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USA Justiz: EX-STAATSABGEORDNETER “Rep”LUIS ARROYO BEKOMMT 57 MONATE WEGEN BESTECHUNGSPLANS

EX Abgeordnete des Staates Illinois, LUIS ARROYO

Ehemaliger Vertreter des Bundesstaates Illinois zu fast fünf Jahren Bundesgefängnis wegen Teilnahme an einem Bestechungsprogramm verurteilt

CHICAGO – Der frühere Abgeordnete des Staates Illinois, LUIS ARROYO, wurde zu fast fünf Jahren Bundesgefängnis verurteilt, weil er an einem Bestechungsprogramm teilgenommen hatte, an dem ein anderer Gesetzgeber und Arroyos privater Lobbying-Kunde, ein Gewinnspielunternehmen, beteiligt war.

Arroyo, 67, aus Chicago, bekannte sich letztes Jahr wegen einer Anklage wegen bundesstaatlichen Drahtbetrugs schuldig. US-Bezirksrichter Steven C. Seeger verhängte am Mittwoch nach einer Anhörung vor dem Bundesgericht in Chicago eine Haftstrafe von 57 Monaten.

Das Urteil wurde von John R. Lausch, Jr., US-Staatsanwalt für den nördlichen Bezirk von Illinois, verkündet; Emmerson Buie, Jr., Special Agent-in-Charge der Chicago Field Office des FBI; und Justin Campbell, Special Agent-in-Charge des Chicagoer Büros der IRS Criminal Investigation Division. Die Regierung wurde durch den stellvertretenden US-Staatsanwalt James P. Durkin vertreten.

Arroyo vertrat von 2006 bis 2019 den 3. Bezirk im Repräsentantenhaus von Illinois. Er leitete auch Spartacus 3 LLC, eine private Lobbying-Firma in Chicago.

In den Jahren 2018 und 2019 nahm Arroyo Tausende von Dollar an Bestechungsgeldern von der Glücksspielfirma Collage LLC in Form von Schecks an, die an Spartacus ausgestellt wurden. Als Gegenleistung für diese Bestechungsgelder förderte Arroyo die Gesetzgebung im Repräsentantenhaus von Illinois im Zusammenhang mit der Gewinnspielbranche und riet anderen staatlichen Gesetzgebern, die Gesetzgebung zu unterstützen. 

Im August 2019 bot Arroyo an, Zahlungen an einen Senator des Staates Illinois zu leisten, als Gegenleistung für die Unterstützung des Senators für Gesetze im Zusammenhang mit Gewinnspielen. Am 22. August 2019 traf sich Arroyo mit dem Senator in einem Restaurant in Skokie, Illinois, und übergab ihm einen Scheck über 2.500 USD von Collage als erste Bestechungszahlung, mit der Erwartung, dass der Senator 12 Monate lang ähnliche Zahlungen erhalten würde. Arroyo sagte dem Senator: „Das ist der Jackpot“, und schrieb dann den Namen des Kandidaten des Senators auf den Scheck des Unternehmens. Der Name des Nominierten wurde verwendet, um die illegale Zahlung zu verschleiern.

Quelle/FPI/justice.gov

Deutschland Zoll : Rauschgifthandel zwischen Hamburg und Südbayern aufgedeckt.

München, 4. Juni 2021 Umfangreiche Vermögenswerte eingefroren

Rauschgifthandel zwischen Hamburg und Südbayern aufgedeckt

Zoll,-In über 200 Paar original verpackte und limitiert aufgelegte Sportschuhe namhafter Hersteller investierte ein in Hamburg wohnhafter, mutmaßlicher Drogenhändler (41 Jahre alt), der auch Südbayern mit Marihuana, Kokain und Ecstasy versorgt haben könnte.

Am 19. Mai 2021 haben Fahnder der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) Südbayern des Zollfahndungsamts München und des Bayerischen Landeskriminalamts den gegen ihn erlassen Haftbefehl in Hamburg vollstreckt. Es besteht der Verdacht, dass er im Zeitraum April bis Juni 2020 Handel mit rund 70 Kilogramm Marihuana, 1,5 Kilogramm Kokain sowie rund 250 Ecstasy-Tabletten trieb und damit Abnehmer in Unterschleißheim und Gilching beliefert haben könnte.

Polizei Hamburg - hamburg.de

Bei der Durchsuchung seiner Wohnung in Hamburg haben die zur Vermögensaufspürung eingesetzten Spezialisten des Zollfahndungsamts München

  • 200 Paar Sportschuhe (mit vorsichtig geschätztem Wert von 40.000 Euro),
  • fünf hochwertige Sportfahrräder (mit geschätztem Wert von rund 30.000 Euro),
  • zwei Plattenspieler (Wert je 5.000 Euro),
  • Kryptowährung im Wert von rund 75.000 Euro und
  • 120.000 Euro Bargeld

aufgrund des im Vorfeld erwirkten Vermögensarrestes gesichert.

Die Schuhe habe er zur Anlage seiner erwirtschafteten Erlöse zu Preisen von jeweils zwischen 100 Euro bis 1.100 US-Dollar erworben. Die Wallet der gesicherten Kryptowährung spürten Spezialisten der Zentralen Internet-Recherche-Einheit (ZIRE) des Zollkriminalamts auf und vereinnahmten diese.

Das Bargeld war teils in der Schublade des Küchentisches verstaut (60.000 Euro), aber auch unter der Abdeckung seiner Spülmaschine versteckt (60.000 Euro). Zwei dabei eingesetzte Spürhunde der Polizei Schleswig-Holstein haben bei der Aufspürung des versteckten Bargelds ihren guten Riecher unter Beweis gestellt.

Zeitgleich vollstreckten die Fahnder der GER Südbayern in Unterschleißheim einen weiteren Haftbefehl gegen den potenziellen 33-jährigen Abnehmer des Hamburger Hauptverdächtigen. Neben zahlreich sichergestellten Speichermedien und Mobiltelefonen kam es auch hier zur Sicherung von Vermögenswerten, in diesem Fall in Form eines gebrauchten Mittelklassewagens im Wert von ungefähr 25.000 Euro.

Darauffolgend durchsuchten am 26. Mai 2021 die Ermittler der GER Südbayern die Wohnung eines 29-jährigen mutmaßlichen Rauschgifthändlers in Gilching. Es besteht der Verdacht, dass er von dem 33-jährigen Unterschleißheimer in mehreren Fällen Marihuana und Kokain zum gewinnbringenden Weiterverkauf erwarb. Hier ist ebenfalls im Vorfeld ein Vermögensarrest zur Vorbereitung der Einziehung des Wertes des Taterlangten ergangen und vollstreckt worden. Wie zuvor haben eigens zur Vermögensaufspürung eingesetzte Fachkräfte des Zollfahndungsamts München einen gebrauchten, getunten Sportwagen im Wert von circa 40.000 Euro aufgespürt und gepfändet.

“Ein gelungenes Beispiel für verfahrensbegleitende Vermögensabschöpfung. Neben der strafrechtlichen Überführung der Täter ist entscheidend, ihnen das durch kriminelle Handlungen erlangte Vermögen zu entziehen”, so Regierungsdirektor Rudolf Ertl, Leiter des Zollfahndungsamts München.

Auf die Rauschgiftgeschäfte der drei Tatverdächtigen aufmerksam geworden ist die GER Südbayern, als Behörden aus dem benachbarten EU-Ausland Datenpakete mit Chatverläufen eines dort gesicherten Messengerdienstes übermittelten und die Übernahme der weiteren Ermittlungen in eigener Zuständigkeit anheimstellten.

Quelle/Zoll.de