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Millionenschaden Hochwasser verwüstet Süddeutschland.

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Absolute Verwüstung in Ahrweiler. In der gesamten Region wurden 42 Menschen getötet, Dutzende werden vermisst.

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Absolute Verwüstung in Ahrweiler. In der gesamten Region wurden 42 Menschen getötet, Dutzende werden vermisst. Eine Einheimische erzählt mir, dass sie heute die Leiche ihrer Nachbarin gesehen hat, als sie evakuiert wurde.

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Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands Heuteum 17:15 Uhr – Quelle: dpa/wetter.com

Hohe Regenmengen und Gewitter sorgen in Deutschland für Überflutungen, Hochwasser und weitere Gefahren. In unserem Wetter-Ticker halten wir dich über Neuigkeiten zur Unwetterlage auf dem Laufenden.

Alle aktuellen Wettermeldungen zu den katastrophalen Überflutungen und zur Hochwasserlage fassen wir hier zusammen:  

Ist deine Region betroffen, solltest du unbedingt die Unwetterwarnungen und den Regenradar für deine Region im Blick behalten.

Wie sich die Wetterlage im Detail entwickelt, siehst du hier in unserer 3-Tage-Vorhersage:

Nach extremer Sintflut – so geht es am Wochenende weiterVeröffentlicht: | 01:40 Minuten

15.07., 17:15 Uhr: Merkel sagt Menschen in Hochwassergebieten Hilfe zu 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Menschen in den Hochwassergebieten in Deutschland Unterstützung des Staates zugesagt. Wo man helfen könne, werde man das tun, sagte sie am Donnerstag am Rande ihres Besuches in Washington. “Dies sind für die Menschen in den Überschwemmungsgebieten entsetzliche Tage. Meine Gedanken sind bei ihnen. Und sie können darauf vertrauen, dass alle Kräfte unseres Staates – von Bund, Ländern und Gemeinden – gemeinsam alles daran setzen werden, auch unter schwierigsten Bedingungen Leben zu retten, Gefahren abzuwenden und Not zu lindern.”

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15.07., 17:00 Uhr: Menschen in Swisttal bei Bonn von Hochwasser eingeschlossen

In Swisttal im Süden von Nordrhein-Westfalen sind mehrere Menschen wegen der Überschwemmungen seit Mittwochabend eingeschlossen. Wie viele Menschen betroffen seien, sei unklar, teilte der Rhein-Sieg-Kreis am Donnerstagnachmittag mit. 

Einsatzkräfte gelangten demnach nur schwer zu den Betroffenen. Die Menschen sollen nach Angaben des Kreises mit Hubschraubern der Bundespolizei und der Bundeswehr aus der Luft gerettet werden. Sollte der Wasserstand zurückgehen, sollen auch Boote zum Einsatz kommen.

“Es liegen zahlreiche Meldungen über einsturzgefährdete Gebäude vor, aber noch keine valide Gesamteinschätzung.” Zudem herrsche ein großflächiger Stromausfall. Die Kommunikation mit den Rettungskräften vor Ort sei in der aktuellen Lage schwer. Swisttal liegt zwischen Euskirchen und Bonn.

15.07., 16:30 Uhr: Scheitelwelle des Rheins wird erst für Samstag erwartet

Nach historischen Wasserständen an vielen Flüssen in Nordrhein-Westfalen bleibt die Hochwasserlage weiterhin angespannt. Zwar sinken laut Hochwasserinformationsdienst des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) an den kleineren Gewässern wie etwa der Volme die Pegelstände langsam, doch die Lage bleibe “dynamisch und sehr angespannt”, hieß es am Mittag. Auch für die Ruhr zeichne sich ein “außerordentliches Hochwasser mit historischen Pegelständen” ab, sagte der Leiter des Hochwasserinformationsdienstes Bernd Mehlig, am Mittwoch in Duisburg. Insbesondere die Orte entlang der Ruhr ab Hagen, wo Volme und Lenne in die Ruhr münden, seien betroffen. 

Etliche Pegel von Gewässern vor allem im Süden und Südwesten NRWs hatten den Angaben zufolge in der Nacht historische Höchststände erreicht, waren über die Ufer getreten und hatten Innenstädte überschwemmt. 

“Die Wasserstände auch an vielen kleineren Flüssen insbesondere in der Eifel befinden sich immer noch auf sehr hohem Niveau”, sagte Mehlig am Donnerstagnachmittag. “Die Lage ist weiter sehr unübersichtlich.” Bei sinkenden Pegelständen beginne das Aufräumen erst, betonte Mehlig. “Es wird dann nicht mehr schlimmer, aber deswegen ist es noch lange nicht gut”, so der Experte. 

Die Scheitelwelle des Rheins wird erst für Samstag erwartet. “Der Rhein bei Köln wird seinen Scheitel am Samstagvormittag voraussichtlich bei 8,50 Meter haben”, sagte Mehlig. “Das ist für den Sommer außerordentlich ungewöhnlich. Aber man muss nicht von einer ernsthaften Gefahrensituation ausgehen.” 

15.07., 16:20 Uhr: Fluss Inde läuft in Tagebau – Suche nach Vermisstem unterbrochen 

Der Hochwasser führende Fluss Inde hat am Donnerstag einen Deich in der Nähe des Braunkohletagebaus Inden bei Aachen überspült und ist in den Tagebau geflossen. Die Suche nach einem dort vermissten Mitarbeiter sei am Nachmittag unterbrochen worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Suche mit Hubschrauber und Wärmebildkamera habe bislang keinen Erfolg gehabt. Nach Angaben des Tagebaubetreibers RWE blieb der Abbaubetrieb unterbrochen. Das Wasser der Inde fließe weiter in den Tagebau ein, jedoch falle der Wasserstand.

Ein RWE-Sprecher sagte, der Fluss sei am Donnerstag gegen 6.30 Uhr bei Lamersdorf über den Deich geschwappt. Die Inde ist nach heftigen Regenfällen in den vergangenen Tagen stark angeschwollen. Der Fluss verläuft in der Nähe des Tagebaus. Die oberhalb an der Inde liegenden Städte Eschweiler und Stolberg sowie Aachen-Kornelimünster sind ebenfalls stark vom Hochwasser betroffen.

15.07., 16:10 Uhr: Bahnverkehr in NRW und Rheinland-Pfalz weiterhin stark eingeschränkt 

Der Regional- und Fernverkehr in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist aufgrund der Unwetterlage nach wie vor stark eingeschränkt. Gleise, Weichen und Signaltechnik seien in vielen Landesteilen stark beschädigt, teilte die Deutsche Bahn am Donnerstagnachmittag mit. Auch Bahnhöfe und Stellwerke seien betroffen. 

Die Wetterlage wirke sich auch auf den Fernverkehr aus: Auf der Strecke Köln-Düsseldorf-Essen Dortmund kommt es demnach zu Umleitungen, Verspätungen und Zugausfällen. 

Die Strecke Köln-Koblenz über den Bonner Hauptbahnhof ist derzeit nicht befahrbar. Über Bonn-Beuel ist die Strecke rechtsrheinig befahrbar, allerdings komme es auch hier zu Verspätungen und Zugausfällen. 

Der internationale Fernverkehr von und nach Brüssel ist laut Bahn unterbrochen. Die betroffenen Fernverkehrszüge fallen zwischen Köln Hbf und Bruxelles-Midi aus.

Im Regionalverkehr setzt die Bahn Ersatzbusse ein, sofern es die Straßen zuließen. Der bundeseigene Konzern bittet die Fahrgäste, Fahrten in die Regionen möglichst zu verschieben. Tickets für den 14., 15. oder 16. Juli behielten ihre Gültigkeit bis eine Woche nach dem Ende der Störungen oder könnten kostenfrei storniert werden.

Im Video: Fortgerissene Straßen, Autos und Häuser – der Ort ein Trümmerfeld. Nach dem verheerenden Unwetter im rheinland-pfälzischen Schuld versuchen die Menschen zu verstehen, was passiert ist.Ort Schuld nach Sturzflut ein Trümmerfeld – “Alles ist weg”Veröffentlicht: | 01:49 Minuten

15.07., 15:45 Uhr: Rhein-Erft-Kreis ruft Katastrophenfall aus 

Der Krisenstab im Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen hat nach den andauernden starken Regenfällen den Katastrophenfall ausgerufen. Wegen der Hochwasserlage entlang der Erft bestehe die Gefahr, dass sich die bisher örtlich begrenzte Lage neben Erftstadt auch auf Kerpen, Bergheim und Bedburg ausweiten könnte, heißt es in einer Pressemitteilung von Donnerstag. Die kreisangehörigen Kommunen wurden aufgefordert, “die notwendigen Maßnahmen des Bevölkerungsschutzes wie insbesondere Evakuierungen und Unterbringungen vorzubereiten und vorzunehmen”.

“Wir durchleben gerade eine Krise, deren Dimensionen heute noch nicht abschätzbar sind”, sagte Landrat Frank Rock. Die extreme Wetterlage fordere schon jetzt den massiven Einsatz von Feuerwehr, Polizei, Städten, Stadtwerken, Technischem Hilfswerk und vielen anderen Helfern im ganzen Rhein-Erft-Kreis. “Der soziale Zusammenhalt und die Solidarität aller Bürgerinnen und Bürger ist in dieser schwierigen Zeit nun wichtiger mehr denn je. Helfen Sie bitte Nachbarn, Kindern, Älteren und mobilitätseingeschränkten Personen”, sagte der Landrat.

15.07., 15:30 Uhr: Mindestens 42 Tote bei Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands 

Dauerregen hat im Westen Deutschlands Flüsse und Bäche in reißende Fluten verwandelt. Mehrere Menschen sterben nach den heftigen Unwettern. Dutzende werden vermisst, die Lage bleibt extrem angespannt. Politiker eilen ins Katastrophengebiet.

Ganze Landstriche sind verwüstet, Orte von der Außenwelt abgeschnitten, Häuser weggespült: Nach Unwettern im Westen Deutschlands sind mindestens 42 Menschen gestorben. In Rheinland-Pfalz werden Dutzende Menschen vermisst. “So eine Katastrophe haben wir noch nicht gesehen. Es ist wirklich verheerend”, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Donnerstag in Mainz.

15.07., 15:00 Uhr: Kurzschluss durch Hochwasser – Klinik in Leverkusen wird geräumt 

Wegen einer Störung der Stromversorgung durch Hochwasser wird in Leverkusen ein Krankenhaus evakuiert. Die Aktion könne noch bis Freitag dauern, denn Rettungsdienste seien nur eingeschränkt verfügbar, sagte eine Sprecherin des Klinikums Leverkusen am Donnerstag. Von der Räumung betroffen seien 468 Patienten. Je nach Gesundheitszustand seien sie auch entlassen worden. Operationen, Termine und Eingriffe wurden abgesagt.

In dem Krankenhaus war in der Nacht der Notstrom ausgefallen. “Die medizinischen Geräte der Intensivstationen mussten teilweise mit Akkus betrieben werden”, teilte das Klinikum mit. Bereits in der Nacht seien 12 Kinder und 15 erwachsene Patienten in umliegende Krankenhäuser verlegt worden. Insgesamt sei die eigentlich mehrfach abgesicherte Stromversorgung instabil. 

Auslöser war das Hochwasser des Flüsschens Dhünn. Dadurch wurde ein Kurzschluss an zwei Trafos ausgelöst, der Strom fiel aus. Wie lange die Reparatur dauere, sei unklar.

15.07., 14.55 Uhr: Polizei Köln meldet 20 Tote nach Unwetter in NRW 

Nach dem schweren Unwetter in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei Köln von 20 Toten in der Region berichtet. Neben zwei in Köln gefundenen Toten seien bislang aus Euskirchen 15 und aus Rheinbach drei Tote gemeldet worden, teilte die Polizei am Donnerstagnachmittag mit.

15.07., 14.35 Uhr: Steinmeier: Bin in Gedanken bei Opfern der Überschwemmungen 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich bestürzt wegen der Folgen der verheerenden Überschwemmungen in vielen Teilen Deutschlands mit immer mehr Toten gezeigt. “Mein tiefes Mitgefühl gilt den Verstorbenen und ihren Angehörigen”, erklärte Steinmeier am Donnerstag. “In Gedanken bin ich bei den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die in Not sind, die ihr Hab und Gut und manche von ihnen auch ihr Dach über dem Kopf verloren haben.” Steinmeier dankte auch allen Einsatzkräften, Helferinnen und Helfern, “die unermüdlich im Einsatz sind, die zum Teil ihr Leben riskieren, um den Menschen in dieser gefährlichen Situation zur Seite zu stehen”.

15.07., 14.15 Uhr: 18 Tote nach Unwetter im Raum Bad Neuenahr-Ahrweiler

Im Zusammenhang mit der schweren Hochwasserkatastrophe hat sich die Zahl der Toten im Raum Bad Neuenahr-Ahrweiler auf mindestens 18 erhöht. Das teilte die Polizei Koblenz am Donnerstag mit.

Die mit einer Drohne gefertigte Aufnahme zeigt die Verwüstungen die das Hochwasser der Ahr in dem Eifel-Ort angerichtet hat.

Die mit einer Drohne gefertigte Aufnahme zeigt die Verwüstungen die das Hochwasser der Ahr in dem Eifel-Ort Schuld angerichtet hat. (Quelle: dpa) 

15.07., 14.05 Uhr: Wuppertaler Schwebebahn fährt am Wochenende nicht 

Die Wuppertaler Schwebebahn kann wegen des Unwetters am Wochenende nicht fahren. “Wegen der Schäden an einigen Haltestellen ist eine Aufnahme des Schwebebahnverkehrs am Wochenende nicht möglich”, teilten die Wuppertaler Stadtwerke am Donnerstag mit.

Am Hauptbahnhof sei ein Gerüst für Sanierungsarbeiten zerstört worden. “Nach Absinken des Wupperpegels müssen das Schwebebahngerüst und die Stützenfundamente auf Schäden untersucht werden.”

Zahlreiche Straßen in Wuppertal seien derzeit noch unpassierbar. Entlang der Wupper hätten einige Haushalte zudem keinen Strom. Die Arbeiten an der Stromversorgung dauern nach Angaben der Stadtwerke noch mindestens den Tag über an. Auch die Versorgung mit Fernwärme sei durch das Unwetter stark beeinträchtigt worden, in Barmen sei ein Kraftwerk abgeschaltet worden.

15.07., 13:35 Uhr: Plünderungsversuche in Stolberg – Hundertschaft im Einsatz

In Stolberg bei Aachen nutzen bereits Kriminelle die Hochwasserlage aus: Dort sei es zu einzelnen Plünderungsversuchen von Geschäften gekommen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Demnach hatten in drei Fällen Zeugen gemeldet, dass sich Personen in überschwemmten Läden befänden. Die Polizei nahm an einem Juweliergeschäft einen Verdächtigen fest. 

Als die Beamten an den anderen Tatorten – einem Supermarkt und einer Drogerie – eintrafen, sind demnach mehrere Unbekannte geflüchtet. Ob etwas gestohlen wurde, war zunächst unklar. Eine Hundertschaft der Polizei sei nun in Stolberg, um die verlassenen Wohnhäuser und Geschäfte vor Plünderungen zu schützen.

15.07., 13:30 Uhr: Mehrere hundert Menschen mit Booten aus Kordel gerettet 

In der Gemeinde Kordel im Landkreis Trier-Saarburg sind wegen des Hochwassers mehrere hundert Menschen mit Booten in Sicherheit gebracht worden. Meldungen über Vermisste, Tote oder Verletzte gebe es aus Kordel nicht, teilte ein Sprecher des Kreises mit. Wegen überschwemmter Zufahrtswege war der Ort mit 2000 Einwohnern abgeschnitten. Nach Angaben des Kreises war auch die Bundeswehr im Einsatz, um Menschen zu retten. Unter anderem sei ein Altenheim geräumt worden. Kordel liegt an der Kyll, einem Mosel-Zufluss.

15.07., 13:15 Uhr: Bisher mindestens 20 Menschen nach Überflutungen und Dauerregen gestorben 

Mindestens 20 Menschen sterben nach Überflutungen und Dauerregen. In Rheinland-Pfalz werden auch am Mittag noch bis zu 70 Menschen vermisst. Mehrere Häuser sind eingestürzt, viele instabil. Menschen fliehen in Not auf ihre Hausdächer und warten auf Rettung. 

Im Kreis Euskirchen im Süden von Nordrhein-Westfalen kamen nach ersten Erkenntnissen acht Menschen bei dem schweren Unwetter ums Leben. Genauere Angaben – etwa weshalb genau die Menschen im Zusammenhang mit dem Unwetter starben – machte der Kreis zunächst nicht. In mehreren Orten sei die Lage sehr kritisch. “Es finden Menschenrettungen statt”, hieß es weiter. 

Teilweise bestehe kein Zugang zu den Orten. Im Kreisgebiet sei die Kommunikation weitgehend ausgefallen. Auch der Feuerwehr-Notruf 112 und die Kreisverwaltung seien nicht zu erreichen. Die Altstadt von Bad Münstereifel wurde völlig verwüstet. Am Mittag stehen die Menschen fassungslos zwischen den Trümmern. 

In Rheinland-Pfalz traf es den kleinen Eifel-Ort Schuld besonders schwer. Das Dorf mit etwa 700 Einwohnern – nahe der Landesgrenze zu NRW – liegt in einer Schleife an der Ahr, die normalerweise ein kleiner Fluss ist. Nun hat sich die Ahr in ein reißendes Gewässer verwandelt.

Fünf Menschen starben nach ersten Erkenntnissen im Eifel-Kreis Ahrweiler in verschiedenen Orten. Auf Bildern zeigt sich die Gewalt, mit der das Wasser die Dörfer und Orte überflutet hat: Autos, Bäume, ganze Häuser sind einfach weggerissen, Trümmer stapeln sich im schmutzigen Wasser. 

Luftaufnahmen lassen das Ausmaß besonders erahnen: Schuld ist völlig verwüstet, auch Altenburg, ein Ortsteil von Altenahr, versinkt regelrecht in den gefährlichen Fluten. In Bad Neuenahr-Ahrweiler erzählt eine Anwohnerin, in einer Kellerwohnung seien mindestens drei Menschen ertrunken. 

Hier kannst du die Unwetterwarnungen für deine Region checken. 

15.07., 13:10 Uhr: Damm von Talsperre droht zu brechen – Ortsteile werden evakuiert 

Wegen der Gefahr eines Dammbruchs an der Steinbachtalsperre in Nordrhein-Westfalen werden zwei Ortsteile von Rheinbach evakuiert. Das teilte die Feuerwehr Rheinbach am Donnerstag mit. “Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme, da nicht sicher ist, ob der Damm der Steinbachtalsperre gehalten werden kann”, heißt es in der Mitteilung. 

Bei der Evakuierung von Oberdrees und Niederdrees würden auch Lastwagen der Bundeswehr eingesetzt. Wer nicht bei Familienangehörigen oder Bekannten unterkommen könne, finde eine Notunterkunft in der Stadthalle Rheinbach.

15.07., 12:40 Uhr: Wetterdienst warnt vor örtlichen Gewittern mit Starkregen

Der Deutsche Wetterdienst warnt für Donnerstag in Rheinland-Pfalz und im Saarland vor örtlichen Gewittern mit vereinzelt unwetterartigem Starkregen. Betroffen sei besonders der Süden der Region, teilten die Experten am Mittag in Essen mit. Allerdings würden nicht mehr die verbreiteten unwetterartigen Regenmengen erwartet. 

Vor allem am Donnerstagnachmittag und -abend seien einzelne, kräftige Gewitter mit örtlich heftigem Starkregen möglich. Dabei könnten Regenmengen zwischen 20 und 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit erreicht werden. Im Laufe der Nacht lassen die Niederschläge den Prognosen zufolge nach, bevor am Freitag im Tagesverlauf örtlich wieder Gewitter mit Starkregen drohen.

15.07., 12:20 Uhr: Todesfälle häufen sich

Ganze Landstriche sind überflutet, Orte von der Außenwelt abgeschnitten, Häuser eingestürzt: Nach Dauerregen im Westen Deutschlands sind mindestens 20 Menschen gestorben. Im Ort Schuld in der Eifel wurden in der Nacht zum Donnerstag vier Häuser komplett und zwei weitere zur Hälfte weggespült. 50 bis 70 Menschen werden nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministeriums vermisst. 

Das schwere Unwetter mit Starkregen und Hochwasser hat in Nordrhein-Westfalen nach ersten Erkenntnissen vermutlich bereits 15 Menschenleben gefordert. Allein im Kreis Euskirchen im Süden des Landes kamen nach Behördenangaben acht Menschen ums Leben.

15.07., 12:15 Uhr: Fluss Inde überspült Deich und läuft in Tagebau – ein Vermisster

Der Hochwasser führende Fluss Inde hat einen Deich in der Nähe des Braunkohletagebaus Inden bei Aachen überspült und läuft seit dem Morgen in den Tagebau. Ein Sprecher des Energieunternehmens RWE sagte am Donnerstag, ein Mitarbeiter dort werde vermisst. Nach dem Mann werde mit einem Hubschrauber gesucht. Der Abbaubetrieb sei eingestellt worden. Der Zufluss des Wassers dauere an. 

Der Sprecher sagte, der Fluss sei gegen 6.30 Uhr bei Lamerdorf über den Deich geschwappt. Die Inde ist nach heftigen Regenfällen in den vergangenen Tagen stark angeschwollen. Der Fluss verläuft in der Nähe des Tagebaus. Die oberhalb an der Inde liegenden Städte Eschweiler und Stolberg sowie Aachen-Kornelimünster sind ebenfalls heftig von Hochwasser betroffen.

15.07., 12:05 Uhr: Historisch hohe Mosel-Wasserstände – Entspannung erst am Nachmittag

Der Wasserstand der Mosel wird Vorhersagen zufolge im Laufe des Donnerstags zunächst weiter steigen. Die Hochwasservorhersagezentrale des rheinland-pfälzischen Landesumweltamtes rechnete erst für den späten Nachmittag mit einer Entspannung. “Zahlreiche Zufluss-Pegel verzeichnen bereits jetzt historische Höchststände”, teilte die Behörde mit.

Am Pegel Trier sei die Meldehöhe von sechs Metern am Mittwochabend überschritten worden und der Wasserstand steige weiterhin stark an. “Zum Nachmittag hin ist ein Anstieg der Wasserstände bis in den Bereich um 940 cm möglich”, teilte die Zentrale am Donnerstagvormittag mit. “Anschließend werden die Pegelstände fallen.”

Auch in der Sauer stiegen die Wasserstände am Donnerstag noch an. Die Experten rechneten damit, dass am Mittag ein Höchststand von 6,10 bis 6,20 Meter erreicht wird. “Anschließend werden auch hier fallende Wasserstände vorhergesagt.” An zahlreichen Eifel- sowie Sauer-Zuflüssen seien die Wasserstände in der vergangenen Nacht extrem gestiegen und hätten historische Höchststände erreicht.

Am Rhein sei infolge des Moselhochwassers am Pegel Koblenz mit stark steigenden Wasserständen zu rechnen, teilte die Hochwasservorhersagezentrale mit. Der Scheitel werde ab Freitagnachmittag im Bereich von 6,60 Meter bis 7,00 Meter erwartet.

Die Hochwasser-Meldehöhe beträgt in Koblenz 4,50 Meter – sie wurde am Mittwochnachmittag überschritten. Am Pegel Mainz wird die dortige Meldehöhe von 5,50 Meter der Prognose zufolge am Freitagnachmittag geknackt – mit steigender Tendenz. Der Scheitel werde zum Ende des Wochenendes erwartet.

15.07., 12:05 Uhr:  Verteidigungsministerin: 300 Soldaten im Katastrophen-Einsatz

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat nach der Unwetterkatastrophe im Westen und Südwesten schnelle Unterstützung durch die Bundeswehr angekündigt. “Wir denken heute an alle, die von Unwetter und Hochwasser betroffen sind”, schrieb die CDU-Politikerin am Donnerstag auf Twitter. “Die Bundeswehr hilft schnell und unkompliziert in Hagen und Ahrweiler mit derzeit 300 Soldatinnen und Soldaten.”

15.07., 12:05 Uhr: Dramatische Rettungsaktionen im Eifelkreis Bitburg-Prüm

Dramatische Szenen im Eifelkreis Bitburg-Prüm: Menschen flüchten vor den Wassermassen auf Dächer und müssen in lebensgefährlichen Einsätzen gerettet werden. Dabei geraten auch Helfer in große Not.

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm sind wegen der Überflutungen mehrere Menschen in ihren Häusern von den Wassermassen eingeschlossen worden, unter anderem in Waxweiler. Das sagte der Kreissprecher in Bitburg. Menschen mussten gerettet werden – Meldungen über Tote, Verletzte oder Vermisste gebe es jedoch bislang nicht. In der Ortsgemeinde Brecht ist nach Angaben des Kreises ein Wohngebäude eingebrochen, zwei Bewohner hätten sich auf den Resten eines Daches in Sicherheit bringen können.

Nach einer Gasexplosion sei ein Haus in Echtershausen einsturzgefährdet, teilte der Kreis weiter mit. Bereits in der zurückliegenden Nacht seien in Messerich drei Helfer nach fünfstündigem Kampf mit einer Baggerschaufel gerettet worden. “Zuvor haben sie selbst eine sechsköpfige Familie gerettet und sich dabei selbst in akute Lebensgefahr begeben”, erklärte der Kreissprecher.

Im Kreisgebiet seien mindestens drei Brücken zerstört, unter anderem nahe Speicher sowie in Bettingen. Zahlreiche weitere Brücken seien in einem kritischen Zustand und würden von Experten inspiziert. “Vielerorts muss angesammeltes Treibgut beseitigt oder gar gesprengt werden, um ein zügiges Abfließen des Wassers zu ermöglichen”, erläuterte der Kreissprecher. 

Nach den heftigen Regenfällen kommt es in mehreren Gemeinden des Kreises Bitburg-Prüm zu Einschränkungen in der Trinkwasserversorgung. Grund seien Stromausfälle, teilte der Katastrophenschutz des Kreises über Facebook mit. Die Versorgung sei voraussichtlich “auf Tage eingeschränkt”. Die Bewohner wurden aufgerufen, mit dem vorhandenen Wasser sparsam umzugehen und auf Reinigungsarbeiten zu verzichten.

15.07., 12:00 Uhr: Zahl der Todesopfer in Rheinland-Pfalz auf fünf gestiegen 

Die Zahl der Todesopfer nach den schweren Unwettern im nördlichen Rheinland-Pfalz ist nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministers Roger Lewentz auf fünf gestiegen. Alle seien nach bisherigen Erkenntnissen im Kreis Ahrweiler in den Fluten ums Leben gekommen. Der Minister fügte hinzu, dass noch 50 bis 70 Menschen in der Katastrophenregion vermisst würden. Unklar sei zurzeit, ob es sich dabei um Menschen handle, die vielleicht in Urlaub seien, oder ob sie im Unwetter bei Bekannten untergekommen oder in einer schwierigen Situation seien.

15.07., 11:50 Uhr: Trinkwasser in Eschweiler ausgefallen – Krankenhaus wird evakuiert 

Infolge des Starkregens ist in Eschweiler bei Aachen am Donnerstag die Trinkwasserversorgung ausgefallen. Es sei eine Wasserleitung gebrochen, die die Innenstadt versorge, teilte die Städteregion Aachen mit. Die Einwohner von Eschweiler sollten auf unnötigen Wasserverbrauch durch Duschen oder Toilettenspülungen verzichten. Das ebenfalls betroffene Krankenhaus mit derzeit rund 400 Patienten werde im Laufe des Tages geräumt.

15.07., 11:40 Uhr: Mehrere Ortschaften in Region Aachen wegen Hochwasser ohne Strom 

In der Region Aachen sind wegen des Hochwassers mehrere Ortschaften ohne Stromversorgung. “Zum aktuellen Zeitpunkt können wir noch nicht sagen, wann die Versorgung wieder hergestellt werden kann”, teilte die Regionetz GmbH, der Netzbetreiber der Stadt Aachen, am Donnerstagvormittag mit. “Aufgrund der Überschwemmungen können die Kollegen der Regionetz keine Kellerräume betreten und somit auch keine einzelne Haushalte wieder an das Stromnetz anschließen.”

Betroffen seien vor allem Stolberg mit der Innenstadt und den Ortsteilen Vicht und Zweifall, die Eschweiler Innenstadt und der historische Ortskern von Kornelimünster in Aachen. Roetgen und der Stadtteil Rott seien zudem zurzeit nicht mit Gas versorgt. “Grund dafür ist die eingestürzte Brücke, die die Gasleitung beschädigt hat”, teilte Regionetz weiter mit.

15.07., 11:30 Uhr: Polizei warnt – Lebensgefahr in Trierer Stadtteil wegen Überflutungen 

Die Polizei in Trier hat die Menschen eindringlich dazu aufgerufen, den Stadtteil Ehrang wegen Überflutungen zu meiden. Es bestehe Lebensgefahr, warnte die Polizei am Donnerstag per Twitter.

Nach Angaben der Stadt Trier läuft aktuell der Ortskern von Ehrang voll. “In großen Teilen des Ortes gibt es keinen Strom. Bitte folgen sie den Evakuierungsdurchsagen”, schrieb die Stadtverwaltung.

15.07., 11:25 Uhr: Schaulustige behindern Rettungseinsatz in Eifel-Ort  

Nach der Hochwasserkatastrophe im Eifel-Ort Schuld im Norden von Rheinland-Pfalz haben Schaulustige nach Angaben der Polizei den Rettungseinsatz behindert. “Bitte haltet die Rettungswege frei!!!!””, schrieb das Polizeipräsidium Koblenz am Donnerstag auf Twitter. Die Beamten riefen auch dazu auf, Straßensperren zu beachten und in Sicherheit zu bleiben. In überfluteten Gebieten seien die Gefahren unkalkulierbar.

15.07., 11:20 Uhr: Weiterhin Dutzende Vermisste nach Unwettern in der Eifel 

Nach den schweren Unwettern im Eifel-Ort Schuld im Landkreis Ahrweiler werden weiterhin Dutzende Menschen vermisst. In der Nacht zum Donnerstag waren dort laut Polizei Koblenz infolge der Überflutungen vier Häuser komplett und zwei weitere Häuser zur Hälfte weggespült worden. Eine Vielzahl weiterer Gebäude sei instabil, es bestehe Einsturzgefahr. 

Mindestens vier Menschen kamen den Angaben zufolge bei der Unwetterkatastrophe im Landkreis Ahrweiler ums Leben. Ob die Todesfälle mit den Hauseinstürzen in Verbindung stehen, war zunächst unklar. Die Toten wurden einem Polizeisprecher zufolge an verschiedenen Orten im Landkreis gefunden. 

Die genaue Anzahl der Vermissten nach dem Einsturz der Häuser in Schuld ist laut Polizei ungewiss. Einige der zunächst etwa 70 Fälle hätten sich zwischenzeitlich wohl aufgeklärt, sagte ein Sprecher. 

Der gesamte Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz ist von der Unwetterlage betroffen. Mehrere Orte waren laut Polizei wegen des Hochwassers von der Außenwelt abgeschnitten. Ungefähr 50 Menschen befanden sich demnach zeitweilig auf Hausdächern. Die Rettungsmaßnahmen halten aktuell noch an. 

Die Polizei hat für Angehörige, die Menschen vermissen, eine Hotline unter der Nummer 0800-6565651 eingerichtet. Die Nummer 110 bittet sie nur in Notfällen anzurufen.

Starkregen und Hochwasser: Nur die richtige Versicherung springt ein

15.07., 11:05 Uhr: 53-Jähriger nach Sturzflut in Jöhstadt weiter vermisst 

Nach einer Sturzflut im Erzgebirge bleibt ein 53-Jähriger aus Jöhstadt weiter vermisst. Die Suche nach dem Mann sei bislang erfolglos gewesen, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Der 53-Jährige war am Dienstagabend von Wassermassen mitgerissen worden. Seither fehlt von ihm jede Spur. Durch Jöhstadt fließt die Preßnitz, ein Nebenfluss der Zschopau. In oder auf dem Fluss selbst habe zunächst nicht gesucht werden können, weil der Wasserstand viel zu hoch gewesen sei. Die Sturzflut war von Unwettern ausgelöst worden.

15.07., 10:55 Uhr: Telefonleitungen zu Polizeistationen im Hochwassergebiet gestört

Wegen der dramatischen Hochwasserlage in der Eifel sind die Polizeiinspektionen in Bad Neuenahr-Ahrweiler und Adenau derzeit telefonisch nicht erreichbar. “Die Telefonleitungen dorthin sind allesamt gestört”, teilte das Polizeipräsidium Koblenz am Donnerstag mit. Für dringende Anrufe, etwa zu Vermissten, solle die Rufnummer 0800 65 65 65 1 gewählt werden. Die Polizei bat um Geduld.

“Die Vielzahl der Anrufe wird sicherlich eine Wartezeit verursachen.” Der Notruf 112 oder 110 solle nur in dringenden Fällen anrufen werden. “Auskünfte werden dort auf keinen Fall gegeben.”

15.07., 10:45 Uhr: Mehrere Menschen aus eingeschlossenen Häusern gerettet

Im Eifel-Kreis Bitburg-Prüm sind wegen der Hochwasserlage mehrere Menschen in ihren Häusern von den Wassermassen eingeschlossen worden, unter anderem in Waxweiler. Das sagte der Kreissprecher am Donnerstag in Bitburg. Menschen mussten gerettet werden – Meldungen über Tote, Verletzte oder Vermisste gebe es jedoch bislang nicht. Der Kreissprecher berichtete auch von mindestens einem eingestürzten Haus.

15.07., 10:45 Uhr: Lage in Altena weiter angespannt – “sehr bedrückend hier”

Die Hochwassersituation im Märkischen Kreis in Nordrhein-Westfalen ist weiter kritisch. Die am Mittwoch ausgerufene Großeinsatzlage bleibe bestehen, teilte der Kreis am Donnerstagmorgen mit. Besonders schlimm sei es nach wie vor in Altena – die Stadt sei noch immer von der Außenwelt abgeschnitten. “Es ist wirklich sehr bedrückend hier”, schilderte Kreis-Sprecher Alexander Bange der Deutschen Presse-Agentur. “Das Wasser fließt noch immer kniehoch durch die Straßen, Autos stehen quer, an den Seiten türmen sich Abfall und Gestrüpp.”

Es sei auch nicht absehen, wann das Wasser zurückgeht, sagte Bange. “Das einzig Gute ist, dass es gestern Abend aufgehört hat zu regnen.” Anwohner versuchten verzweifelt, mit Besen oder anderen Geräten das Wasser aus ihren Häusern zu bekommen. “Ich glaube, dass es noch viele Tage – wenn nicht Wochen – dauern wird, bis hier wieder Normalität einkehrt.”

Am Mittwoch war ein 46 Jahre alter Feuerwehrmann in Altena ertrunken, nachdem er einen Mann gerettet hatte. Ein weiterer Feuerwehrmann starb während eines Einsatzes in Werdohl – hier geht die Polizei von einem internistischen Notfall aus. Zudem seien zwei Helfer verletzt worden.

Insgesamt kämpften am Donnerstag m Märkischen Kreis nach Angaben von Bange noch etwa 900 Einsatzkräfte gegen die Fluten. Neben Altena war die Lage auch in Nachrodt, Werdohl und Teilen von Lüdenscheid besonders angespannt.

15.07., 10:43 Uhr: Frau stirbt in Rheinbach – Wohl Zusammenhang mit Unwetter

In Rheinbach bei Bonn ist am frühen Donnerstagmorgen eine tote Frau auf einer Straße entdeckt worden. Ein Zusammenhang mit dem Unwetter, von dem auch Rheinbach mit überfluteten Straßen stark betroffen war, sei wahrscheinlich, erklärte die Bonner Polizei. Die Tote habe noch nicht identifiziert werden können. Weitere Angaben wurden zunächst nicht gemacht.

15.07., 10:40 Uhr: Kreis Euskirchen berichtet von acht Toten

Bei dem schweren Unwetter im Kreis Euskirchen im Süden von Nordrhein-Westfalen sind nach ersten Erkenntnissen der Behörden mehrere Menschen ums Leben gekommen. “Derzeit sind uns acht Todesfälle bekannt”, hieß es am Donnerstag auf der Facebook-Seite des Kreises. Genauere Angaben – etwa weshalb genau die Menschen im Zusammenhang mit dem Unwetter starben – machte der Kreis zunächst nicht. 

In mehreren Orten sei die Lage sehr kritisch. “Es finden Menschenrettungen statt”, hieß es weiter. Teilweise bestehe kein Zugang zu den Orten. Im Kreisgebiet sei die Kommunikation weitgehend ausgefallen. Auch der Feuerwehr-Notruf 112 und die Kreisverwaltung seien nicht zu erreichen. Wegen der Verbindungsprobleme könne der Kreis derzeit nur unregelmäßig informieren.

15.07., 10:40 Uhr: Niederschläge von 148 Litern pro Quadratmeter in Rheinland-Pfalz

Bei den Unwettern im Norden von Rheinland-Pfalz sind bis zu 148 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Diese Menge ging im Laufe des Mittwochs und in der Nacht nieder, wie das Klimaschutzministerium in Mainz mitteilte. Für den Hochsommer sei das “ein neues Phänomen”, erklärte Ministerin Anne Spiegel (Grüne). “Die aktuellen Extremwetterereignisse in Form von Starkregen sind dramatisch.” Aus kleinen Bächen seien unberechenbare Fluten geworden. Am stärksten betroffen seien die Landkreise Ahrweiler, Bitburg-Prüm, Vulkaneifel und Trier-Saarburg. 

Auch an der Mosel verschärft sich die Lage nach Angaben des Ministeriums. Zurzeit werde am Pegel Trier ein Wasserstand bis 9,15 Metern erwartet. Am Oberrhein bilde sich am Pegel Maxau ein erster Hochwasserscheitel aus. Nach kurzem, leichtem Rückgang seien wegen der für den Südwesten vorhergesagten Niederschläge dann ab Donnerstagabend wieder steigende Wasserstände zu erwarten.

15.07., 10:20 Uhr: Zwei Tote in vollgelaufenen Kellern in Köln entdeckt 

In Köln sind zwei Menschen tot in ihren mit Wasser vollgelaufenen Kellern entdeckt worden. Die Feuerwehr habe die tote Frau sowie den toten Mann am späten Mittwochabend bei Einsätzen gefunden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

“In beiden Fällen hat die Polizei Ermittlungen zur genauen Todesursache aufgenommen”, erklärten die Ermittler. Die Leiche der 72 Jahre alten Frau war kurz nach 21.30 Uhr, die des 54-jährigen Bewohners eines Einfamilienhauses kurz vor Mitternacht gefunden worden.

Im Video siehst du, wie du dich am besten verhältst, wenn dein Keller vollgelaufen ist: Keller unter Wasser: Das musst du tunVeröffentlicht: | 01:47 Minuten

15.07., 10:15 Uhr: Bundeswehr unterstützt nach Unwetter in Hagen 

Zur Unterstützung der Feuerwehr im Unwetter-Krisengebiet in Hagen sind auch etwa hundert Bundeswehr-Soldaten im Einsatz. Die Stadt habe am Dienstagnachmittag einen entsprechenden Antrag gestellt, sagte ein Bundeswehr-Sprecher am Mittwoch. Kräfte aus Unna und Minden seien vor Ort. Unter anderem würden unter der Ägide der örtlichen Feuerwehr Bergepanzer, Tieflader und Kettensägen eingesetzt. Auch der Kreis Mettmann habe einen Hilfeleistungsantrag gestellt, über den aber noch nicht entschieden sei. 

Die Polizei in der vom Hochwasser stark betroffenen Stadt Hagen berichtete, mit Hilfe der Bundeswehr seien im Bereich Hohenlimburg unbefahrbare Zuwege geräumt worden, um eingeschlossenen Anwohnern helfen zu können.

15.07., 10:10 Uhr: Mobilfunknetz in Katastrophengebieten teils ausgefallen

Nach der Hochwasserkatastrophe in Teilen von Rheinland-Pfalz läuft seit Stunden ein großangelegter Rettungseinsatz. Polizeihubschrauber seien unterwegs, um Menschen von Hausdächern oder aus Bäumen zu retten, berichtete Ministerpräsidentin Malu Dreyer zu Beginn der Landtagsplenarsitzung in Mainz. Auch die Bundeswehr helfe mit rund 200 Soldaten. Es gebe sehr viele Vermisste, sagte Dreyer. Es sei unklar, ob sie sich selbst hatten retten können. Sie zu erreichen sei schwierig, da das Mobilfunknetz zum Teil ausgefallen sei.

15.07., 10:05 Uhr: Solinger Stadtteil bleibt gesperrt 

Etwa 600 Menschen aus dem Solinger Stadtteil Unterburg haben wegen des Hochwassers die Nacht nicht in ihren Wohnungen verbracht. “Unterburg bleibt bis auf weiteres komplett gesperrt – vom ehemaligen Rathaus bis zum Burger Bahnhof”, teilte Oberbürgermeister Tim Kurzbach am Donnerstagmorgen auf den sozialen Medien mit.

Die Feuerwehr sei weiter im Dauereinsatz. “Für die kommenden zwei bis drei Stunden ist nach Auskunft des Wupperverbandes weiterhin von einem konstant hohen Pegelstand der Wupper auszugehen”, schrieb Kurzbach auf Instagram. Daher könne vorläufig keine Entwarnung gegeben werden.

Am Mittwochabend und in der Nacht arbeiteten die Rettungskräfte in Solingen demnach etwa 200 Einsätze ab, rund 250 seien noch offen.

“Die Zahl der geretteten und evakuierten Personen lässt sich derzeit noch nicht beziffern”, schrieb Kurzbach.

Es sei noch nicht abzusehen, wann die Haushalte in Unterburg wieder mit Strom und Gas versorgt werden könnten, teilte die Stadt mit. Die Anlagen müssten zunächst überprüft und gegebenenfalls repariert werden. Die Stadt forderte die Menschen dazu auf, die evakuierten Gebiete und die Brücken im Bereich der Wupper zu meiden. Wann eine Rückkehr der Anwohner möglich sei, lasse sich noch nicht sagen.

Der Stadtteil Unterburg war am Mittwochabend evakuiert worden. Für die betroffenen Anwohner war eine Unterkunft in der Turnhalle einer Grundschule eingerichtet worden.

15.07., 10:00 Uhr: Gebäude im Kreis Ahrweiler von Einsturz bedroht

In der Katastrophenregion im nördlichen Rheinland-Pfalz sind nach Angaben des Mainzer Innenministeriums weitere Häuser vom Einsturz bedroht. “Die schlimmen Unwetter haben Rheinland-Pfalz mit erbarmungsloser Wucht getroffen und schon innerhalb weniger Stunden zum Einsturz gleich mehrerer Wohnhäuser im Landkreis Ahrweiler geführt”, erklärte Innenminister Roger Lewentz. 

Das genaue Ausmaß der Katastrophe in mehreren Landkreisen und kreisfreien Städten des Bundeslandes sei derzeit noch nicht absehbar. Bei der Rettung von Menschen sei am Mittwochabend auch ein Polizeihubschrauber mit Seilwinde eingesetzt worden. Lewentz sagte, er habe in der Nacht Kontakt zur Bundeswehr aufgenommen.

15.07., 09:50 Uhr: Ort mit 2000 Einwohnern bei Trier durch Hochwasser abgeschnitten 

Wegen des Hochwassers sind alle Zufahrtswege zur Gemeinde Kordel im Landkreis Trier-Saarburg abgeschnitten. Der Ort mit rund 2000 Einwohnern sei momentan nicht erreichbar, sagte ein Kreissprecher. Man versuche nun mit Hilfe der Bundeswehr mit Wasserfahrzeugen die Bewohner zu erreichen. Meldungen über Tote und Vermisste gebe es bisher nicht. Ähnliche Rettungsaktionen gebe es auch an dem wenige Kilometer entfernten Fluss Sauer.

15.07., 09:25 Uhr: Zahl der Vermissten nach Unwettern in der Eifel steigt auf knapp 70

In dem vom Hochwasser schwer getroffenen Eifel-Ort Schuld im Landkreis Ahrweiler ist die Zahl der Vermissten laut Polizei Koblenz inzwischen auf knapp 70 gestiegen. Dort waren den Angaben zufolge in der Nacht zum Donnerstag sechs Häuser eingestürzt. Eine Vielzahl an Häusern sei instabil, es bestehe Einsturzgefahr. Der Katastrophenfall sei ausgerufen worden. Mindestens vier Menschen kamen nach Angaben der Polizei ums Leben. 

Der gesamte Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz sei von der Unwetterlage betroffen, sagte der Sprecher. Mehrere Orte waren demnach wegen des Hochwassers von der Außenwelt abgeschnitten. Die vier Toten wurden an verschiedenen Orten im Landkreis gefunden. Ungefähr 50 Menschen befänden sich nach wie vor auf Hausdächern und müssten gerettet werden.

15.07., 09:20 Uhr: Keller unter Wasser – 77-Jähriger in Kamen ums Leben gekommen

Bei den Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen ist ein 77 Jahre alter Mann aus Kamen (Kreis Unna) gestorben. Der Mann sei in dem unter Wasser stehenden Keller seines Wohnhauses ums Leben gekommen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Hinweise auf ein Fremdverschulden lägen nicht vor. Die Todesumstände würden von der Kriminalpolizei ermittelt.

15.07., 09:10 Uhr: Politiker:innen reagieren auf Unwetter-Folgen

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat entsetzt auf die Folgen der Unwetter insbesondere im Westen Deutschlands reagiert.

“Die Meldungen zum Hochwasser alarmieren und schockieren”, schrieb der Bundesfinanzminister am Donnerstag auf Twitter. “Jetzt geht es um schnelle Hilfe.” Sein großer Dank gehe an die Einsatzkräfte, die ihr Leben riskierten. “Mein Mitgefühl gilt den Vermissten und Verstorbenen, ihren Angehörigen sowie allen, deren Häuser überschwemmt sind.”

Bereits am Vorabend hatte der FDP-Vorsitzende Christian Lindner getwittert, er habe selten so einen Starkregen erlebt wie gerade in Nordrhein-Westfalen. “Gäste meiner Veranstaltungen müssen wegen Überflutungen heim, Bäume stürzen auf Straßen, Sirenen heulen”, schrieb der Spitzenkandidat der Liberalen. “Passt auf Euch auf – und vielen Dank für den Dienst an alle, die jetzt Menschen in Not helfen!” Auch die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock dankte am späten Mittwochabend per Twitter “den unermüdlichen Einsatzkräften, die viel riskieren, um zu helfen”.

CDU-Chef Armin Laschet hat wegen der dramatischen Hochwasserlage in der Eifel seinen geplanten Besuch bei der Klausur der CSU-Landesgruppe in Seeon abgesagt. Das teilte die Staatskanzlei in Düsseldorf am Donnerstag mit. Laschet habe seine Reise durch Süddeutschland abgebrochen und sei noch in der Nacht nach Nordrhein-Westfalen zurückgekehrt. 

Am Donnerstagmorgen wollte Laschet die von den Unwettern besonders betroffene Stadt Hagen besuchen, um sich dort mit dem Oberbürgermeister im Krisenstab ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Aus der Staatskanzlei hieß es weiter, der Ministerpräsident wolle sich nach seinem Besuch in Hagen über die Folgen und weiteren Entwicklungen der Unwetter in Nordrhein-Westfalen informieren und mögliche Hilfen des Landes forcieren. 

15.07., 09:05 Uhr: Bahnverkehr in NRW nach Überflutungen massiv gestört

Durch die Überflutungen und den Dauerregen ist der Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen massiv beeinträchtigt. Die Bahn rief dazu auf, Fahrten von und nach Nordrhein-Westfalen nach Möglichkeit zu verschieben. Aufgrund von Streckensperrungen fahren zahlreiche S-Bahn- und Regionallinien nicht oder nur eingeschränkt, wie die Deutsche Bahn am Donnerstag mitteilte. Auch auf den Autobahnen gibt es erhebliche Wetter-Folgen. 

Die Bahnstrecke Köln – Wuppertal – Hagen – Dortmund ist derzeit nicht befahrbar. Der Hauptbahnhof Hagen sei wegen eines Wassereinbruchs gesperrt. Auch auf der Strecke von Köln nach Koblenz über Bonn Hauptbahnhof könnten keine Züge fahren. Erhebliche Einschränkungen gebe es zudem auf der Strecke von Köln nach Dortmund durchs Ruhrgebiet. Züge aus dem Norden und Osten endeten in Münster, Hamm und Dortmund. Aus dem Süden endeten die Verbindungen in Koblenz oder Köln.

An vielen Stellen sei es zu überspülten Gleisen, Fahrbahnstörungen und Beschädigungen von Betriebsanlagen gekommen. Eine Erfassung der Unwetterschäden sei erst mit abfließenden Wassermassen möglich. 

Die Autobahn 1 wurde nach Angaben der Polizei zwischen dem Kreuz Leverkusen und Burscheid wegen überfluteter Fahrbahnen in beiden Richtungen gesperrt. Auch auf der A 61 konnten zwischen dem Kreuz Bliesheim und dem Kreuz Meckenheim in beiden Richtungen keine Autos fahren.

15.07., 09:05 Uhr: Medienberichte: Unwetter fordert zwei Todesopfer in Belgien

In Belgien sind Medienberichten zufolge zwei Menschen im Zusammenhang mit Starkregen in der Provinz Lüttich ums Leben gekommen. Das berichtete der öffentlich-rechtliche Sender RTBF am Donnerstagmorgen unter Berufung auf die Gouverneurin der Provinz, Catherine Delcourt. Die Umstände seien noch unklar. Laut Berichten kam einer der Menschen in Aywaille ums Leben, rund 40 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Zudem starb laut “Grenzecho” im belgischen Eupen in der Nähe von Aachen ein 22-Jähriger. “Wie von offizieller Seite bestätigt wurde, ist der junge Mann im Eupener Ortsteil Nispert mit einem Schwimmreifen in den reißenden Stadtbach gesprungen und wurde seitdem vermisst”, heißt es in dem Bericht. Rettungskräfte hätten seine Leiche gefunden.

15.07., 09:04 Uhr: Hotline zur Hochwasserkatastrophe für Angehörige von Vermissten

Die Polizei hat zur Hochwasserkatastrophe in der rheinland-pfälzischen Eifel eine Hotline für Angehörige sowie ein Internetportal für Videos und Bilder eingerichtet. Unter der Nummer 0800-6565651 könnten sich Menschen melden, die Angehörige vermissen, schrieb das Polizeipräsidium Koblenz am Donnerstag auf Twitter. Unter dem Hinweisportal https://rlp.hinweisportal.de könnten Videosequenzen und Fotos hochgeladen werden, “die Hinweise auf vermisste Personen und Tote geben können”.

15.07., 08:55 Uhr: Kurzschluss durch Hochwasser – Klinik in Leverkusen wird geräumt

Wegen einer Störung der Stromversorgung muss in Leverkusen ein Krankenhaus komplett evakuiert werden. Betroffen seien 468 Menschen, teilte das Klinikum Leverkusen am Donnerstagmorgen mit. Die Maßnahme sei mit der Feuerwehr abgesprochen. Alle Operationen, Termine und Eingriffe seien abgesagt.

Bereits in der Nacht sei der Notstrom ausgefallen, einige Stationen seien ohne Licht gewesen. “Die medizinischen Geräte der Intensivstationen mussten teilweise mit Akkus betrieben werden”, teilte das Klinikum mit. Bereits in der Nacht seien 12 Kinder und 15 erwachsene Patienten in umliegende Krankenhäuser verlegt worden.

Auslöser des Stromausfalls war das Hochwasser des Flüsschens Dhünn. Dadurch wurde ein Kurzschluss an zwei Trafos ausgelöst, der Strom fiel aus. Es sei nicht abzusehen, wann die Stromversorgung wieder zuverlässig funktionieren werde, erklärte das Klinikum.

15.07., 08:40 Uhr: Wasserstände an Flüssen und Seen steigen weiter

Die Hochwasservorhersagezentrale warnt vor steigenden Wasserständen an Flüssen und Seen in den kommenden Tagen.

Der Rhein-Pegel stieg am Donnerstagmorgen auf 8,4 Meter, wie ein Sprecher der Zentrale mitteilte. Die Schifffahrt bei Karlsruhe wurde bereits am Dienstagabend gesperrt, nachdem die Marke von 7,5 erneut überschritten wurde. Der Wasserstand werde am Donnerstag etwas fallen und am Freitag stärker ansteigen, teilte der Sprecher weiter mit. Der Pegel könnte am Freitag um die 8,7 Meter erreichen.

Auch der Wasserstand am Bodensee werde in den kommenden Tagen weiter steigen: Der Stand könnte den Hochwassermeldewert von 4,80 Meter überschreiten, sicher sei diese Prognose allerdings nicht.

15.07., 08:40 Uhr: Ortschaft bei Bevertalsperre in NRW mit Boot evakuiert 

Nach massiven Regenfällen müssen etwa 1500 Menschen in Hückeswagen im Bergischen Land ihre Wohnungen verlassen. “Bei den Evakuierungsmaßnahmen muss viel mit dem Boot gemacht werden, weil die Straßen nicht mehr befahrbar sind”, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen. Betroffen sei vor allem der Stadtteil Kleineichen unterhalb der Bevertalsperre. Bei den Rettungsmaßnahmen seien zwei DLRG-Helfer verletzt worden. 

Die Lage scheint allerdings nicht mehr ganz so angespannt wie noch in der Nacht. “Der Damm, der zu brechen drohte, ist soweit sicher”, sagte der Polizeisprecher. In dem Bereich rund um die Talsperre gebe es aber großflächige Überschwemmungen. In der Nacht waren im Oberbergischen Kreis nach Angaben des Polizeisprechers etwa 1000 Kräfte im Einsatz.

An der Wuppertalsperre werde unterdessen das Wasser weiter abgelassen. Dort war ein unkontrollierter Überlauf befürchtet worden. Der Feuerwehr gelang es jedoch, das Wasser kontrolliert ablaufen zu lassen. Aus Sicherheitsgründen waren die Anwohner der Wupper in Radevormwald bereits seit dem späten Mittwochabend aufgefordert worden, ihre Wohnungen zu verlassen.

15.07., 08:20 Uhr: Mann nach Sturz in überflutetem Keller gestorben

In Solingen ist ein 82 Jahre alter Mann nach einem Sturz im überfluteten Keller seines Hauses gestorben. Bei dem Sturz sei er mit dem Kopf unter Wasser geraten, sagte eine Sprecherin der Wuppertaler Polizei am Donnerstag. Nach Angaben der Stadt Solingen war der Mann aus einem Kellerschacht gerettet und wiederbelebt worden. Er sei nach dem Transport ins Krankenhaus gestorben.

15.07., 08:00 Uhr:  Vier Tote bei Unwettern im Landkreis Ahrweiler

Im Landkreis Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) sind vier Menschen nach schweren Überflutungen ums Leben gekommen. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei in Koblenz am Donnerstagmorgen.

Die genauen Umstände seien noch unklar. Die Opfer wurden demnach an mehreren Orten gefunden.

15.07., 07:30 Uhr: Häuser in der Eifel eingestürzt – zahlreiche Menschen vermisst

Nach Überflutungen und Dauerregen sind laut Polizei im Eifel-Ort Schuld bei Adenau in der Nacht zum Donnerstag sechs Häuser eingestürzt. Nach Angaben eines Polizeisprechers vom Morgen werden dort derzeit mehr als 30 Menschen vermisst. 

Eine Vielzahl an Häusern sei instabil, es bestehe Einsturzgefahr. Die Lage in Schuld sei unübersichtlich, so der Sprecher. Wie viele Menschen genau vermisst würden, sei noch unklar. Der Katastrophenfall sei ausgerufen worden.

Der gesamte Landkreis Ahrweiler sei von der Unwetterlage betroffen, sagte der Sprecher. Mehrere Orte wurden demnach wegen des Hochwassers von der Außenwelt abgeschnitten. Ungefähr 50 Menschen befänden sich dort auf Hausdächern und müssten gerettet werden.

Auch im Eifelkreis Bitburg-Prüm ist die Situation wegen Hochwassers nach Angaben eines Kreis-Sprechers extrem gefährlich. In Messerich in der Eifel wurden nach Angaben des Kreises zwei Helfer des Technischen Hilfswerks von den Fluten eingeschlossen, es besteht Lebensgefahr, wie der SWR berichtete.

Am Abend hatten die Behörden im Landkreis Ahrweiler extremen Starkregen gemeldet.  Die Feuerwehr Koblenz half zusammen mit dem Technischen Hilfswerk Lahnstein und der Feuerwehr Mainz aus, um 800 Sandsäcke pro Stunde zu füllen. Diese wurden mit sechs Lkw in den Landkreis Ahrweiler gebracht. 

Es sei mit Sturzfluten und Überflutungen zu rechnen, hieß es. Auf dem Campingplatz “Stahlhütte” in Dorsel (Kreis Ahrweiler) und weiteren Anlagen entlang der Ahr mussten Personen von den Dächern ihrer Campingwagen gerettet werden.

Ein Video, das sich im Netz verbreitet, zeigt wie katastrophal die Lage in der Eifel ist:

15.07., 07:20 Uhr: Großeinsatz für Feuerwehr nach Gewitter in Schleswig-Holstein

Nach einem starken Gewitterschauer sind die Einsatzkräfte der Feuerwehr in Uetersen in Schleswig-Holstein zu zahlreichen Einsätzen ausgerückt. In rund 60 Fällen wurden am Mittwochabend überflutete Keller, Straßen und Grundstücke leergepumpt, wie der Kreisfeuerwehrverband mitteilte.

Besonders heftig trafen demnach die Wassermassen die Fußgängerzone, vier Wohnblocks und das Gelände einer Chemiefirma, bei der die Produktionshallen vollzulaufen drohten. Als die Einsatzkräfte bei der Firma eintrafen, hätten Mitarbeiter des Betriebs die Hallen bereits mit dafür vorgesehenen Barrieren gegen das Wasser geschützt. Die Gefahr eines Gefahrgutaustritts habe zu keiner Zeit bestanden, hieß es.

15.07., 07:03 Uhr: Damm der Steinbachtalsperre droht zu brechen – A61 vollgesperrt

Der Damm der Steinbachtalsperre in Euskirchen droht aufgrund des Unwetters zu brechen. Daher sei am Donnerstag die Autobahn 61 zwischen Bliesheim und Meckenheim vollgesperrt worden, teilte die Polizei mit. Zuvor war die A61 bereits gesperrt worden, weil die Autobahn von Wasser überflutet worden sei. Zur Beobachtung des Dammes seien das Technische Hilfswerk (THW) und die Polizei vor Ort. Der Verkehr wird auf die A565 umgeleitet.

15.07., 05:30 Uhr: Zusammenfassung aus der der Nacht

Im Einsatz gegen die Auswirkungen der neuesten Unwetter sind zwei Feuerwehrleute im Märkischen Kreis ums Leben gekommen. Heftiger Regen sorgte in vielen Teilen Nordrhein-Westfalens und in Rheinland-Pfalz sowie im Saarland für Überschwemmungen, Hochwasser und Stromausfälle. Der extreme Dauerregen sollte zwar laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes  (DWD) in der Nacht zum Donnerstag nachlassen. Doch vielerorts dürfte es nun an die Aufräumarbeiten gehen. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will am Donnerstag die von Überflutungen besonders betroffene Ruhrgebietsstadt Hagen besuchen.

In Rheinland-Pfalz sollen im Kreis Vulkaneifel und in der Ortsgemeinde Kordel im Landkreis Trier-Saarburg die Schulen geschlossen bleiben.

Zwei Feuerwehrmänner sterben im Einsatz

In Altena im Sauerland kam bei der Rettung eines Mannes nach dem Starkregen ein 46 Jahre alter Feuerwehrmann ums Leben. Er wurde von den Wassermassen fortgerissen und ertrank. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei im Märkischen Kreis am Mittwoch. Nur zwei Stunden später kollabierte ein 52 Jahre alter Feuerwehrmann bei einem Einsatz im Bereich des Kraftwerks Werdohl-Elverlingsen. Er sei am Mittwochabend trotz Reanimations- und Hilfsmaßnahmen gestorben, teilte die Polizei mit. Die Polizei gehe von einem gesundheitlichen Notfall aus. In Altena waren – wie in vielen anderen Orten – Keller und Straßen überflutet. Der über die Ufer getretene Fluss Lenne verschärfte dort die Situation zusätzlich. Das Wasser lief in die Innenstadt. Altena sei “so gut wie nicht erreichbar”, teilte die Polizei am Nachmittag mit.

Menschen mussten ihre Häuser verlassen

In Hückeswagen im Oberbergischen Kreis lief aufgrund der heftigen Regenfälle die Bevertalsperre über. Das Wasser liefe aktuell unkontrolliert über den Rand der Staumauer, teilte ein Sprecher der Leitstelle am frühen Donnerstagmorgen mit. Mehr als 1000 Menschen mussten demnach ihre Häuser verlassen. Nach enormen Regenfällen haben die Behörden im Bergischen Land einen unkontrollierten Überlauf der Wupper-Talsperre bei Radevormwald befürchtet. Einsatzkräfte der Feuerwehr können das Wasser nach Angaben eines Sprechers der Leitstelle Oberbergischer Kreis mittlerweile jedoch kontrolliert ablaufen lassen. Aus Sicherheitsgründen wurden die Anwohner der Wupper in Radevormwald bereits seit dem späten Abend aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen, auch mit Lautsprecherdurchsagen. Für Betroffene wurde eine Betreuungsstelle in einer Grundschule in Radevormwald eingerichtet.

Mehrere Häuser sowie ein Tierheim wurden am frühen Donnerstagmorgen in Solingen-Unterburg aufgrund des Hochwassers evakuiert. Der Wasserzufluss bleibe derzeit unvermindert hoch, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Wuppertal mitteilte. Demnach werde das Wasser momentan von Einsatzkräften der Feuerwehr abgelassen, was sich auf das Stadtgebiet auswirkt. Die Bewohner konnten in Notunterkünften und teilweise bei Bekannten untergebracht werden.

Trinkwasserverbrauch in Wuppertal soll eingeschränkt werden

Auch in Wuppertal sorgten heftige Regenfälle zu einem Anstieg der Wupper und so für überflutete Straßen. Wie ein Sprecher der Polizei am frühen Donnerstagmorgen mitteilte, wurden einige Straßen auf der Talachse entlang der Wupper gesperrt. Anwohner wurden demnach aufgefordert, sich nicht in Kellergeschossen aufzuhalten, sondern sich in höher gelegene Wohnungen zu begeben. Trotz der angekündigten Flutwelle sei die Unwetterlage in der Stadt aber noch überschaubar, teilte der Sprecher weiter mit. Die Feuerwehr wies auf Twitter vorzeitig darauf hin, den Trinkwasserverbrauch vorsorglich einzuschränken. Durch einen Stromausfall sei auch die Wasserversorgung betroffen.

Deutsche Bahn: Reisen aus und nach NRW vermeiden

Die Deutsche Bahn riet allen Bahnreisenden, Nordrhein-Westfalen weiträumig zu umfahren. “Bitte verschieben Sie Reisen von und nach NRW nach Möglichkeit auf die kommenden Tage”, hieß es in einer Mitteilung. Am Mittwoch wurde auf zahlreichen Bahnlinien der Betrieb eingestellt. Die Bahn berichtete unter anderem von Verspätungen und Ausfällen von Zügen zwischen Köln und Düsseldorf sowie zwischen Köln und Wuppertal. Die Strecken zwischen Köln und Koblenz waren auf beiden Seiten des Rheins nicht befahrbar. ICE-Züge zwischen Frankfurt und Brüssel fuhren nur zwischen Frankfurt und Köln.

Vulkaneifel: Katastrophenfall ausgerufen

In Rheinland-Pfalz rief der Kreis Vulkaneifel nach starken Regenfällen und Überschwemmungen den Katastrophenfall aus. “Die Lage ist sehr ernst, wir haben viele überschwemmte Straßen und Ortschaften, die nicht mehr erreichbar sind”, sagte Landrätin Julia Gieseking am Mittwochabend in Daun. Die Schulen im Kreis sollen am Donnerstag geschlossen bleiben. “Ich appelliere an die Bevölkerung, dass alle zuhause bleiben und sich schützen vor den Wassermassen”, sagte Gieseking.

Zweithöchste Alarmstufe in Trier-Saarburg ausgerufen

Nach Überschwemmungen wegen anhaltender Regenfälle wurde am Mittwochabend im Landkreis Trier-Saarburg die zweithöchste Alarmstufe ausgerufen. Nach einer Mitteilung der Technischen Einsatzleitung des Brand- und Katastrophenschutzes waren am frühen Donnerstagmorgen die Verbandsgemeinden Trier-Land, Schweich und Konz am heftigsten vom Hochwasser betroffen.

15.07., 04:05 Uhr: Wupper-Talsperre läuft kontrolliert ab 

Nach enormen Regenfällen haben die Behörden im Bergischen Land einen unkontrollierten Überlauf der Wupper-Talsperre bei Radevormwald befürchtet. Einsatzkräfte der Feuerwehr können das Wasser mittlerweile jedoch kontrolliert ablaufen lassen, teilte ein Sprecher der Leitstelle Oberbergischer Kreis am frühen Donnerstagmorgen mit. Nach Angaben von Hans-Uwe Koch vom Amt für Bevölkerungsschutz des Kreises soll durch das Ablaufenlassen Druck vom Sperrdeich genommen werden.

Der Oberbergische Kreis warnte am Abend unter der Überschrift “Evakuierung” davor, dass der Wasserstand der Wupper im Stadtgebiet von Radevormwald in kurzer Zeit sehr stark anschwellen wird. “Es besteht die akute Gefahr der Überflutung”, hieß es in der Warnung.

Die Anwohner entlang der Wupper im Stadtgebiet wurden aufgefordert, umgehend den Gefahrenbereich zu verlassen. “Es besteht akute Lebensgefahr!” Aus Sicherheitsgründen wurden die Anwohner der Wupper in Radevormwald bereits seit dem späten Abend aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen, auch mit Lautsprecherdurchsagen. Für Betroffene wurde eine Betreuungsstelle in einer Grundschule in Radevormwald eingerichtet.

15.07., 03:55 Uhr: Bevertalsperre in Hückeswagen läuft über

In Hückeswagen im Oberbergischen Kreis ist aufgrund der heftigen Regenfälle die Bevertalsperre übergelaufen. Das Wasser liefe aktuell unkontrolliert über den Rand der Staumauer, teilte ein Sprecher der Leitstelle am frühen Donnerstagmorgen mit. “Die Lage lässt sich momentan nicht steuern”, erklärte er weiter.

Demnach seien Einsatzkräfte der Feuerwehr und Rettungsdienste zur Koordinierung und Räumung vor Ort. Häuser müssen evakuiert und über 1000 Menschen in Notunterkünften untergebracht werden, hieß es. Wann die Evakuierungsmaßnahmen abgeschlossen werden können, sei noch nicht absehbar.

15.07., 01:35 Uhr: Land unter in der Eifel – Kein Schulunterricht möglich

Nach starken Regenfällen und Überschwemmungen herrscht vielerorts in Rheinland-Pfalz Land unter. Die Kreisverwaltung in Daun rief den Katastrophenfall aus. Unter anderem bleiben die Schulen im Landkreis Vulkaneifel an diesem Donnerstag geschlossen. Unterdessen steigt das Hochwasser an Rhein, Ahr und Mosel. 

“Die Lage ist sehr ernst, wir haben viele überschwemmte Straßen und Ortschaften, die nicht mehr erreichbar sind”, sagte die Landrätin des Kreises Vulkaneifel, Julia Gieseking (SPD), am Mittwochabend. “Ich appelliere an die Bevölkerung, dass alle zuhause bleiben und sich schützen vor den Wassermassen.”

Der Katastrophenfall ermöglicht die Unterstützung der Bundeswehr. Nach Angaben der Landrätin werden auch Fahrzeuge benötigt, um nicht mehr befahrbare Straßen zu passieren. Der Schwerpunkt der Einsätze liege in der Rettung von Menschen. Die Einsatzkräfte könnten sich zunächst kaum um überschwemmte Keller kümmern. “Es gibt so viele Einsatzorte, dass wir Prioritäten setzen müssen.” Auch der Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsbehörde (ADD), Thomas Linnertz, eilte in die Vulkaneifel, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Aus dem benachbarten Eifelkreis Bitburg-Prüm berichtete ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur von zahlreichen gesperrten Straßen. In Prüm war die Feuerwehr seit dem Vormittag im Dauereinsatz, wie ein Gemeindesprecher sagte. Die Pegelstände der Bäche seien stark angestiegen, zahlreiche Keller voll gelaufen. Die Feuerwehr verteilte an die 5000 Sandsäcke in der Verbandsgemeinde. Im Kreis Bernkastel-Wittlich wurde vor “langanhaltenden und kreisweiten Stromausfällen” gewarnt. 

Weiter westlich rief der Kreis Trier-Saarburg am Mittwochabend die zweithöchste Alarmstufe aus. In dieser vierten von fünf Alarmstufen übernimmt die Kreisverwaltung die Koordination der Einsätze in den sieben Verbandsgemeinden. Von Überschwemmungen waren vor allem die Verbandsgemeinden Trier-Land, Schweich und Konz betroffen. “Das Wetter kommt runter von der Eifel in Richtung Trier”, sagte eine Sprecherin der Kreisverwaltung.

“Extremen Starkregen” meldeten auch die Behörden im Landkreis Ahrweiler. Dort half die Feuerwehr Koblenz zusammen mit dem Technischen Hilfswerk Lahnstein und der Feuerwehr Mainz aus, um 800 Sandsäcke pro Stunde zu füllen. Diese wurden mit sechs Lkw in den Landkreis Ahrweiler gebracht. “Aktuell ist die Hochwassergefahr an der Ahr sowie ihren kleineren und mittleren Zuflüssen sehr groß”, teilte die Kreisverwaltung mit. Es sei mit Sturzfluten und Überflutungen zu rechnen. Auf dem Campingplatz “Stahlhütte” in Dorsel (Kreis Ahrweiler) und weiteren Anlagen entlang der Ahr mussten Personen von den Dächern ihrer Campingwagen gerettet werden.

Der Hochwassermeldedienst teilte mit, dass der Wasserstand der Mosel am Pegel Trier weiter stark steigen werde. Am Donnerstag sei ein Anstieg bis in den Bereich von neun Metern nicht ausgeschlossen. Am Mittwochabend wurde zunächst der Pegel von sechs Metern überschritten. Am Rhein wurde in Speyer der Wasserstand von sieben Metern überschritten, in Mainz von fünf Metern. Für den gesamten Ober- und Mittelrhein wurden weiter steigende Wasserstände erwartet.

14.07., 21:50 Uhr: Chemiepark-Abwässer laufen auf Straße – Hautreizungen bei Anwohnern

Nach dem Überlaufen einer Abwasserbehandlungsanlage im Chemiepark Knapsack in Hürth bei Köln haben Anwohner Hautreizungen erlitten. Wie die Zentrale Einsatzleitung des Chemieparks am Mittwochabend mitteilte, hatte der viele Regen zu Einschränkungen an der Anlage geführt. Ein Überlaufen habe nicht verhindert werden können. Dadurch sei es zum Abfluss erheblicher Mengen Niederschlagswassers sowie Abwassers auf eine Straße gekommen. Ein Sprecher bezifferte die Anzahl der betroffenen Personen mit “ein paar”. Der Chemiepark machte zunächst keine Angaben darüber, welche Stoffe die Hautreizungen ausgelöst haben könnten. Im Chemiepark sind nach eigenen Angaben rund 30 Unternehmen tätig.

14.07., 18:25 Uhr: Regenmassen auch in der Nacht

Blicken wir auf die nächsten Stunden. In der Nacht zum Donnerstag erwarten wir vor allem im Südwesten und Westen weitere schauerartige, teils gewittrige Niederschläge, regional weiter mit hohen Niederschlagsmengen, allmählich auch auf den Süden ausgreifend. Es besteht also weiterhin die Gefahr von Überflutungen! Im äußersten Nordwesten strichweise teils gewittriger Starkregen. Am Donnerstag regnet es dann im Westen und Süden weiter, lokal immer noch heftig. Auch im Nordosten und Osten ist mit einer geringen Schauer- und Gewitterneigung zu rechnen.

Weitere Details zur Wetterlage gibt’s im Video:Wetter morgen: Starkregenkarussel dreht sich nach SüdenVeröffentlicht: | 00:57 Minuten

14.07., 18:14 Uhr: Dach von Ladenlokal stürzt ein

Im Starkregen ist das Flachdach eines Einzelhandelsgeschäfts in einem Einkaufszentrum in Würselen bei Aachen eingestürzt. Eine verletzte Person habe sich selbst retten können, teilte die Stadt mit. Der Bereich sei auch noch mit Rettungshunden abgesucht worden, es seien jedoch keine weiteren Menschen in dem Gebäude entdeckt worden. Der Komplex mit mehreren Geschäften wurde zunächst komplett geräumt. Nachdem das Gebäude von Fachleuten in Augenschein genommen wurde, blieb nur der Bereich mit dem eingestürzten Dach weiter gesperrt. “Vermutlich hat das Dach den Wassermassen infolge des Starkregens nicht standgehalten”, erklärte die Stadt Würselen.

14.07, 17:39 Uhr: Dauerregen in NRW! Verkehr auf Schiene und Straßen teils gestört

Der Dauerregen beeinträchtigt den Bahnverkehr und führt zur Sperrung einzelner Bundes- und Landesstraßen in Nordrhein-Westfalen. Unwetterbedingt komme es zu Störungen, sagte ein Bahnsprecher. Der Schienenverkehr zwischen Düsseldorf und Duisburg könne nur über zwei Gleise abgewickelt werden, weil ein Nebenlauf der Düssel über die Ufer getreten sei. Es komme zu Verspätungen und Teilausfällen, etwa wenn Züge vor dem eigentlichen Fahrtziel wenden. Normalerweise stehen auf der Strecke vier Gleise zur Verfügung. Die Bahnstrecke zwischen Hagen und dem südlicher gelegenen Ort Rummenohl wurde gesperrt. Grund ist laut Bahn ein Böschungsrutsch an einer Straße.

Kurzfristige Sperrungen einzelner Bundes- und Landesstraßen wegen Starkregens meldete Straßen.NRW. Besonders betroffen seien die Regionen Südwestfalen, Ville-Eifel und Rhein-Berg. “Vor allem in engen Tallagen und an Abhängen entwickeln sich durch den Regen reißende Ströme”, erklärte der Landesbetrieb, ganze Straßenzüge würden so unter Wasser gesetzt. Sobald der heftige Regen nachlasse, werde das Aufräumen beginnen, die Schäden würden behoben. Betroffene Bereiche sollten umfahren werden.

Im Video zeigen wir aktuelle Bilder vom Mittwoch aus Hagen:Land unter in HagenVeröffentlicht: | 01:07 Minuten

14.07., 16:59 Uhr: Mann will Feuerwehr von Unwettermaßnahmen abhalten

Ein Mann hat die Feuerwehr vom Verteilen von Sandsäcken aufgrund des Starkregens abhalten wollen. Der 48-Jährige hatte am frühen Mittwochmorgen in Graitschen bei Bürgel (Saale-Holzland-Kreis) zwei Autos so auf der Straße abgestellt, dass ein Durchkommen für die Feuerwehr unmöglich war, wie die Polizei mitteilte. Dabei kollidierte er noch mit einem geparkten Fahrzeug und verursachte einen vierstelligen Schaden. Zudem soll der auf den Einsatzwagen einschlagende Mann auch zwei Feuerwehrleuten mit Schlägen gedroht haben, sollten sie die Maßnahmen nicht abbrechen. 

Die hinzugerufene Polizei stellte einen Atemalkohol von mehr als zwei Promille fest. Warum der Mann die Feuerwehr abhalten wollte, blieb unklar. In der Nacht war es in mehreren Orten in Thüringen zu heftigen Unwettern mit Gewitter und Starkregen gekommen.

14.07., 16:50 Uhr: Altena stark von Erdrutschen getroffen – Lenne tritt über Ufer 

In Altena im Sauerland haben die starken Regenfälle viele Schäden verursacht. Die Stadt ist “so gut wie nicht erreichbar”, teilte die Polizei mit. “Wer nicht unbedingt nach Altena fahren muss, sollte sein Anliegen verschieben.” Das Hochwasser an der Lenne verschärfte die Situation. Das Wasser des über die Ufer getretenen Flusses laufe bereits in die Innenstadt, hieß es am Nachmittag. Mehrere Straßen wurden gesperrt. 

Seit dem Vormittag kämpften die Einsatzkräfte bereits gegen Wasser-, Erd- und Geröllmassen, schilderte ein Feuerwehrsprecher. Von den umliegenden Hängen seien an mehreren Stellen größere Wassermengen auf die Stadt herabgestürzt, es sei zu «massiven Abrutschen» gekommen. Die Feuerwehr werde auch von Technischen Hilfswerk und dem Deutschen Roten Kreuz unterstützt. “Unser Hauptaugenmerk liegt auf dem Stadtzentrum.” Bisher habe es keine Verletzten gegeben.

14.07., 16:45 Uhr: Uniklinik Münster muss wegen Dauerregen Betrieb reduzieren 

Die Uniklinik Münster muss wegen der Wetterlage derzeit den Betrieb reduzieren. Der Dauerregen mit hoher Luftfeuchtigkeit und die seit längeren geplanten Bauarbeiten an der Fernheizungsanlage führen zu Problemen, wie die Uniklinik am Mittwoch mitteilte. Innerhalb des Zentralklinikums kann demnach die Luftfeuchtigkeit derzeit nicht reguliert werden. In den Operationssälen sei daher aufgrund von Kondensatbildung kein hygienisch einwandfreier Betrieb möglich. Verschiebbare Operationen würden deshalb bis zum Wochenende abgesagt. Die Umbauarbeiten an der Fernmeldeleitung seien bis dahin abgeschlossen. 

Medizinisch dringende Fälle können aber weiterhin operiert werden, heißt es. Dazu werden Operationssäle in anderen, nicht betroffenen Gebäuden der Klinik genutzt. Auch die sonstige Patientenversorgung sei nicht betroffen.

14.07., 16:40 Uhr: Zahlreiche Flüsse in Nordrhein-Westfalen überschreiten Hochwasser-Warnwerte

Nach den heftigen Regenfällen der vergangenen Stunden sind an zahlreichen Flüssen in Nordrhein-Westfalen Hochwasser-Warnwerte überschritten. “Das ist eine Situation, wie wir sie sonst allenfalls aus dem Winter kennen. Im Sommer ist sowas in der Fläche und Intensität absolut ungewöhnlich”, sagte der Leiter des Hochwasserinformationsdienstes des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv), Bernd Mehlig, am Mittwoch in Duisburg.

So führten die Lenne und die Volme im Sauerland derzeit so viel Wasser, dass örtliche Überflutungen drohten. In der Region habe es stellenweise bis zu 100 Liter den Quadratmeter in nur wenigen Stunden geregnet. Auch in der Eifel machen steigende Pegelstände von Inde und Wurm nach “langanhaltendem Bindfadenregen” Sorgen. Beide Gewässer münden in die Rur und lassen auch dort die Wasserstände steigen. So droht der Fluss Inde den historischen Stadtkern von Kornelimünster in Aachen zu überfluten, wie die Stadt mitteilte.

Der Hochwasser-Experte Mehlig sprach für das Sauerland und die Eifel von einer ernstzunehmenden Situation, in der die örtlichen Feuerwehren sich mancherorts weiter auf Überflutungen einstellen müssten. “Die Böden sind gesättigt und können kein Wasser mehr aufnehmen. Das, was jetzt an Regen dazukommt, wird sich direkt in den Gewässern bemerkbar machen”, sagte Mehlig.

14.07., 16:30 Uhr: Wasserstand der Wupper steigt – Sandsäcke als Schutzdamm

Zum Schutz vor einem möglichen Übertreten der Wupper und Bächen in Solingen hat die Feuerwehr über 2.000 Sandsäcke eingesetzt. Zudem sperrten Einsatzkräfte zwei unmittelbar an dem Fluss gelegene Parkplätze ab, sagte ein Feuerwehrsprecher am Mittwoch. Mit den Sandsäcken seien etwa Dämme an den Gewässern gebaut worden, um etwa ein Firmengebäude zu schützen. Insgesamt wurde die Feuerwehr in Solingen bis Mittag zu rund 45 wetterbedingten Einsätzen gerufen.

Der Pegel der Wupper müsse weiter beobachtet werden, berichtete eine Sprecherin des Wupperverbandes. Bereits Anfang der Woche habe man angefangen, Wasser aus den Talsperren abzulassen, damit diese bei heftigem Regen nicht übertreten. Bisher sei noch keine Talsperre übergelaufen, hieß es.

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Die schlimmsten Befürchtungen sind eingetroffen. Das gesamte #Ahrtal überflutet. #Ahrweiler, #BadNeuenahr, #Mayschoß u. a. überschwemmt. Kein Strom, kein Empfang. Hier ein Blick auf #Dernau.David Sauer

14.07., 16:20 Uhr: Umweltamt warnt vor 20-Jahr-Hochwasser in der Eifel

Heftige Unwetter haben die Eifel erreicht. Die Verbandsgemeinde Prüm meldete eine “bedrohliche Wetterlage” über dem Prümer Land. Bei der Leitstelle der Gemeinde würden zahlreiche Telefonanrufe eingehen, sagte ein Feuerwehrsprecher am Mittag. Nähere Infos zu Schäden und Überflutungen machten die Einsatzkräfte zunächst nicht.

Das rheinland-pfälzische Umweltamt meldete eine “hohe Hochwassergefährdung” für das obere Kyll-Einzugsgebiet. Es sei mit Über-20-jährlichem Hochwasser zu rechnen. Das bedeutet, dass gemäß Modellrechnungen Hochwasser auftreten kann, das im statistischen Mittel nur etwa alle 20 Jahre einmal eintritt. Keller könnten überfluten und überörtliche Verkehrsverbindungen gesperrt werden.

14.07., 16:05 Uhr: Düsseldorf: Anwohner sollen Gebiete verlassen – Strom wird abgestellt 

Die Stadt Düsseldorf hat wegen einer drohenden Überschwemmung die Anwohner im Ortsteil Grafenberg zum Verlassen ihrer Wohnungen aufgefordert. Besonders betroffen vom steigenden Hochwasser der Nördlichen Düssel seien etwa 350 Gebäude der Ostparksiedlung, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Eine Betreuungsstelle für die Anwohner sei in einer Schule eingerichtet worden.

Am Nachmittag sollt zudem aus Sicherheitsgründen und zum Schutz der dortigen Trafo-Station der Strom abgeschaltet werden. Die Stadt rechnet nach eigenen Angaben damit, dass die Keller der Häuser mit Wasserständen von 1,50 bis zwei Metern Höhe überflutet werden. Erst in den kommenden Tagen könnten die Wassermassen kontrolliert abgepumpt werden. 

Wer sich in dem betroffenen Gebiet aufhalte, solle Heiz- und Kochgeräte abschalten und die Gebäude anschließend sofort verlassen, warnte die Stadt über die App Nina. Zudem forderte sie die Menschen auf, geparkte Fahrzeuge aus dem Überflutungsbereich wegzubringen. Nach starken Regenfällen sei es in der Düssel zu einem “historischen Hochwasser” gekommen.

14.07., 15:40 Uhr: Teilweise Einstellung der Rhein-Schifffahrt

Aufgrund steigender Pegelstände ist die Schifffahrt auf dem Rhein in Rheinland-Pfalz teilweise eingeschränkt. Am Pegel Maxau wurde die Schifffahrts-Hochwassermarke II überschritten, wie der Hochwassermeldedienst in Mainz mitteilte. Im Bereich der Pegel Speyer und Worms bis Kaub ist die Hochwassermarke I weiterhin überschritten. Binnenschiffe müssen deshalb hier ihr Tempo drosseln und in der Mitte der Fahrrinne bleiben.

Grund für den Anstieg sind die anhaltenden Regenfälle. Der Hochwassermeldedienst erwartet am Pegel Maxau in der Nacht zum Donnerstag einen Zwischenhöchststand. Auch an den Pegeln Mainz und Koblenz seien steigende Pegelstände zu erwarten.

14.07., 15:35 Uhr: NRW-Innenminister: Lage in einigen Regionen “außerordentlich schwierig”

Die anhaltenden starken Regenfälle haben nach Angaben von NRW-Innenminister Herbert Reul zu einer “außerordentlich schwierigen Lage” in einigen Regionen des Landes geführt. “Die weitere Entwicklung ist derzeit nicht mit Sicherheit absehbar”, sagte Reul der Deutschen Presse-Agentur. 

Seit Dienstag hätten landesweit rund 3.900 Kräfte fast 2.100 Einsätze bewältigt. “Viele von ihnen sind ehrenamtlich tätig und arbeiten gerade unermüdlich, um die Wassermassen zu bewältigen”, so der Minister. 

14.07., 15:30 Uhr: Tunnel bei Düsseldorf überflutet – A44 gesperrt 

Wegen eines überfluteten Tunnels nach dem heftigen Starkregen ist die A44 bei Düsseldorf auf einem Abschnitt in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Wie die Autobahn GmbH mitteilte, soll die Sperrung bis zum Donnerstag bestehen bleiben. Der Verkehr werde im Autobahnkreuz Düsseldorf-Nord abgeleitet und könne über den Flughafentunnel ausweichen, hieß es. In beide Richtungen bildeten sich mehrere Kilometer Stau. 

Auch auf weiteren Autobahnabschnitten sorgten nach den unwetterartigen Regenfällen überschwemmte Fahrbahnen für Verkehrsbehinderungen. So war es nach Angaben der Autobahnniederlassung Rheinland am Mittag nicht möglich im Kreuz Köln-Süd von der A555 auf die A4 nach Aachen zu fahren. Auf einer überfluteten Fahrbahn der A4 zwischen Weisweiler und Langerwehe konnte das Wasser nach dem Einsatz der Autobahnmeistereien dagegen schnell wieder abfließen.

14.07., 15:10 Uhr: Überflutung der historischen Stadtkerns von Stadtteil von Aachen droht – Notunterkunft wird vorbereitet

Durch die heftigen Regenfälle droht eine Überflutung des historischen Stadtkerns von Kornelimünster in Aachen.

Grund sei der steigende Wasserstand des Flusses Inde in dem Stadtteil, teilte die Stadt mit. Die Feuerwehr bereite eine Notunterkunft vor, um Menschen aus Teilen des historischen Altstadtkerns aufnehmen zu können. Die betroffenen Haushalte würden von städtischen Mitarbeitern informiert und gebeten, ein paar Dinge zusammenzupacken. Wer bei Familie oder Freunden unterkommen kann, solle dies zu tun. “Momentan ist die Lage noch unter Kontrolle”, teilte die Stadt am frühen Nachmittag mit.

Der Ortskern von Kornelimünster sei derzeit ohne Strom, teilte die Regionetz GmbH, der Netzbetreiber der Stadt Aachen, mit. Wegen des Hochwassers habe eine Mittelspannungsanlage abgeschaltet werden müssen. 

Eine Sandsack-Füllmaschine wurde nach Angaben der Stadt am Dienstag in Betrieb genommen. 10.000 Säcke seien gefüllt worden. Zusätzlich würden Sandsäcke aus Köln und Düren abgeholt. Insgesamt sollten im Laufe des Mittwochs 50.000 Säcke einsatzbereit sein.

14.07., 15:00 Uhr: Unfälle und Notfälle in Thüringen

Starkregen und Gewitter haben in Teilen Thüringens Unfälle und Notfälle ausgelöst. Vor allem im Saale-Orla-Kreis und im Ilm-Kreis wurden Starkregen und Dauerregen mit 50 bis fast 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter dokumentiert, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch in Leipzig mitteilte. Besonders betroffen war Hirschberg (Saale-Orla-Kreis) mit 88,3 Litern Niederschlag pro Quadratmeter. Damit wurde auch der bisherige 24-Stunden-Rekord von 71,8 Liter Niederschlag pro Quadratmeter aus dem Mai 1941 gebrochen. 

Krölpa-Rockendorf (Saale-Orla-Kreis) wies mit 59,9 Litern Niederschlag pro Quadratmeter ebenfalls einen Wert weit über dem bisherigen Höchstwert von 48,7 auf (April 1994). Auch über der 50er-Marke lag Martinroda im nördlichen Thüringer Wald (Ilm-Kreis) mit 51,9 Litern Niederschlag pro Quadratmeter. Die 24-stündige Niederschlagshöhe wird um 08.00 Uhr morgens gemessen und bezieht sich auf die vorangegangenen 24 Stunden.

In Unterwirbach (Landkreis Saalfeld) sowie in Hirschberg, Pößneck und Krölpa (Saale-Orla-Kreis) wurden mehrere Straßen überschwemmt und Keller geflutet. Es gab keine Verletzten. Das genaue Ausmaß der Schäden wird derzeit noch ermittelt. Die Kreisstraße 183 wurde durch das Landratsamt zwischen Unterwirbach und Bad Blankenburg bis auf weiteres voll gesperrt, da es auf diesem Stück in der Nacht aufgrund des Starkregens zu erheblichen Ausspülungen der Straßengräben kam. 

14.07., 14:45 Uhr: Schwimmbecken in Solingen überlaufen 

Heftiger Regen hat in einem Solinger Freibad offenbar die Technik beschädigt und mehrere Schwimmbecken überlaufen lassen. Eine neue Hebepumpe im Keller sei ausgefallen, so dass der Technikraum nun unter Wasser stehe, sagte eine Stadtsprecherin. Die Pumpe bereite normalerweise das Regenwasser auf und war von den großen Wassermengen am Mittwochmittag womöglich überlastet, sagte die Sprecherin. 

Zudem lief ein benachbarter Teich am Freibad über, das Wasser floss wiederum in die Schwimmbecken und brachte diese zum Überlaufen. Einsatzkräfte der Feuerwehr sind damit beschäftigt, den Keller und die Becken leerzupumpen.

14.07., 13:30 Uhr: Wassermassen und Erdrutsche in Hagen

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Hagen hat es besonders hart getroffen. Starker Regen, Wassermassen, Erdrutsche sorgen in vielen Teilen in NRW für Hunderte Einsätze. Hotspot ist aber Hagen. Geschlossene Kitas, ein evakuiertes Seniorenheim, von Wassermassen eingeschlossene Autofahrer und einige kaum erreichbare Ortsteile. Der Starkregen sorgt auch bei der Bahn im Regionalverkehr rund um Hagen für Beeinträchtigungen.

14.07., 12:29 Uhr: Weitere Person vermisst

Wie bereits berichtet wurde, wurde im sächsischen Erzgebirgskreis ein Mann von einem Fluss mitgerissen. Die Feuerwehr habe die Suchaktion in der Nacht vorerst abgebrochen, teilte die Polizei mit. Der Mann hatte am Dienstagabend in Jöhstadt versucht, sein Grundstück gegen den über die Ufer getretenen Fluss zu sichern. Nähere Informationen lagen zunächst nicht vor.

In Baden-Württemberg soll bereits in der Nacht zu Montag ein 81 Jahre alter Mann bei Arbeiten an seinem Haus in den Fluss Jagst gestürzt sein, der nach starken Regenfällen Hochwasser führt. Auch er wird weiter vermisst. “Wir rechnen nicht damit, dass die Person noch lebend gerettet werden kann”, hieß es weiter. Gleichwohl gehe die Suche dort weiter, wo Einsatzkräfte gefahrlos agieren könnten.

14.07., 12:25 Uhr: Feuerwehr errichtet Hochwasserschutzwände in Koblenz

Aufgrund der steigenden Pegel an Rhein und Mosel baut die Feuerwehr in Koblenz Hochwasserschutzwände auf. Im Stadtteil Neuendorf errichten die Einsatzkräfte am Mittwoch die Stützen einer Wand, wie die Feuerwehr mitteilte. Diese soll am Donnerstag verschlossen werden. Eine weitere Schutzwand im selben Stadtgebiet soll demnach im weiteren Verlauf der Maßnahmen aufstellt werden.

Die Feuerwehr appelliert an Anwohner, deren Häuser und Grundstücke bereits bei vergangenen Hochwassern betroffen waren, im Vorfeld nötige Sicherungsmaßnahmen zu treffen. Das Technische Hilfswerk stelle ab Mittwochmittag Sandsäcke bereit.

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Mit unserer HD Live Webcam in Koblenz siehst du die Lage vor Ort. 

14.07., 12:20 Uhr: Eingeklemmte Frau in Mettmann vor Ertrinken gerettet 

Eine Mitarbeiterin eines Seniorenheims in Mettmann bei Düsseldorf ist während des Unwetters von einem umstürzenden Baum schwer verletzt worden und wäre beinahe ertrunken. Ein Helfer habe den Kopf der Frau über Wasser halten können, bis Feuerwehrleute die eingeklemmte Frau befreit hatten, teilte die Feuerwehr am Mittwoch mit.

Die Frau habe in der Nacht zu Mittwoch mit ihren Kollegen versucht, das Gebäude vor den Wassermassen zu schützen und dafür Sandsäcke ausgelegt. Dabei sei ein Baum auf sie gefallen und habe sie unter sich begraben. Das Wasser auf dem Gelände sei immer weiter angestiegen, so dass für die eingeklemmte Frau akute Lebensgefahr bestanden habe.

14.07., 12:16 Uhr: Teilweise Einstellung der Rhein-Schifffahrt wegen steigender Pegel

Aufgrund steigender Pegel ist die Schifffahrt auf dem Rhein in Rheinland-Pfalz teilweise eingeschränkt. Am Pegel Maxau wurde am Mittwoch die Schifffahrts-Hochwassermarke II überschritten, wie der Hochwassermeldedienst in Mainz mitteilte. Bei dieser Marke wird die Schifffahrt laut Generaldirektion Wasserstraßen und Schiffahrt im entsprechenden Bereich eingestellt.

Im Bereich der Pegel Speyer und Worms bis Kaub ist die Hochwassermarke I weiterhin überschritten. Binnenschiffe müssen deshalb hier ihr Tempo drosseln und in der Mitte der Fahrrinne bleiben.

14.07., 12:03 Uhr: Krisenstab tagt in Hagen – Altenheim wird evakuiert

In Hagen ist ein Altenheim wegen einströmender Wassermassen evakuiert worden. “Das Seniorenheim ist sehr stark betroffen und unbewohnbar geworden”, sagte ein Stadtsprecher am Mittwoch. Die Maßnahme lief am Vormittag noch. Wie viele Senioren dort leben, war zunächst unklar. Zudem seien alle Eltern im gesamten Stadtgebiet am Morgen gebeten worden, ihre Kinder nicht in die Kita zu schicken und an dem Ferientag auch nicht die sonstige Betreuung der Grundschulen zu nutzen.

“Wir wollen so wenig Fahrten durch das Stadtgebiet haben wie möglich”, betonte der Sprecher. Es gebe auch Schäden in einigen Kitas nach den starken Regenfällen in der Nacht. Eine verschüttete Person sei leicht verletzt gerettet, mehrere Fahrer seien aus ihren von Wassermassen eingeschlossenen Autos befreit worden, schilderte der Sprecher. Der Krisenstab tage. Eine genaue Übersicht habe man noch nicht. Es gebe mindestens 200 Einsatzorte.

Besonders stark getroffen sei der Süden mit vier Stadtteilen, die zum Teil nicht mehr zu erreichen seien. Der Ortsteil Dahl sei praktisch abgeriegelt – außer für Einsatzkräfte, auch Ärzte könnten im Notfall durchkommen.

14.07., 11:52 Uhr: Altena stark von Erdrutschen getroffen

Auch in Altena im Sauerland haben die starken Regenfälle viele Schäden verursacht. Die Einsatzkräfte kämpften gegen Wasser-, Erd- und Geröllmassen, schilderte ein Feuerwehrsprecher am Mittwoch. Von den umliegenden Hängen seien an mehreren Stellen größere Wassermengen auf die Stadt herabgestürzt, es sei zu “massiven Abrutschen” gekommen. Die Feuerwehr werde auch von THW und DRK unterstützt. “Unser Hauptaugenmerk liegt auf dem Stadtzentrum.” Bisher habe es keine Verletzten gegeben.

14.07., 11:31 Uhr: Wassereinbruch in Kunstgalerie – Kunstwerke bedroht

Aufgrund des Starkregens ist die Feuerwehr in Düsseldorf zu rund 330 Einsätzen ausgerückt. In der Nacht zum Mittwoch seien Keller vollgelaufen und Straßen überschwemmt worden, teilte die Feuerwehr mit. Laut Feuerwehr war auch die Tiefgarage des Rheinmetall-Konzerns betroffen. Dort stehe das Wasser 40 Zentimeter hoch. Es müssten 1,6 Millionen Liter aus der Tiefgarage des Unternehmens gepumpt werden. 40 Feuerwehrleute waren mit Hochleistungspumpen im Einsatz.

Eine Kunstgalerie meldete einen Wassereinbruch in ihren Kellerräumen. Um Kunstwerke im Wert von rund fünf Millionen Euro zu schützen, waren Feuerwehrleute allein dort gut dreieinhalb Stunden im Einsatz. Ob Kunstwerke Schaden nahmen, war zunächst nicht bekannt.

14.07., 11:15 Uhr: Autobahnen in Sachsen überschwemmt 

In Dresden wurde unter anderem eine Bahnunterführung überflutet – das Wasser stand dort den Angaben zufolge etwa 15 Zentimeter hoch. Im Stadtteil Mickten stürzte ein etwa fünf Meter hoher Baum auf die Schienen der Straßenbahn. Helfer der Feuerwehr rückten mit der Kettensäge an, um den Baum zu zerkleinern und anschließend zu beseitigen. “Wir rechnen damit, dass die Beseitigung von wetterbedingten Gefahren noch bis in den Tag hinein andauern wird”, hieß es.  

In Plauen waren Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) mit mehr als 100 Helfern im Großeinsatz – vor allem in der Gegend um den Friesenbach und um den Gondelteich. Sowohl eine Straße als auch die Voigtsgrüner Senke Richtung Autobahn waren überschwemmt und mussten gesperrt werden, erläuterte Bürgermeisterin Kerstin Wolf, die sich vor Ort einen Überblick verschaffte.

Anwohner in Alt-Chrieschwitz hätten berichtet, dass sie derartige Wassermassen innerhalb kürzester Zeit noch nicht erlebt hätten. Mehrere Häuser wurden überschwemmt. Objekte wurden mit Sandsäcken geschützt, das THW pumpte vielerorts das Wasser aus den Häusern. In einer Straße mussten die Anwohner in Sicherheit gebracht werden. Erst gegen zwei Uhr morgens entspannte sich nach Angaben der Stadt die Lage.

14.07., 11:07 Uhr: Starkregen unterspült Gleise im Sauerland

Der Starkregen in der Nacht auf Mittwoch hat bei der Bahn im Regionalverkehr rund um Hagen für Beeinträchtigungen gesorgt. Auf der Strecke nach Rummenohl (RB52) waren im Sauerland nach Auskunft eines Sprecher Gleise unterspült worden. Zügen aus Dortmund endeten in Hagen, Züge aus Lüdenscheid mussten in Rummenohl stoppen.

Ansonsten sei der Bahnverkehr trotz der Wetterlage weitestgehend normal unterwegs gewesen, so die DB Regio für Nordrhein-Westfalen. Eine Oberleitungsstörung zwischen dem Kölner Hauptbahnhof und Deutz sorgte am Morgen für Verspätungen auch im Fernverkehr in Richtung Ruhrgebiet. Hier sei der Auslöser aber nicht das Wetter gewesen.

In Altena im Sauerland berichtete die Feuerwehr von “mehreren kleineren Erdrutschen”. Man habe alle Hände voll zu tun, ein genauen Überblick gebe es noch nicht. 

Wie dramatisch die Hochwasserlage ist, zeigen diese Bilder: 

Städte geflutet, Person vermisst! Dramatische Zustände durch UnwetterVeröffentlicht: | 01:15 Minuten

14.07., 11:01 Uhr: Wassermassen und Appell in Hagen: Zu Hause bleiben

In Hagen hat die Polizei angesichts zahlreicher Überschwemmungen an die Bürger appelliert, zu Hause zu bleiben. Wer das Haus unbedingt verlassen müsse, solle angesichts überspülter Straßen, womöglich gefährlichem Treibguts und umstürzender Bäume besonders achtgeben, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. Wer nicht unbedingt von außerhalb in die Ruhrgebietsstadt fahren müssen, solle möglichst verzichten. “Es ist gerade eine schlechte Idee, nach Hagen zu kommen.

Dieses Element enthält Daten von Twitter. Sie können die Einbettung solcher Inhalte auf unserer Datenschutzseite blockieren.Hunderte Feuerwehrleute und Polizeikräfte waren nach dem starken Regen in der Nacht im gesamten Stadtgebiet im Einsatz – mit Verstärkung etwa aus Dortmund oder dem Ennepe-Ruhr-Kreis. In einer Unterführung in der Nähe des Hauptbahnhofs sammelte sich laut Polizei so viel Regenwasser, dass mehrere Wagen nicht mehr weiterkamen. Die Feuerwehr habe die Fahrer aus ihren Autos befreien müssen. Die Sprecherin warnte, dass viele Straßen wegen der Wassermassen nicht mehr befahrbar seien. “Wir mussten zahlreiche Sperrungen vornehmen, weil die Gefahr besteht, dass Autos von den Wassermassen weggetrieben werden.” Besonders betroffen sei der Innenstadt-nahe Stadtteil Wehringhausen sowie der Stadtteil Hohenlimburg. Auch Hänge seien abgerutscht.

Die Feuerwehr Hagen bat die Bevölkerung via Facebook, Ruhe zu bewahren und den Notruf nur in wirklich dringenden Fällen zu wählen. “Einsätze mit Personenrettung haben oberste Priorität.”

14.07., 10:55 Uhr:  Regen spült Kies von Baustelle auf A46 bei Wuppertal – Sperrung

Starke Regenfälle haben Kies von einer Baustelle auf der Autobahn 46 in Richtung Wuppertal gespült und zeitweise für eine Vollsperrung gesorgt. Am Mittwochmorgen wurde einer der zwei Streifen zwischen der Anschlussstelle Haan-Ost und dem Sonnborner Kreuz wieder freigegeben, wie ein Sprecher der Autobahn GmbH sagte. Voraussichtlich bis zum Mittag müssten Arbeiter noch die Fahrbahn reinigen.

Vollgelaufene Keller und verstopfte Gullys riefen die Feuerwehr in Wuppertal und Solingen am Mittwochmorgen auf den Plan. In Solingen war ein Baum umgestürzt, weil sich der Boden aufgeweicht hatte, wie ein Sprecher der Feuerwehr berichtete.

14.07., 10:50 Uhr: Unterkunft für Geflüchtete in Erkrath wird evakuiert

Etwa 100 Bewohner eines Wohnheims müssen wegen Überschwemmungen in Erkrath bei Düsseldorf ihre Unterkunft verlassen. Die Unterkunft für Geflüchtete befinde sich in einem alten Schulgebäude, dort sei der Keller und die Sporthalle voll Wasser gelaufen, sagte eine Sprecherin der Stadt am Mittwoch. Das Gebäude werde deshalb evakuiert. Gefahr für die Bewohner bestehe aber nicht.

Seit 1 Uhr nachts sei die Feuerwehr in Erkrath wegen des Unwetters im Einsatz. “Die Düssel ist übergetreten und drückt in die Überflutungsbecken”, sagte die Sprecherin. Kanaldeckel wurden hochgedrückt. Etwa 200 Kräfte der Feuerwehr seien im Einsatz, mehr als 100 davon seien von der Bezirksregierung zur Unterstützung geschickt worden. Auch ein Krisenstab sei eingerichtet.

Die Feuerwehr musste nach Angaben der Sprecherin bisher vier Menschen vor dem Wasser retten, zwei aus einem Haus und zwei aus einem Auto. Verletzt wurde demnach bisher aber niemand. 

Die Feuerwehr habe im Stadtgebiet Sandsäcke ausgelegt. Die Stadt rief dazu auf, äußert vorsichtig zu sein und Bereiche rund um Kanäle zu meiden. Zudem sollen die Bürger auf Duschen, Waschen und Nutzen der Spülmaschine verzichten, um kein weiteres Abwasser zu produzieren.

14.07., 10:36 Uhr: Vollgelaufene Keller auch in Friedeburg 

Ein Unwetter hat am Dienstagabend in Friedeburg (Kreis Wittmund) für vollgelaufene Keller gesorgt. Insgesamt seien die Feuerwehrkräfte 22 Mal ausgerückt, davon allein 20 Mal allein im Ortsteil Horsten, sagte am Mittwoch ein Sprecher der Einsatzleitstelle: “Durch die Bank waren es vollgelaufene Keller, oder es war Wasser im Gebäude oder in der Wohnung.” Menschen seien nicht verletzt worden.

14.07., 10:28 Uhr: Rheinpegelstand in Köln steigt weiter

Der kräftige Regen lässt den Rhein weiter steigen. Der Pegelstand lag in Köln am Mittwochmorgen bei 5,47 Metern – mit langsam steigender Tendenz, wie eine Sprecherin der Stadtentwässerungsbetriebe sagte. Für Donnerstagmorgen erwarte man 5,70 Meter. “In Teilen des Rheineinzugsgebiets ist Dauerregen vorhergesagt.” Voraussichtlich am Freitagmorgen würden die sieben Meter überschritten. “Und am Wochenende können wir zum jetzigen Zeitpunkt die acht Meter nicht ausschließen”, sagte die Sprecherin.

Der Hydrologe Jan Böhme vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rhein sagte, für den Bereich Bonn bis Köln seien Schifffahrtseinschränkungen nicht auszuschließen. Die Marke dafür liege bei 8,30 Metern. Der Scheitel des Hochwassers werde für Anfang nächster Woche erwartet.

14.07., 10:07 Uhr: Welchen Versicherungsschutz brauche ich für Starkregen?

Eine Wohngebäudeversicherung greift bei Schäden etwa durch Brand, Sturm, Hagel, Blitzeinschlag und Leitungswasser. Unwetterschäden sind nur gedeckt, wenn zusätzlich eine ergänzende Elementarschutzversicherung abgeschlossen wurde, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Die Elementarschadenversicherung sollte auch Schäden durch Rückstau abdecken.

Auch die Hausratversicherung, die beispielsweise Möbel, Küchengeräte oder Musikinstrumente gegen Einbruch oder Raub absichert, kann um einen Elementarschadenschutz erweitert werden. Mieter und Hausbesitzer können sich diesen Zusatzschutz nach Ansicht der Experten aber sparen, wenn sich das Hab und Gut in sicheren, höheren Etagen befindet.

Wichtig zu beachten: Haus- und Wohngebäudeversicherung zahlen nicht für Schäden, wenn es nur hereinregnet. Das heißt: Fenster und Türen müssen bei Unwettern immer geschlossen sein.

Was du tun solltest, wenn dein Keller unter Wasser steht, zeigen wir dir in diesem Video: Keller unter Wasser: Das musst du tunVeröffentlicht: | 01:47 Minuten

14.07., 09:59 Uhr: Landkreis Hof hebt Katastrophenfall nach Unwettern auf

Nach den heftigen Unwettern in der Nacht zum Mittwoch mit starken Überschwemmungen hat der Landkreis Hof am Morgen den Katastrophenfall wieder aufgehoben. Die Wetterlage habe sich in den vergangenen Stunden entspannt, teilte das Landratsamt in Hof mit. Zu tun gibt es aber noch jede Menge. Die Einsatzkräfte seien im gesamten Landkreis unterwegs, um aufzuräumen.

Als Katastrophe gilt in Bayern ein Geschehen, bei dem unter anderem das Leben oder die Gesundheit vieler Menschen in ungewöhnlichem Ausmaß gefährdet oder geschädigt werden. Behörden, Organisationen und andere Kräfte wirken dann zusammen, um die Gefahr abzuwehren.

In der Region Hof hatten heftige Regenfälle Straßen und Häuser überflutet. Die ganze Nacht lang waren Rettungskräfte im Einsatz, um Keller auszupumpen, umgestürzte Bäume zu bergen und Straßen wieder befahrbar zu machen.

14.07., 09:45 Uhr: Schifffahrt wegen hoher Pegelstände eingestellt 

In Essen wurde die Weiße Flotte durch den Regen ausgebremst. Auf dem Baldeneysee und der Ruhr sei aufgrund des hohen Pegelstandes in Hattingen die Schifffahrt komplett untersagt worden, teilte die Weiße Flotte Baldeney-GmbH mit. Auf dem Rhein-Herne-Kanal gehe der Betrieb dagegen weiter.

Im Märkischen Kreis war besonders die Stadt Altena betroffen. Dort seien Straßen komplett gesperrt, was zu massiven Staus führte, teilte die Polizei mit. Ihr Rat: “Meiden Sie den Bereich großräumig!”

14.07., 09:38 Uhr: Höchste Hochwasser-Alarmstufe am Vierwaldstättersee in der Schweiz

Auch bei unseren Nachbarn in der Schweiz ist die Hochwasserlage angespannt: Nach den starken Regenfällen und den Unwettern der vergangenen Tage droht der See in der Zentralschweiz über die Ufer zu treten. Das Bundesamt für Umwelt verhängte am Dienstagabend die höchste Gefahrenstufe 5. Die Schifffahrt wurde dort eingestellt. An mehreren anderen Seen ist die Lage ähnlich angespannt. Auch auf dem Rhein bei Basel wurde die Schifffahrt eingestellt.

“Wir müssen auf der Alpennordseite bis Freitag mit größeren Niederschlagsmengen rechnen”, sagte Hydrologe David Folken vom Bundesamt für Umwelt im Schweizer Rundfunk. Auf den Campingplätzen an Gewässern sei die Lage teils recht dramatisch, sagte der Präsident des Verbandes Schweizerischer Campings, Marcel Zysset. Wegen der Wetterlage legten Betreiber Gästen, die keine zu lange Anfahrt hatten, nahe, abzureisen und womöglich zum Wochenende zurückzukommen. Gästen, deren Urlaub am kommenden Wochenende zuende gehen würde, empfehle man, vorzeitig abzureisen.

14.07., 09:25 Uhr: Heftige Regenfälle in Thüringen! Einsatzkräfte rücken häufig aus

Wegen heftiger Regenfälle sind die Einsatzkräfte in Thüringen in der Nacht zum Mittwoch immer wieder ausgerückt. In Bücheloh im Ilm-Kreis brannte eine Gartenlaube ab, ein Zusammenhang mit dem Unwetter könne nicht ausgeschlossen werden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der Schaden wird hier auf rund 10.000 Euro geschätzt. Zwischen Ihrfeld und Hasselfelde im Landkreis Nordhausen war nach Angaben vom Mittwochmorgen die Bundesstraße 81 zeitweise blockiert, weil ein Felsbrocken und ein umgestürzter Baum auf der Straße lagen.

In Unterwirbach (Landkreis Saalfeld) sowie in Hirschberg, Pößneck und Krölpa (Saale-Orla-Kreis) wurden mehrere Straßen überschwemmt und Keller geflutet. Es gab keine Verletzten. Nähere Informationen zum Sachschaden lagen zunächst nicht vor.

14.07., 09:12 Uhr: Überflutungen in Erkrath: Anwohner sollen nicht duschen oder waschen 

Nach schweren Überschwemmungen in Erkrath hat die Stadt die Anwohner am Mittwochmorgen über die Sozialen Medien angehalten, möglichst “kein weiteres Abwasser zu produzieren und möglichst nur noch die Toilette zu nutzen.”  Demnach sollen “Duschen, Waschen und die Nutzung der Spülmaschine” unterlassen werden, “um die Situation nicht zu verschärfen.” Aufgrund des anhaltenden starken Regenfalls seien die Abwasserkanäle stark überfüllt.

Auch die Düssel trete an einigen Stellen schon über die Ufer. Autofahrer wurden gebeten, sich von den Wassermassen an bestimten Stellen fernzuhalten. Man solle mit dem Auto auch nicht durch überflutete Stellen fahren.

14.07., 08:40 Uhr: Feuerwehr in Hagen befreit Autofahrer in überschwemmter Unterführung

In Hagen in Nordrhein-Westfalen hat starker Regen Autofahrer in einer Unterführung eingeschlossen, so dass die Feuerwehr sie befreien musste. In der Stadt habe es in der Nacht zum Mittwoch insgesamt viele Probleme wegen des Unwetters gegeben. In der Unterführung in der Nähe des Hauptbahnhofs sammelte sich nach Angaben eines Polizeisprechers so viel Regenwasser, dass mehrere Autos nicht mehr weiterkamen. Die Feuerwehr habe die Fahrer aus ihren Fahrzeugen holen müssen, sagte der Sprecher. 

“Wir haben diverse Stellen im Stadtgebiet, wo Straßensperrungen aktuell vorliegen”, erläuterte er am Mittwoch. Hänge seien abgerutscht und Fahrbahnen überflutet und teilweise beschädigt worden.

14.07., 07:40 Uhr: Unwetterwarnungen in Rheinland-Pfalz und Saarland

Für weite Teile von Rheinland-Pfalz und dem Saarland droht am Mittwoch die Gefahr von heftigen Unwettern. Für die meisten Kreise in Rheinland-Pfalz gilt sogar die höchste Warnstufe, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch in Offenbach mit. 

Im Laufe des Tages verbreitet sich teils gewittriger Regen, lokal sind extreme Unwetter möglich. In Gewitternähe sind teils stürmische Böen zu erwarten.

14.07., 06:54 Uhr: Vollgelaufene Keller – Rund 180 Feuerwehr-Einsätze in Düsseldorf 

Aufgrund des Starkregens ist die Feuerwehr in Düsseldorf zu rund 180 Einsätzen ausgerückt. In der Nacht zum Mittwoch seien Keller vollgelaufen und Straßen überschwemmt worden, teilte die Feuerwehr mit.

Auch in Hagen führten heftige Regenfälle zu überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums am frühen Mittwochmorgen mitteilte, gingen über Nacht Hunderte Notrufe bei der Feuerwehr ein.

14.07., 06:52 Uhr: Nach Sturzflut in Sachsen: Mann weiterhin vermisst

Nach einer Sturzflut im sächsischen Jöhstadt im Erzgebirgskreis wird ein Mann weiterhin vermisst. Die Feuerwehr habe die Suchaktion in der Nacht zum Mittwoch vorerst abgebrochen, teilte die Polizei mit. Nach den Angaben vom Mittwochmorgen hatten Anwohner im Ortsteil Steinbach am Dienstagabend versucht, ihre Grundstücke gegen einen über die Ufer getretenen Fluss zu sichern. Einer der Anwohner wurde dabei von einer Sturzflut mitgerissen. Alle Rettungsversuche durch die Nachbarn schlugen fehl. Nähere Informationen lagen zunächst nicht vor.

14.07., 06:42 Uhr: Unwetter sorgt in Thüringen für Unfälle auf Autobahnen

Heftige Gewitter mit Starkregen und Windböen haben bis zum späten Dienstagabend für fünf Unfälle mit insgesamt drei Verletzten auf Thüringens Autobahnen gesorgt. Als Unfallursache gab die Polizei in allen Fällen Aquaplaning an. Demnach waren die Fahrzeugführer mit unangepasstem Tempo auf der regennassen Fahrbahn unterwegs. Gegen sie wurden Bußgeldverfahren eingeleitet.

Wie ein Sprecher der Autobahnpolizeiinspektion Thüringen mitteilte, wurden auf der A4 bei Eisenach (Wartburgkreis), auf der A71 bei Sömmerda (Landkreis Sömmerda) und auf der A9 an der Grenze zu Bayern jeweils eine Person bei Auffahrunfällen auf der rutschigen Fahrbahn leicht verletzt. Sie wurden alle vorsorglich per Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Auf der A71 sei es an der Anschlussstelle Ilmenau/Ost im Ilm-Kreis auf der dortigen Auffahrtsspur Richtung Schweinfuhrt am späten Dienstagabend zu Überspülungen der Fahrbahn gekommen, teilte die Polizei mit. Gleiches passierte demnach auch auf der A9 an der Anschlussstelle Schleiz (Saale-Orla-Kreis) Richtung Nürnberg. Ursache dafür waren in beiden Fällen verstopfte Gullydeckel. Ebenfalls im Saale-Orla-Kreis, auf dem Rastplatz Hirschberg auf der A9 in Richtung Berlin, wurde aufgrund des aufgeweichten Bodens und starker Windböen am Abend ein Baum entwurzelt, wie die Polizei weiter mitteilte. Der Baum fiel demnach auf den Beschleunigungsstreifen des Rastplatzes und musste durch die Feuerwehr beseitigt werden.

14.07., 06:40 Uhr: Unwetter in Hagen: Überschwemmte Straßen und vollgelaufene Keller

Heftige Regenfälle haben in Hagen zu überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern geführt. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums am frühen Mittwochmorgen mitteilte, gingen über Nacht Hunderte Notrufe bei der Feuerwehr ein. “Die Leute sind verzweifelt”, sagte der Sprecher in Hinblick auf die Vielzahl an vollgelaufenen Kellern in der Stadt. Außerdem seien aufgrund der überspülten Straßen stellenweise Fahrzeuge ins Rutschen gekommen. Verletzte Personen waren nicht bekannt.

Von Hängen wurden zudem Schlammmassen auf Straßen gespült,  viele Ortsteile waren daher nicht befahrbar. Wegen Gerölls auf den Straßen können einige Ortsteile selbst von Einsatzfahrzeugen der Polizei und Feuerwehr nicht befahren werden, wie der Sprecher weiter mitteilte.

14.07., 06:35 Uhr: Aufräumen nach Unwettern in Oberfranken

Nach den Unwettern in der Region Hof müssen viele Oberfranken am Mittwoch ihre nassen und verdreckten Keller wieder herrichten. Bis zum frühen Morgen waren die Feuerwehren mit Auspumpen beschäftigt, auch Straßen wurden überflutet. Der Landkreis Hof hatte am Dienstagabend den Katastrophenalarm ausgerufen. Binnen zwölf Stunden fielen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes dort bis zu 80 Liter vom Himmel, zudem gab es Gewitter. Von Verletzten war zunächst aber nichts bekannt.

Feuerwehr und Polizei rückten zu über 200 Einsätzen im gesamten Landkreis aus, wie es in einer Mitteilung des Landratsamtes hieß. Besonders betroffen waren demnach Naila, Selbitz, Köditz, Feilitzsch und Trogen. Mehr als 50 Feuerwehren mit knapp 1000 Leuten sowie 140 Angehörige des Technischen Hilfswerks (THW) waren im Dauereinsatz, um Wasser aus Kellern zu pumpen und Sandsäcke zu beschaffen. Weiter wurde mitgeteilt, dass die Grundschule in Selbitz am Mittwoch geschlossen bleibt. Auch die Kindertagesstätte Wichtelland in Köditz bleibe geschlossen, die Schule nach derzeitigem Stand jedoch geöffnet.

In der Region war sogar der Notruf 112 wegen der Vielzahl der Anrufer in Einzelfällen nicht sofort erreichbar, wie das Bayerische Rote Kreuz (BRK) mitteilte. Die rettungsdienstliche Versorgung sei aber jederzeit sichergestellt. Allerdings mussten die Einsätze der Feuerwehr priorisiert werden, es kam zu Wartezeiten. Allein zwischen circa 16.00 und 21.00 Uhr kam es zu rund 500 wetterbedingten Alarmierungen.

Wie ein Sprecher der Polizei am frühen Mittwochmorgen mitteilte, gab es im gesamten Landkreis Straßensperrungen aufgrund von Überschwemmungen sowie einen Verkehrsunfall mit zwei leicht verletzten Personen. Demnach rutschte ein Auto auf regennasser Fahrbahn gegen eine Leitplanke. Zudem kam es zu vollgelaufenen Kellern, umgestürzten Bäumen und vereinzelt auch zu Stromausfällen.

14.07., 00:35 Uhr: Unwetter in Sachsen: Sturzflut reißt Person mit sich 

Eine Sturzflut hat bei einem Unwetter im sächsischen Jöhstadt (Erzgebirgskreis) am Dienstag eine Person mit sich gerissen. Die Feuerwehr, die noch am späten Abend im Ortsteil Steinbach im Einsatz war, suchte zunächst ohne Erfolg nach der Person, wie die Polizei mitteilte. Weitere Einzelheiten zu dem Unglück konnte die Polizei am späten Dienstagabend nicht mitteilen.

Die Hauptstraße in Steinbach sei infolge des starken Regens etwa eine Stunde unpassierbar gewesen, hieß es.

13.07., 22:13 Uhr: Überflutete Straßen und umgestürzte Bäume in Mannheim

Heftige Regenfälle haben in Mannheim und Umgebung teilweise für umgestürzte Bäume und überflutete Straßen gesorgt. In den Mannheimer Stadtteilen Lindenhof und Wallstadt seien infolge des Unwetters am Dienstag Bäume auf geparkte Fahrzeuge gefallen und hätten diese beschädigt, wie die Polizei mitteilte. Verletzt worden sei jedoch niemand. 

Mehrere Straßen seien überflutet worden und mussten teilweise gesperrt werden. Vereinzelt wurden Autos durch eingedrungenes Wasser beschädigt und mussten abgeschleppt werden. Auch in Hockenheim mussten zwei Autos geborgen werden, deren Fahrer erfolglos versucht hatten, eine Straße mit starker Wasseransammlung zu durchfahren. In Heidelberg sorgte Wasser auf den Straßen für kurzzeitige Verkehrsbehinderungen. 

13.07., 17:50 Uhr: Zahlreiche Überflutungen drohen

Blicken wir zum Abschluss des heutigen Ticker-Tages auf die kommende Nacht und den morgigen Mittwoch. Im äußeren Westen und Südwesten sind weiter Starkregengebiete unterwegs. Mit der Verlagerung von TIEF BERND ziehen weitere Starkregengebiete vor allem in Richtung Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz und sorgen dort bis in den Donnerstag hinein für anhaltend hohe Niederschlagsmengen. Unwetterartige Mengen von über 60 Liter pro Quadratmeter sind verbreitet zu befürchten, die höchsten Mengen werden voraussichtlich im Umfeld der Eifel fallen.

Mehr dazu erfährst du in unserem Video:

Wetter am Mittwoch: Tropenfeeling mit RegenflutenVeröffentlicht: | 00:57 Minuten

13.07., 16:43 Uhr: Wasser schwappt in Köln über Uferpromenade

Am Rhein in Köln haben kräftige Regenfälle den Wasserstand bereits deutlich steigen lassen. Im Stadtteil Deutz schwappte das Wasser auf die Uferpromenade. Der Pegelstand lag in Köln am Dienstagmittag bei 5,39 Metern – mit langsam steigender Tendenz, wie die Stadtentwässerungsbetriebe mitteilten. Von der sogenannten Hochwassermarke I (6,20 Meter) lag der Wasserstand damit aber noch ein Stück entfernt. Ab dieser Marke gelten erste Einschränkungen für den Schiffsverkehr. Die automatisch erstellte Zehn-Tages-Vorhersage der Wasserstraßenverwaltung des Bundes (WSV) rechnete mit der Überschreitung der Hochwassermarke I am Donnerstag oder Freitag.

Wie sich der Wasserstand des Rheins aktuell darstellt, siehst du auch anhand unserer Livecam in Köln.

13.07., 15:35 Uhr: Hochwassergefahr im Südwesten steigt

Es bleibt nass in Baden-Württemberg. Der Deutsche Wetterdienst rechnet bis Samstag vor allem im Westen und Süden des Landes mit teils kräftigem Dauerregen. Das lässt auch Flüsse und Gewässer anschwellen.

Bis zum Freitag können die Wasserstände weiter deutlich steigen, teilte die Hochwasservorhersage Baden-Württemberg am Dienstag mit. Erhöhte Vorsicht ist vor allem im Süden des Landes geboten. Mit den heftigsten Anstiegen wird in der Nacht zum Donnerstag und am Donnerstag gerechnet.

Die Pegelstände an Hoch- und Oberrhein waren bereits am Dienstag auf hohem Niveau. Bis Samstag erwartetet die Hochwasservorhersagezentrale dort und am Bodensee einen markanten Anstieg des Wasserstandes.  

Starke Regenfälle haben bereits in der Nacht zum Dienstag das Gartenschaugelände in Eppingen (Kreis Heilbronn) geflutet. Es liegt direkt am Fluss Elsenz. Deshalb sei es auch auf Hochwasser ausgerichtet, teilte eine Sprecherin der Stadt mit. Grund zur Sorge bestehe nicht. Die Gartenschau soll dort im kommenden Jahr stattfinden. In Freiburg mussten Radler wegen des Hochwassers Umwege machen. Die Stadt sperrte den Uferradweg am Fluss Dreisam.

13.07., 14:35 Uhr: Straße in Mannheim unter Wasser

In Mannheim steht eine Unterführung unter Wasser, wie ein Twitter-Nutzer teilt:

13.07., 11:50 Uhr: Rheinpegelstand in Köln steigt – Promenade überschwemmt  

Kräftige Regenfälle im Einzugsgebiet haben den Wasserstand des Rheins in Köln seit vergangenem Samstag deutlich steigen lassen. Im Stadtteil Deutz schwappte das Wasser am Dienstag auf die Uferpromenade. Der Pegelstand lag in Köln am Dienstagvormittag bei 5,38 Metern – mit langsam steigender Tendenz, wie die Stadtentwässerungsbetriebe im Internet mitteilten. 

Von der sogenannten Hochwassermarke I (6,20 Meter) lag der Wasserstand damit aber noch ein Stück entfernt. Ab dieser Marke gelten erste Einschränkungen für den Schiffsverkehr. Schiffe dürfen dann nur noch mit verminderter Geschwindigkeit und in der Mitte des Flusses fahren, um Beschädigungen der Ufer zu vermeiden. 

In den kommenden Tagen rechnen die Behörden mit weiter steigenden Wasserständen. Die Wasserstraßenverwaltung des Bundes (WSV) schätzte für Donnerstagmorgen einen Pegelstand in Köln zwischen 5,68 und 6,02 Metern. Die automatisch erstellte Zehn-Tages-Vorhersage der WSW rechnete mit der Überschreitung der Hochwassermarke I am Donnerstag oder Freitag und einem weiteren Anstieg bis Montag, den 19. Juli. 

13.07., 11:30 Uhr: Gartenschaugelände geflutet – Hochwasser in Baden-Württemberg erwartet 

Starke Regenfälle haben in der Nacht zum Dienstag das Gartenschaugelände in Eppingen (Kreis Heilbronn) geflutet. Es liegt direkt am Fluss Elsenz. Deshalb sei es auch auf Hochwasser ausgerichtet, teilte eine Sprecherin der Stadt mit. Grund zur Sorge bestehe nicht. Die Gartenschau soll dort im kommenden Jahr stattfinden. In Freiburg mussten Radler wegen des Hochwassers Umwege machen. Die Stadt sperrte den Uferradweg am Fluss Dreisam. 

Auch an anderen Gewässern im Land gilt erhöhte Vorsicht. Die Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg rechnete am Dienstag wegen mehrstündigen heftigen Starkregens mit teils sehr raschen und deutlichen Anstiegen der Wasserstände. In den kommenden Tagen könnte sich die Situation noch verschärfen. Bis Freitag soll es viel regnen. 

Vor allem im Süden Baden-Württembergs könnten die Pegelstände schnell und heftig steigen, wie die Hochwasservorhersagenzentrale mitteilte. Die markantesten Anstiege erwarten die Expert:innen am Donnerstag. Am Oberrhein waren die Wasserstände bereits am Dienstag auf hohem Niveau. Bis Samstag könnten die Pegelstände weiter steigen. 

Quelle: dpa/wetter.com/twitter

Author: Nilzeitung

Danke für ihren Besuch.!!"dieser Seite im Aufbau". Es stimmt, dass es keine Freiheit ohne Pressefreiheit gibt. Wahrer Frieden des Journalismus ist eine der Säulen der Demokratie (Salah El-Nemr) se/nz.

2 thoughts on “Millionenschaden Hochwasser verwüstet Süddeutschland.

    • .. grazie mille, disastri naturali sul nostro pianeta madre terra, semplicemente appartiene, nessuno può fermare. si spera di essere dispiaciuti per le persone colpite.

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