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Per INTERPOL gesuchte Verdächtige des Ponzi-Systems in Griechenland und Italien festgenommen

Per INTERPOL gesuchte Verdächtige des Ponzi-Systems in Griechenland und Italien festgenommen,(Symbolbild)

Bei der Ermittlung des flüchtigen Täters ist die, polizeiliche Zusammenarbeit von entscheidender Bedeutung

LYON, Frankreich – Zwei Verdächtige, die im Zusammenhang mit einem internationalen Ponzi-System gesucht werden, das Tausende von Opfern in der Republik Korea betrogen hat, wurden mit Unterstützung von INTERPOL in Griechenland und Italien festgenommen.
 
Die polnischen und deutschen Verdächtigen im Alter von 49 bzw. 61 Jahren wurden international im Rahmen von INTERPOL Red Notices gesucht, die von den koreanischen Behörden wegen ihrer angeblichen Rolle in dem System herausgegeben wurden, bei dem etwa 28 Millionen Euro von etwa 2.000 koreanischen Opfern unterschlagen wurden.
 
Die Verhaftungen folgen der Koordinierung zwischen den INTERPOL National Central Bureaus (NCBs) in Griechenland, Italien, Polen und der Republik Korea sowie dem INTERPOL Financial Crime and Anti-Corruption Centre (IFCACC), der Fugitive Investigative Support Unit von INTERPOL und der Cybercrime-Direktion .
 
Der polnische Verdächtige wurde nach einem Echtzeit-Informationsaustausch zwischen der NZB in Rom, der italienischen Ermittlungseinheit Guardia di Finanza und INTERPOL auf der Rennstrecke von Imola festgenommen. Die Polizei am internationalen Flughafen von Athen verhaftete den deutschen Verdächtigen, als er versuchte, nach Dubai zu reisen, nachdem eine Identitätskontrolle seinen Status als Red Notice festgestellt hatte.
 
Das globale Netzwerk von INTERPOL unterstützt weiterhin laufende polizeiliche Ermittlungen in Polen, wo Kriminelle, die mit dem Ponzi-System in Verbindung stehen, angeblich Tausende von Opfern betrogen haben.
 
Das Programm, das sich als Investitionsmöglichkeit mit attraktiven Renditen ausgab, nutzte Chatrooms in sozialen Medien, um für FutureNet zu werben, ein groß angelegtes internationales Schneeballsystem, das Investoren durch Mundpropaganda anzog und sie dazu anregte, zwischen 2016 und 2020 andere anzuwerben.
 
Den Opfern wurde vorgegaukelt, dass sie von ihrer Investition profitieren würden, indem sie Werbepakete kauften und sie über YouTube und Facebook mit Gewinn an neue Nutzer weiterverkauften.

Stephen Kavanagh, Exekutivdirektor für Polizeidienste von INTERPOL

„Diese globale Untersuchung unterstreicht die kritische Natur der Polizei im digitalen Zeitalter, die über internationale Grenzen hinweg über INTERPOL zusammenarbeitet und Informationen über Tatverdächtige schnell austauscht.“Stephen Kavanagh, Exekutivdirektor für Polizeidienste von INTERPOL

„Obwohl noch viel zu tun ist, gilt unser Dank den Kollegen in Griechenland, Italien, Korea und Polen für diese wichtigen Verhaftungen“, fügte Herr Kavanagh hinzu.
 
„Die Welt wird für Flüchtlinge nur kleiner, wenn es keine Grenzen gibt, und zwar dicht Die internationale polizeiliche Zusammenarbeit war noch nie so entscheidend“, fügte Herr Kavanagh
 
hinzu. Die Verhaftungen erfolgen im Rahmen der Haechi-Initiative von INTERPOL, die von der Republik Korea unterstützt wird und die Operationen gegen cybergestützte Finanzkriminalität koordiniert.

 INTERPOL hat Anfang dieses Jahres IFCACC ins Leben gerufen, um eine koordinierte globale Antwort auf die exponentielle Zunahme der grenzüberschreitenden Finanzkriminalität zu geben.

Quelle/interpol.int

Was ist eigentlich Ponzi System

Ob das System von Charles Ponzi, Bernie Madoff oder Damara Bertges: In diesem Artikel von moneyland.ch erfahren Sie alles, was Sie über die Betrugsmasche wissen müssen.

Was ist ein Ponzi-System? Warum wird es so genannt? Und sind solche Systeme in der Schweiz verboten? moneyland.ch liefert die Antworten.

Was ist ein Ponzi-System?

Ein Ponzi-System (englisch: «Ponzi scheme») ist eine Betrugsmasche. Betrügerinnen oder Betrüger überzeugen ihre Opfer, ihnen Geld für Investitionen anzuvertrauen. In der Regel werden den Opfern hohe Renditen und niedrige Risiken versprochen. In Wirklichkeit erwirtschaften die Betrüger allerdings gar keine oder nicht genügend grosse Gewinne, um eine solche Rendite zu ermöglichen. Teil des Systems ist es in der Regel, dass Opfer ihr Geld inklusive Gewinne vorzu reinvestieren, sodass die Betrügerinnen und Betrüger lange Zeit frei über die investierten Beträge verfügen können.

Wenn Investoren dann ihre Gewinne ausgezahlt haben wollen, verwenden die Betrügerinnen und Betrüger das Geld von anderen Investoren, um die bestehende Forderung zu erfüllen. Das Ponzi-System funktioniert, solange genügend Neukunden ihr Geld investieren, um allfällige Auszahlungen an bestehende Kunden zu finanzieren. Verlangen hingegen zu viele Investorinnen und Investoren ihr Geld (und die versprochenen Gewinne) zurück, kollabiert das System.

Die Betrugsmasche wird besonders im Englischen auch als «robbing Peter to pay Paul» (englisch «Peter ausrauben, um Paul zu bezahlen») beschrieben.

Warum heisst es «Ponzi»-System?

Das Ponzi-System ist nach dem Betrüger Charles Ponzi benannt. Ponzi hat diese Art von Betrug zwar nicht erfunden, wurde aber im Jahr 1920 für diese Masche bekannt.