MDR Sachsen: Gohrischheide, Feuerwehr hat GroĂbrand in Sachsen unter Kontrolle

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Sachsen und Brandenburg fordern Hubschrauber der Bundespolizei an
Sachsen-Brandenburg,-Nach den verheerenden BrÀnden in Treuenbrietzen und Beelitz am vergangenen Wochenende hat die Feuerwehr wieder alle HÀnde voll zu tun. In der Gohrischheide an der Landesgrenze von Sachsen zu Brandenburg ist ein Feuer in einem Wald ausgebrochen. Es dehnte sich auf einer FlÀche von bis zu 800 Hektar aus. In Sachsen ist es inzwischen unter Kontrolle.
Der GroĂbrand an der Landesgrenze von Sachsen und Brandenburg ist unter Kontrolle. Das teilte Einsatzleiter Matthias Heydel von der Feuerwehr Zeithain mit. Es gebe keine groĂflĂ€chigen Flammen mehr, der Einsatz werde aber noch viele Stunden dauern. Dazu sind den Angaben zufolge rund 160 EinsatzkrĂ€fte auf sĂ€chsischer Seite unterwegs ebenso wie ein Hubschrauber.
Sachsen und Brandenburg fordern Hubschrauber der Bundespolizei an
Ihren Beitrag leisten sollen auch zwei Transporthubschrauber der Bundespolizei, die jeweils ĂŒber einen FeuerlöschbehĂ€lter verfĂŒgen. Das teilte das BundespolizeiprĂ€sidium in Postdam am Freitagabend mit. Sachsen und Brandenburg hĂ€tten ein entsprechendes Amtshilfeersuchen gestellt.
800 Hektar vom Waldbrand betroffen
Zuvor hatte sich der Brand an der Landesgrenze spĂŒrbar ausgedehnt. Nachdem zunĂ€chst von 450 Hektar die Rede war, sprachen die Verantwortlichen spĂ€ter von bis zu 800 Hektar, die brannten. Die Feuerwehr versuchte mit einem Löschhubschrauber, WĂ€rmebildkameras und einem GroĂaufgebot an EinsatzkrĂ€ften die Lage in den Griff zu bekommen, sagte der Kreisbrandmeister von Elbe-Elster, Steffen Ludewig.
Brand wird zur GroĂschadenslage
Vor allem der Wind bereitete den EinsatzkrĂ€ften Probleme. Einen Ă€hnlich groĂen Waldbrand habe es in der Gegend bislang nicht gegeben, sagte die Sprecherin der Feuerwehr Zeithain, Dorit Riedel. “So etwas hatten wir hier in den letzten Jahren noch nie.” Auf Brandenburger Seite wurde am Freitag die GroĂschadenslage ausgerufen.
Auf sÀchsischer Seite sind nach Angaben der Feuerwehr Zeithain rund 160 EinsatzkrÀfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk vor Ort, um das Feuer einzudÀmmen.Bildrechte: dpa
Wind facht Feuer wieder an
Das Feuer war bereits am Donnerstag ausgebrochen. Zwischenzeitlich sei der Brand unter Kontrolle gewesen, doch dann habe der Wind die Flammen wieder angefacht. Das Areal sei frĂŒher militĂ€risch genutzt worden. Die Gohrischheide im Landkreis MeiĂen ist ein Naturschutzgebiet, das auf dem ehemaligen TruppenĂŒbungsplatz Zeithain eingerichtet worden war. EinsatzkrĂ€fte berichteten demnach von kleineren Explosionen.
Das ist ein alter TruppenĂŒbungsplatz. EinsatzkrĂ€fte, die vorne vor Ort waren, haben berichtet, dass es immer wieder zu kleineren Explosionen gekommen ist.Dorit Riedel Sprecherin der Feuerwehr Zeithain
Die EinsatzkrĂ€fte hatten sich zwischenzeitlich aus der Heide zurĂŒckgezogen. Es sei dort zu gefĂ€hrlich geworden, sagte Riedel am Freitagnachmittag. Die Wege dort seien so schmal, dass nur ein Fahrzeug durchpasse. Wenn das Feuer dann von vorne komme, könnte der RĂŒckzug zu gefĂ€hrlich werden.
Auch im Landkreis Nordsachsen ist der Waldbrand zu sehen.Bildrechte: Sören MĂŒller – Medienportal Grimma
Getreidefeld in Brandenburg in Flammen
Am Freitagnachmittag hatte sich das Feuer ĂŒber die Landesgrenze nach Brandenburg ausgedehnt. Angefacht durch starke Winde aus dem SĂŒden liefen die Flammen auf das Dorf Neuburxdorf im Landkreis Elbe-Elster zu, sagte ein Sprecher der Rettungsleitstelle Lausitz. “Da steht jetzt ein Getreidefeld in Flammen”, berichtete er. Die Feuerwehr sei dort mit rund 100 KrĂ€ften im Einsatz.
Das sagt der Wetterdienst zum Regen im Brandgebiet- Kein lĂ€nger anhaltender Regen fĂŒr Brandgebiet in Sicht: Im Kampf gegen die Flammen in der Gohrischheide kann die Feuerwehr auf keine gröĂere Entlastung durch Regen setzen.
– Zwar könne es in dieser Region am Freitagabend und tagsĂŒber am Sonnabend vereinzelt Schauer geben, sagte Peter Zedler vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig. Aber es soll nicht viel regnen.
– Ein lĂ€nger andauerndes Regengebiet sei nicht in Sicht
Wegen des Brandes in der Gohrischheide bei Zeithain sperrt die Polizei die Zufahrt in diesen Bereich ab.Bildrechte: dpa
Zwei Orte im Elbe-Elster-Kreis evakuiert
Wegen des Waldbrands an der brandenburgisch-sÀchsischen Landesgrenze mussten die Ortschaften Kosilenzien und Kröbeln im Landkreis Elbe-Elster evakuiert werden. Das teilte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes Brandenburg, Raimund Engel, mit. Beide Orte gehören zur Stadt Bad Liebenwerda. Gegen 21 Uhr wurde die Evakuierung laut Landratsamt wieder aufgehoben.
Mehrere BrĂ€nde mussten die Feuerwehren auch im GroĂraum Dresden löschen, unter anderem in der KönigsbrĂŒcker Heide.
Quelle/mdr.de



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