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93 Festnahmen und 28 verletzte Beamte nach Demos in Berlin.

Berlin

Polizeieinsatz während eines Protestes gegen Rassismus (Berlin, 06.06.2020)

© REUTERS / FABRIZIO BENSCHGESELLSCHAFT07:07.06.2020(aktualisiert 10:09 07.06.2020)

93 Festnahmen und 28 verletzte Beamte nach Demos in Berlin.

Berlin,-Bei dem Polizeieinsatz anlässlich der anti-rassistischen Demonstrationen am Samstag in Berlin sind 93 Menschen festgenommen und 28 Polizeibeamte leicht verletzt worden. Drei von Ihnen hätten nach ambulanter Behandlung vom Dienst abtreten müssen, teilte die Polizei in der Nacht zum Sonntag mit.

„Insgesamt kam es zu 93 Festnahmen wegen Landfriedensbruchs, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, versuchter Gefangenenbefreiung, Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz sowie Hausfriedensbruchs”, so die Polizei.

Es befanden sich laut Polizei rund 800 Polizisten im Einsatz.

„Insgesamt wurden 28 Einsatzkräfte leicht verletzt, von denen drei nach ambulanter Behandlung vom Dienst abtraten”, hieß es weiter.

Nach einer friedlich verlaufenen Demonstration am Alexanderplatz kam es laut Polizei zu einem Gewaltausbruch zwischen dem Bahnhof Alexanderplatz und dem Berolinahaus. Polizisten und Passanten seien aus einer größeren Gruppe heraus mit Steinen und Flaschen beworfen worden, nachdem ein Mann wegen Sachbeschädigung eines Einsatzfahrzeuges festgenommen worden war. Auch ein Pressefotograf sei verletzt worden.

​Bei der vorangegangenen Versammlung hatten 15.000 Teilnehmer weitgehend friedlich gegen Rassismus demonstriert und an den Afroamerikaner George Floyd erinnert, der bei einem brutalen Polizeieinsatz in der US-Großstadt Minneapolis ums Leben gekommen war.

Demo in Berlin gegen Polizeigewalt nach Tod des Afroamerikaners George Floyd

© REUTERS / FABRIZIO BENSCHBerlin: Schweigedemo aus Solidarität mit weltweiten George-Floyd-Protesten – Video

Die Kundgebung auf dem Alexanderplatz sei störungsfrei verlaufen, aber wegen der großen Menschenmenge vorzeitig beendet worden, hieß es in der Polizeimitteilung. Danach sei zusätzlich zu den ursprünglich 14 geplanten Versammlungen in der Innenstadt noch eine 15. genehmigt worden.

Quellen/sputnik/ai/dpa/sna


Sensation im SPD-Mitgliederentscheid: Basis stimmt für Walter-Borjans und Esken.

“Ein guter Mann & Frau für die SPD!”Die skurrilen Blüten des Wahlkampfes um die SPD-Spitze.

Sensation im SPD-Mitgliederentscheid: Basis stimmt für Walter-Borjans und Esken.

Samstag: 30.11.2019 • 18:17 Uhr

Sensation im SPD-Mitgliederentscheid: Basis stimmt für Walter-Borjans und Esken

Verhaltene Freude: Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken nach Bekanntgabe der Entscheidung am Samstagabend , Quelle: AFP © / Axel Schmidt

Berlin,-Der SPD-Mitgliederentscheid über die neue Führung der Partei endete mit einer Überraschung: Es gewann das Außenseiterduo Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken. Die favorisierten Olaf Scholz und Klara Geywitz hatten das Nachsehen. Rückt das Ende der GroKo näher?

Es ist eine politische Sensation: Die SPD-Mitglieder haben sich bei der Mitgliederbefragung überraschend für das Duo Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken entschieden.

Wie die SPD am Samstagabend mitteilte, bekam das Duo in der Stichwahl 53,06 Prozent der Stimmen. Ihre Wahl durch den Parteitag in einer Woche gilt als Formsache.

Das favorisierte Duo Olaf Scholz und Klara Geywitz hat damit das Nachsehen. Sie kamen nur auf 45,33 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei lediglich rund 54 Prozent, ein niedriger Wert angesichts der Bedeutung dieser Entscheidung für die Zukunft der Partei.

Walter-Borjans und Esken gelten als Kritiker der “Großen Koalition” ihrer Partei mit der Union. Im parteiinternen Wahlkampf hatten sie bereits angekündigt, den Koalitionsvertrag nachverhandeln zu wollen – was von der Union strikt abgelehnt wird.

Damit könnte die Wahl der beiden Außenseiter zum Austritt der SPD aus der Koalition führen. Da der Haushalt für das kommende Jahr bereits verabschiedet wurde, könnte die Union in diesem Fall in einer Minderheitsregierung allein weiterregieren. Denkbar wären auch erneute Koalitionsverhandlungen von CDU und Grünen.

quelle//rtcom