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Verhaftungen ehemaliger Machthaber: Borissow wegen Erpressung 24 Stunden inhaftiert, GERB beruft Maßnahmen zum Sturz der Regierung ein

EX Ministerpräsident Bojko Borissow sowie mehrere andere Politiker und Beamte festgenommen 

Bulgarien,- Gestern Abend kurz nach 21 Uhr gab das Innenministerium überraschend bekannt, dass wegen der von der europäischen Generalstaatsanwältin Laura Coveschi angekündigten 120 Signale für Verbrechen in Bulgarien eine großangelegte Operation im Land im Gange sei, an der der frühere Ministerpräsident Bojko Borissow und drei enge Vertreter beteiligt seien der ehemaligen Regierungspartei wurden festgenommen GERB – der Finanzminister in zwei Kabinetten von Borissov Vladislav Goranov, die langjährige Vorsitzende des parlamentarischen Haushaltsausschusses Menda Stoyanova und die Publizistin Sevdelina Arnaudova.

Kurz nach 22.30 Uhr wurde Borissov aus seiner Wohnung geholt und zur Generaldirektion der Nationalen Polizei gebracht, wo er laut seinem Anwalt 24 Stunden lang festgehalten wurde und die Polizei Erpressung als Grund angab. Damals bestritten Stoyanova und Arnaudova die Festnahme, und Goranov ging nicht an sein Handy. Spät in der Nacht bestätigte Borissovs Anwalt, dass Goranov und Arnaudova bereits seit 24 Stunden inhaftiert seien.

Der ehemalige bulgarische Ministerpräsident Bojko Borissow im Fall der Veruntreuung von EU-Geldern festgenommen

Die Wohnungen aller vier wurden durchsucht, und nach offiziellen Angaben wurden die Ermittlungsmaßnahmen unter dringenden Bedingungen durchgeführt, dh. ohne dass die Staatsanwaltschaft benachrichtigt werden muss und ohne vorherige Genehmigung des Gerichts einzuholen.

Abgeordnete und Vertreter verschiedener Strukturen der GERB, die Bojko Borissov vor einigen Tagen wieder zu ihrem Führer gewählt hatte, umstellten zuerst sein Haus in Bankya und dann den Eingang der nationalen Polizei und beschuldigten die Behörden der Unterdrückung und des Totalitarismus. Die Partei forderte ihre Anhänger am Freitagmorgen vor dem Ministerrat auf, gegen die Regierung vorzugehen.

Quelle/Medienagenturen/denvink.bg

Author: Nilzeitung

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