, die auf dem Dach des Affengeheges landeten.

Hoppmann sagte, die Ermittler hätten vier Laternen gemeldet, aber diese, von der angenommen wurde, dass sie für das Feuer verantwortlich ist, sei “verschwunden”.

Fliegende Laternen sind in Deutschland seit 10 Jahren verboten, aber Hoppmann sagte, dass die Frauen das Verbot nicht kannten, als sie ihre im Internet kauften.

Der Fall hat eine bereits brennende Debatte über die weit verbreitete Verwendung von Feuerwerkskörpern durch Privatpersonen an Silvester intensiviert.

Das Zünden von Feuerwerkskörpern in der Öffentlichkeit hat in Deutschland eine lange Neujahrstradition, wurde aber in den letzten Jahren von Umwelt- und Tierschutzverbänden zunehmend kritisiert.

Der Deutsche Tierschutzverband hat gestern das Verbot von Feuerwerkskörpern aller Art in der Nähe von Zoos, Höfen und Zwingern gefordert.

Die Tragödie löste auch eine Menge Sympathie aus. Tränenreiche Besucher zündeten Kerzen an und ließen Blumen und Stofftiere am Eingang des Zoos zurück.

Der Krefelder Zoo beherbergt rund 1.000 Tiere und zieht jährlich rund 400.000 Besucher an. – AFP

Author: Nilzeitung

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