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Google: Google ehrt Gründer der Paralympischen Bewegung

122. Geburtstag von Professor Ludwig Guttmann


Wer ist Professor Sir Ludwig Guttmann?

Googles Doodle – illustriert von der in Baltimore lebenden Gastkünstlerin Ashanti Fortson – feiert den 122. Geburtstag des jüdischen, in Deutschland geborenen britischen Neurologen Professor Sir Ludwig „Poppa“ Guttmann, dem Gründer der paralympischen Bewegung.

Guttmann wurde am 3. Juli 1899 in Tost, Deutschland – heute Toszek, Polen – geboren.

Er begann 1918 ein Medizinstudium an der Universität Breslau, setzte seine Studien in Würzburg und Freiburg fort und promovierte 1924 mit einer Arbeit über Tumoren der Luftröhre.

Was hat er getan?

Guttmann begann mit der Erforschung von Rückenmarksverletzungen und führte mehrere neurochirurgische Eingriffe durch.

Mit Anfang 30 wurde er dann als einer der besten Neurochirurgen Deutschlands bekannt.

Durch den Aufstieg der NSDAP und die Verabschiedung der Nürnberger Gesetze im Jahr 1933 wurde Guttmann jedoch daran gehindert, beruflich Medizin zu praktizieren.

Nach der Reichspogromnacht 1938 und der zunehmenden Judenverfolgung in Deutschland mussten Guttmann und seine Familie 1939 Deutschland verlassen und flüchteten nach England.

In England forschte Guttmann dann über Querschnittslähmung und setzte seinen innovativen Ansatz 1944 als Direktor des National Spinal Injuries Center am Stoke Mandeville Hospital in die Praxis um.

Welche Rolle spielte er bei den Paralympischen Spielen?

Guttmann veranstaltete 1948 einen 16-Personen-Bogenwettbewerb, der zu den ersten offiziellen Leistungssportveranstaltungen für Rollstuhlfahrer zählte.

Der Wettbewerb – der später als „Stoke Mandeville Games“ oder „Olympiade für Behinderte“ bezeichnet wurde – durchbrach Barrieren für Behinderungen und erregte die Aufmerksamkeit weltweiter medizinischer und sportlicher Gemeinschaften.

1960 moderierte Guttmann dann die Internationalen Stoke Mandeville Games nach den Olympischen Sommerspielen 1960. Die Veranstaltung mit mehr als 400 Athleten aus 23 Ländern war die erste von vielen Paralympischen Spielen.

In diesem Jahr fanden die Olympischen Spiele in Rom statt, und Guttman – der als „Vater der Paralympics“ bekannt wurde – sah keinen Grund, warum auch die Internationalen Stoke-Mandeville-Spiele dort nicht stattfinden sollten.

Die Spiele fanden dann zum ersten Mal direkt nach den Olympischen Spielen in Rom im Olympia-Austragungsort statt, wo die Athleten die gleichen Unterkünfte und Veranstaltungsorte wie ihre olympischen Kollegen teilten.

Guttmann gründete auch die International Medical Society of Paraplegia – auch bekannt als International Spinal Cord Society – und die British Sports Association for the Disabled.

Für seine Verdienste erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und wurde 1966 von Ihrer Majestät der Königin zum Ritter geschlagen.

Quelle/Google/scotmans

Author: Nilzeitung

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