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Brandkatastrophe in Südkorea und Viel glück für fast 380 Einwohne.

Fast 90 Menschen wurden bei dem Brand verletzt.© Newsflare/Reuters 

Brandkatastrophe in Südkorea: Fast 90 Menschen bei Hochhausbrand verletzt.

Aktualisiert am 08. Oktober 2020, 22:56 Uhr

Ulsan SK,-Bei einem Brand in einem 33-stöckigen Hochhaus in der südkoreanischen Küstenstadt Ulsan sind fast 90 Menschen verletzt worden.

Bei einem nächtlichen Brand in einem 33-stöckigen Hochhaus in der südkoreanischen Industrie- und Hafenstadt Ulsan sind Dutzende Menschen verletzt worden. Bilder des südkoreanischen Fernsehens von dem Feuer zeigten in der Nacht zum Freitag (Ortszeit), wie eine ganze Seite des Gebäudes lichterloh in Flammen stand. Fast 90 Menschen hätten Verletzungen erlitten, die meisten durch das Einatmen von Rauch, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf die Rettungskräfte. Ob es bei dem Brand in der Millionenstadt im Südosten des Landes Tote gab, war zunächst unklar.

50 Menschen retten sich auf das Dach

Das Feuer wurde laut Yonhap zwar nach einigen Stunden größtenteils unter Kontrolle gebracht, aber die Lage in dem Gewerbe- und Wohngebäude sei um etwa zwei Uhr morgens noch unübersichtlich gewesen. Etwa 50 Menschen hätten sich in den oberen Teil oder auf das Dach des Gebäudes geflüchtet, um sich zu retten.

Es wurde angenommen, dass das Feuer um etwa 23 Uhr am Donnerstag zwischen dem achten und zwölften Stock ausgebrochen war und sich dann schnell nach oben ausbreitete. Das Feuer wurde durch starke Winde angefacht. Bilder zeigten, wie große Betonbrocken auf die Straße stürzten. Ob wegen des Feuers akute Einsturzgefahr bestand, war unklar.

Im Haus wohnten 380 Menschen

Das Feuer sei plötzlich da gewesen, zitierte Yonhap einen Bewohner in den Fünfzigern. “Die Fenster zerbrachen und das Wohn- und Badezimmer stand in Flammen.” Er sei sofort losgerannt, als er die Nachricht von dem Feuer erhalten habe, sagte ein Ladeninhaber im unteren Teil des Hauses.

Die Feuerwehr der Stadt mit 1,2 Millionen Einwohnern versuchte, die Bewohner so schnell wie möglich in Sicherheit zu bringen. In dem Hochhaus wohnten Yonhap zufolge mehr als 380 Menschen. Wie viele von ihnen sich zum Zeitpunkt des Unglücks in dem Gebäude befanden, war zunächst nicht bekannt.

Quelle/medienagenturen/(ash/dpa/Reuters)

Südkorea Justiz geht gegen Bestechung und Machtmissbrauchs gnadenlos.

Der frühere südkoreanische Präsident Lee Myung-bak kommt zu einem Gericht, um an seinem Prozess in Seoul am 6. September 2018 teilzunehmen. Won Sei-hoon wurde von 2017 bis 2018 wegen neun Anklagepunkten verurteilt, unter anderem wegen Bestechung des ehemaligen konservativen Präsidenten Lee und Einstellung von Mitarbeitern aus NUS-Mitteln Zivilisten sollen Online-Kommentare vorlegen, um die öffentliche Meinung zugunsten von Lees Regierung zu beeinflussen. – AFP Bild

Ehemaliger südkoreanischer Spionagechef wegen politischer Einmischung inhaftiert.

Asien Politik SK Freitag, 07. Februar 2020, 23:48 Uhr

SEOUL,- Ein ehemaliger südkoreanischer Spionagechef wurde heute zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil er unter anderem Steuergelder für politische Einmischungen zugunsten der damals konservativen Regierung verwendet hatte.

Won Sei-hoon, 69, der von 2009 bis 2013 den Nationalen Geheimdienst (NIS) leitete, bezahlte die Zivilbevölkerung, um günstige Online-Kommentare zur Verwaltung zu veröffentlichen.

Unter der Führung von Won habe die Agentur “das Vertrauen der Bürger verloren”, und ihre Rolle beim Schutz der nationalen Sicherheit sei auch “ernsthaft beschädigt” worden, sagte das Seoul Central District Court.

Er habe seinen Beamtenstatus und seine Privilegien hinter Gittern verloren, fügte das Gericht hinzu.

Won wurde von 2017 bis 2018 wegen neun Anklagen verurteilt, unter anderem wegen Bestechung des ehemaligen konservativen Präsidenten Lee Myung-bak mit NIS-Mitteln und der Einstellung von Zivilisten, um Online-Kommentare zu verfassen, die die öffentliche Meinung zugunsten von Lees Regierung beeinflussen.

Er wurde im Jahr 2018 zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, weil er NIS-Beamten befohlen hatte, eine Online-Abstrichkampagne gegen den wichtigen Rivalen des inzwischen verdrängten konservativen Präsidenten Park Geun-hye bei den Wahlen 2012 durchzuführen.

Bei den hart umkämpften Wahlen besiegte Park den linksgerichteten Moon Jae-in, der 2017 zum Präsidenten gewählt wurde, nachdem Park wegen des Korruptionsskandals angeklagt hatte, der auch die größte Unternehmensgruppe des Landes, Samsung, in Mitleidenschaft gezogen hatte.

Der Spionageagentur wurde oft vorgeworfen, sie habe ihre Macht missbraucht, sich unter Park und Lee, den beiden konservativen, jetzt in Ungnade gefallenen Ex-Präsidenten, in die Politik einzumischen.

Lee, der von 2008 bis 2013 inhaftiert war, wurde unter anderem wegen Bestechung und Veruntreuung für schuldig befunden und 2018 zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Letztes Jahr wurde ihm jedoch eine Kaution gewährt.

Lees Nachfolger Park sitzt derzeit 32 Jahre im Gefängnis und verurteilt Millionen von Dollar wegen Bestechung und Machtmissbrauchs.

Die NUS, deren Titel im Laufe der Jahre geändert wurden, hatten in den Jahrzehnten der maßgeblichen Herrschaft, bevor Südkorea in den 1980er Jahren die Demokratie übernahm, einen besonders berüchtigten Ruf.

Quellen/Medienagenturen/ – AFP