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INTERPOL-Generalsekretär: Sexueller Missbrauch von Kindern im Internet auf Rekordniveau

INTERPOL-Generalsekretär Jürgen Stock sagte, Kinder seien einem größeren Risiko von Online-Missbrauch und -Ausbeutung ausgesetzt als je zuvor.

Generalsekretär Stock warnt davor, dass Kinder einem größeren Risiko von Online-Missbrauch und -Ausbeutung ausgesetzt sind als je zuvor

DAVOS, Schweiz – Der durch die COVID-19-Pandemie ausgelöste massive Anstieg des sexuellen Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung von Kindern im Internet hält unvermindert an, sagte INTERPOL-Generalsekretär Jürgen Stock auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.
 
In einem Panel zum Thema Cybersicherheit sagte Generalsekretär Stock, dass die Berichterstattung der Privatwirtschaft und öffentlicher Hotlines zusätzlich zum Austausch mit Strafverfolgungsbehörden eine stetig steigende Zahl von Online-Bildern von Kindesmissbrauch gezeigt habe, wobei 2021 das schlimmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen sei.
 
Das Wachstum der Internetkonnektivität wird dazu führen, dass noch mehr Kinder online missbraucht und ausgebeutet werden.

„Jedes Bild, jedes Video ist ein Beweis für ein schreckliches Verbrechen mit einem echten Opfer, das für den Rest seines Lebens darunter leidet.“Jürgen Stock, INTERPOL-Generalsekretär

„Die schiere Menge an Bildern überwältigt bereits die Strafverfolgungsbehörden weltweit, es sei denn, der öffentliche und der private Sektor unternehmen mehr, um unsere Bemühungen zu vereinen, wir werden diesen beunruhigenden Aufwärtstrend nur in Fällen beobachten, die zunehmen.
 
„Wenn wir den sexuellen Missbrauch und die Ausbeutung von Kindern im Internet effektiver bekämpfen wollen, dürfen wir keine Zeit damit verschwenden, Anstrengungen zu wiederholen oder Informationen nicht weiterzugeben. Das Leben von Kindern ist in Gefahr“, schloss der Generalsekretär.

Jeden Tag werden sieben Opfer identifiziert

Selbst erstellte Inhalte, bei denen ein kindliches Opfer gepflegt und gezwungen wird, Bilder und Videos seines Missbrauchs zu erstellen, haben erheblich zugenommen. Täter zeichnen ihre Interaktionen mit Bildern des Opfers auf, die über Online-Plattformen oder Netzwerke geteilt werden.
 
Live-Streaming von sexueller Ausbeutung von Kindern gegen Bezahlung hat in den letzten Jahren ebenfalls zugenommen.
 
Überlebende von sexuellem Missbrauch in der Kindheit benötigen eine langfristige Genesung, um mit ihrem Trauma fertig zu werden. Das wiederholte Teilen von Bildern und Videos, die den Missbrauch darstellen, macht Überlebende erneut zu Opfern und behindert ihre Genesung.
 
INTERPOLs Datenbank für internationale sexuelle Ausbeutung von Kindern (ICSE).bietet eine globale Plattform zur Identifizierung von Opfern und ihren Tätern. Die Datenbank vermeidet Doppelarbeit und spart kostbare Zeit, indem sie den Ermittlern mitteilt, ob eine Bildserie bereits in einem anderen Land entdeckt oder identifiziert wurde oder ob sie ähnliche Merkmale wie andere Bilder aufweist.
 
Jeden Tag hilft die ICSE-Datenbank Ermittlern auf der ganzen Welt, durchschnittlich sieben Opfer von Kindesmissbrauch zu identifizieren, und hat seit ihrer Gründung dazu beigetragen, mehr als 12.500 Straftäter zu identifizieren und zu dokumentieren.

Author: Nilzeitung

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