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Ein deutscher Polizeichef ist Heute zurückgetreten.

Deutschland Hessen.

Polizisten stehen in der Nähe eines Kinos, in dem sich ein bewaffneter Mann am 23. Juni 2016 in Viernheim verbarrikadiert hat. (AFP Photo)

Ein deutscher Polizeichef ist am Dienstag wegen eines Skandals um eine linke Abgeordnete zurückgetreten.

Berlin,-Ein deutscher Polizeichef ist am Dienstag wegen eines Skandals um eine linke Abgeordnete zurückgetreten, die Drohmails erhalten hatte, nachdem jemand auf einem Polizeicomputer auf ihre Personalien zugegriffen hatte.

Der Innenminister des Landes Hessen, einer zentralen Region, zu der auch Frankfurt gehört, sagte, Polizeichef Udo Münch habe darum gebeten, in den Vorruhestand geschickt zu werden.

Münch übernehme die Verantwortung für Versäumnisse, “für die er sich nicht allein verantworten muss”, sagte Minister Peter Beuth der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Deutschland Hanau | Schießerei & Tote, Angriff auf Shisha-Bars | Peter Beuth, Innenminister Hessen (Reuters/K. Pfaffenbach)

Minister Peter Beuth

Die prominente Politikerin der oppositionellen Linkspartei, Janine Wissler, erhielt kürzlich Drohmails mit der Aufschrift “NSU 2.0”. Das war ein offensichtlicher Hinweis auf den Nationalsozialistischen Untergrund, eine rechtsextreme Gruppe, die zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen, meist mit Migrationshintergrund, tötete. Auch die deutsch-türkische Anwältin Seda Basay und die Komikerin Idil Baydar erhielten Morddrohungen von der Neonazi-Gruppe.

Politischer Aschermittwoch - Linke (picture-alliance/dpa/A. Warmuth)

prominente Politikerin der oppositionellen Linkspartei, Janine Wissler, erhielt kürzlich Drohmails mit der Aufschrift “NSU 2.0”

Es stellte sich heraus, dass jemand seine persönlichen Daten auf einem hessischen Polizeicomputer angefordert hatte, bevor die E-Mails gesendet wurden, aber es ist noch nicht klar, wer das war. Die Landesregierung hat einen Sonderermittler mit der Untersuchung des Falles beauftragt.

2018 wurden auch mehrere Drohbotschaften mit der Aufschrift “NSU 2.0” an einen Frankfurter Anwalt geschickt, der die Familien der Opfer im Prozess gegen das einzige überlebende Mitglied des NSU vertritt. Beuth sagte, er könne nicht ausschließen, dass es zu einem rechtsextremistischen Netzwerk in der Landespolizei gekommen sei.

Die deutsche Öffentlichkeit erfuhr erstmals von der Existenz des NSU und seiner Rolle bei den Morden im Jahr 2011, als zwei Mitglieder – Uwe Mundlos und Uwe Bohnhardt – nach einem erfolglosen Banküberfall starben und die Polizei in ihrer Wohnung Waffen und rechtsextreme Literatur fand.

Bis 2011 schlossen Polizei und Geheimdienste jegliches rassistische Motiv für die Morde aus und behandelten Einwandererfamilien stattdessen als Verdächtige.

Während die jüngsten Enthüllungen gezeigt haben, dass der deutsche Inlandsgeheimdienst Dutzende von Informanten hatte, die Kontakte zu den NSU-Verdächtigen hatten, bestanden die Beamten darauf, keine Vorinformationen über die TERRORzelle NSU und ihre mutmaßliche Rolle bei den Morden zu haben.

Quelle/AFP/DS/Anderen Agenturen.

Author: Nilzeitung

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