nz

Online Zeitung

Nato leitet offiziell Rückzug aus Afghanistan ein.

Bild zu Außen- und Verteidigungsminister der Nato-Staaten in Brüssel

Heiko Maas (SPD, l-r), Außenminister von Deutschland, Dominic Raab, Außenminister von Großbritannien, Antony Blinken, Außenminister der USA, Luigi Di Maio, Außenminister von Italien, und Philippe Errera, Generaldirektor für politische Angelegenheiten und Sicherheit im Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten von Frankreich, stehen im Nato-Hauptquartier.© Johanna Geron/Pool Reuters/AP/dpa  Aktualisiert am 14. April 2021, 21:10 Uhr

Nato leitet offiziell Rückzug aus Afghanistan ein.

Nato,-Die Nato leitet nach der Rückzugsentscheidung der USA das Ende ihres Einsatzes in Afghanistan ein. Die Alliierten hätten entschieden, mit dem Abzug aus dem Land zu beginnen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwochabend nach einer Videokonferenz der Außen- und Verteidigungsminister der 30 Bündnisstaaten von Diplomaten.

US-Präsident Joe Biden hatte zuvor ankündigen lassen, dass die USA als größter Truppensteller in dem Krisenstaat ihre Soldaten nach 20 Jahren zum 11. September nach Hause holen – dem 20. Jahrestag der Terroranschläge von New York und Washington. Für die Partner wäre eine Fortführung des Einsatzes deswegen nur noch mit erheblichen Zusatzkosten und Risiken möglich gewesen.

Zurzeit sind noch etwa 10 000 reguläre Soldaten aus Nato-Ländern und Partnernationen in Afghanistan. Sie sollen die demokratisch gewählte Regierung durch die Ausbildung und Beratung von Sicherheitskräften in ihrem Kampf gegen islamistische Extremisten wie die Taliban unterstützen. Deutschland hat zurzeit rund 1100 Soldaten vor Ort und ist damit der zweitgrößte Truppensteller nach den USA.

59 deutsche Soldaten sind in Afghanistan gestorben

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte bereits vor der Nato-Vidoekonferenz klar gemacht, dass der Abzug der US-Soldaten zwingend den Abzug der Bundeswehr nach sich zieht. “Wir haben immer gesagt: Wir gehen gemeinsam rein, wir gehen gemeinsam raus”, sagte die CDU-Politikerin im ARD-“Morgenmagazin”.

Mit der Entscheidung steht für die Bundeswehr der verlustreichste Einsatz ihrer Geschichte vor dem Ende. 59 deutsche Soldaten ließen in Afghanistan ihr Leben, von ihnen wurden 35 in Gefechten oder bei Anschlägen getötet. Afghanistan ist zudem der zweitlängste Auslandseinsatz der Bundeswehr nach der Kosovo-Mission, die bereits 1999 begann.

Mit Spannung wird nun erwartet, welche Konsequenzen die Abzugsentscheidung für die laufenden Friedensverhandlungen der afghanischen Regierung mit den militant-islamistischen Taliban hat. Als ein Risiko wird gesehen, dass die Taliban kurz nach einem Truppenabzug mit Waffengewalt die Macht übernehmen könnten. Für die junge Demokratie in Afghanistan und Fortschritte bei Frauenrechten oder Medienfreiheit dürfte eine solche Entwicklung der Todesstoß sein.

Quellen/1&1(dpa) © dpa

Author: Nilzeitung

Danke für ihren Besuch.!!"dieser Seite im Aufbau". Es stimmt, dass es keine Freiheit ohne Pressefreiheit gibt. Wahrer Frieden des Journalismus ist eine der Säulen der Demokratie (Salah El-Nemr) se/nz.

Comments are closed.