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Schlägereien, Aufruhr und Fluchtversuche in einem Gefängnis in Ecuador fordern 21 Tote und mehr als 60 Verletzte.

News24 23. Juli 2021, 04:12 GMT+10

Gefängnisunruhen in Ecuador fordern 21 Tote Polizei und army verhinderten auch eine geplante Flucht aus dem Cotopaxi-Gefängnis.

Ecuador,- Bei Unruhen in zwei Gefängnissen in Ecuador starben mindestens 21 Insassen, teilten die Behörden am Donnerstag mit, als das Land in diesem Jahr mit seiner zweiten Welle tödlicher Gefängnisgewalt zu kämpfen hatte.

Weitere 50 Menschen wurden verletzt, darunter einige Polizisten. Elite-Polizeieinheiten haben am Mittwoch die Kontrolle über die beiden Gefängnisse wiedererlangt, eines in der südwestlichen Provinz Guayas und das andere in der zentralen Andenprovinz Cotopaxi, teilte die SNAI-Gefängnisverwaltung in einer Erklärung mit.

Laut einer aktualisierten Zahl vom Donnerstag starben im Cotopaxi-Gefängnis 13 Insassen und 35 Gefangene und sechs Polizisten wurden verletzt. Polizei und Soldaten verhinderten eine geplante Flucht von 31 Häftlingen aus der Einrichtung.

Im Guayas-Gefängnis kamen acht Häftlinge bei der Gewalt ums Leben und drei Polizisten wurden verletzt, teilte SNAI mit.

Die beiden Gefängnisse waren auch in eine Welle von Ausschreitungen verwickelt, die im Februar ausbrach. An einem einzigen Tag starben 79 Häftlinge bei Zusammenstößen zwischen rivalisierenden Banden, die um die Kontrolle über die wichtigsten Gefängnisse des Landes wetteiferten.

Bei diesen Unruhen wurden Häftlinge enthauptet und verbrannt, was die Macht der Gefängnisbanden enthüllte und die südamerikanische Nation schockierte.

Das Gefängnissystem Ecuadors verfügt über etwa 60 Einrichtungen für 29 000 Insassen, ist jedoch durch Überbelegung und Personalmangel belastet. Etwa 38 000 Häftlinge werden von 1 500 Wärtern bewacht, was Experten zufolge etwa 2 500 fehlen.

Der Ombudsmann für Menschenrechte in Ecuador sagt, dass es im Jahr 2020 103 Morde in ecuadorianischen Gefängnissen gab.

Um der Gewalt entgegenzuwirken, rief der damalige Präsident Lenin Moreno im vergangenen Jahr mehrmals den Notstand aus, unter anderem für drei Monate.

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie setzt Ecuador alternative Strafen für geringfügige Vergehen ein, um seine Gefängnispopulation zu entlasten, wodurch die Überbelegung von 42 Prozent auf 30 Prozent reduziert wurde.

Quelle: News24/Agenturen/Policía Ecuador

Author: Nilzeitung

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