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Peru: Massenhaft Peruaner lehnen die in Lima und Callao verhängte Ausgangssperre gewaltsam ab

Bürger stehen Polizisten gegenüber, Lima, Peru, 5. April 2022. | Foto: EFE

Massenhaft Peruaner lehnen die in Lima und Callao verhängte Ausgangssperre gewaltsam ab

Peru,-Peru hob die Ausgangssperre in den Provinzen Lima und Callao auf, mit denen es den Streik der Transporter bewältigen wollte. Die massiven Demonstrationen der peruanischen Bevölkerung haben es geschafft, die von der repressiven Regierung von Pedro Castillo verhängten Maßnahmen zu stürzen

Am frühen Abend des 5. April hob Präsident Pedro Castillo eine Ausgangssperre auf, die die Regierung früher am selben Tag in Lima und Callao verhängt hatte, um weitere zerstörerische Proteste wegen eines kürzlichen Anstiegs der Kraftstoffpreise und anderer wirtschaftlicher Bedingungen zu verhindern. Nach dem ursprünglichen Edikt war jede Bewegung zwischen 02:00 und 23:59 Uhr eingeschränkt; Die Ausgangssperre blieb jedoch nur 15 Stunden in Kraft, bevor sie aufgehoben wurde. 

Vorläufigen Berichten zufolge waren über 1.000 Demonstranten trotz der Anordnung, zu Hause zu bleiben, auf die Straßen von Lima gegangen. Die Behörden können die Ausgangssperre wieder verhängen, wenn die störenden Proteste andauern.

Große Unruhen werden wahrscheinlich in ganz Peru anhalten. Regierungsgebäude, Hauptverkehrsstraßen, Verkehrsknotenpunkte und Stadtzentren sind wahrscheinlich Sammelgebiete. Sicherheitspersonal wird mit ziemlicher Sicherheit eingesetzt, um solche Versammlungen zu verwalten; Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten sind wahrscheinlich. Einige Supermärkte in Lima haben Engpässe bei bestimmten Waren gemeldet. Weitere Engpässe sind möglich, wenn der Streik der Lkw-Fahrer anhält und die Proteste weiterhin zu Unterbrechungen des Überlandverkehrs führen.

Peru: Castillo zum Dialog mit streikenden Transportarbeitern

Entscheidung Hintergründe

Verschiedene Transportgewerkschaften, darunter die National Association of Freight Carriers, starteten am 28. März einen landesweiten Streik, um die hohen Treibstoffkosten anzuprangern. Seitdem protestieren auch andere Verkehrsbeschäftigte wie Taxi- und Busfahrer sowie Gewerkschaften. Demonstranten haben die Panamericana in weiten Teilen des Landes blockiert, wobei streikende Arbeiter Busse angegriffen haben, die sich nicht an den Streik halten, und Privatfahrzeuge, die versuchen, Straßensperren zu durchfahren. In mehreren Großstädten, darunter Lima, wurden Plünderungen gemeldet, die zur Schließung einiger Geschäfte und Banken führten. Auch an Protestorten kommt es zu Gewalt, wobei seit Beginn des Streiks mindestens vier Menschen getötet wurden.

„Es ist notwendig, diese Gewalttaten, die die Forderungen eines legitimen sozialen Protests getrübt haben, sehr ernsthaft zu untersuchen“, betonte Kulturminister Alejandro Salas.

Quelle/Medienagenturen/@twitter

Trucker in Hamburg: Fast Straßenkollaps in Hamburg

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FRIEDEN22.03.2022 03:59

Straßenkollaps in Hamburg, weil Autofahrer gegen steigende Kraftstoffpreise protestieren

Hamburg,-Die Polizei Hamburg berichtete, dass 250 schwere Lastwagen die Straßen blockierten und “faire Preise für Dieselkraftstoff” forderten.

Die Teilnehmer des Protests gegen hohe Benzinpreise behaupten selbst, dass es mehr als 350 Autos gegeben habe.

Alle Lastwagen waren mit Transparenten “behängt”, auf denen stand:

  • „Systemrelevante Trucker brauchen faire Dieselpreise“
  • “Dieselraub: Ohne uns läge dieses Land am Boden.”

Die Proteste finden zum zweiten Mal statt. Die erste brachte 500 Teilnehmer zusammen, die sich auf den Straßen der Stadt bewegten und „auf ihnen Chaos anrichteten“.

Grund für die Empörung der Autofahrer sind die zeitweise gestiegenen Spritpreise .

Hohe Diesel-Preise bringen die Trucker in Hamburg auf die Straße. Der Diesel kann nicht mehr bezahlt werden. Viele Transportunternehmer melden schon jetzt Fahrzeuge ab oder überlegen ganz aufzuhören. Die Trucker-Demo macht darauf aufmerksam.#Trucker #Demo #Diesel #Hamburg


Fürth: Betrunkener Lkw-Fahrer rammt Autos – Schneise der Verwüstung

Autowracks stehen auf einer Straße in Fürth. © Friedrich/vifogra/dpa/09.02.2022 

Betrunkener Lkw-Fahrer rammt Autos – Schneise der Verwüstung

Es hätte noch viel schlimmer enden können: Ein Lkw-Fahrer kommt in Fürth von der Fahrbahn ab, sein tonnenschwerer Sattelzug kracht in geparkte Autos, beschädigt mehr als 30 Fahrzeuge.

Fürth,-Nach der folgenschweren Chaosfahrt eines betrunkenen Lkw-Fahrers gehen die Bergungs-arbeiten in Fürth am Mittwoch weiter. Der tonnenschwere Sattelzug war am Dienstagabend in etliche geparkte Fahrzeuge gekracht und hinterließ auf mehreren hundert Metern eine Schneise der Zerstörung.

31 Autos wurden beschädigt und gingen teils in Flammen auf, der Fahrer wurde festgenommen. Ob der 50-Jährige ein konkretes Motiv hatte oder aufgrund seines Alkoholpegels unzurechnungsfähig war, war auch Stunden später ungeklärt.

«So ein Verwüstungsszenario habe ich noch nie erlebt», sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken der Deutschen Presse-Agentur. «Man kann nur erahnen, mit welcher Wucht der Lkw dort entlang ist. Das hätte ein Horrorszenario werden können, wenn dort mehr Passanten unterwegs gewesen wären.» So blieb es bei drei Leichtverletzten – darunter der Fahrer selbst.

Wagen brennen lichterloh

Der Sattelzug habe die vielen Autos «gerammt, touchiert, vor sich hergeschoben und in ein Haus gedrückt», so der Sprecher. Mehrere Wagen hätten lichterloh gebrannt.

Derweil ist eines der Häuser am Unfallort vorerst nicht mehr bewohnbar. Experten müssten die Statik der Fassade untersuchen, sagte ein Polizeisprecher. Die Fassade fing Feuer, Fensterscheiben barsten und Rauch drang in die Wohnungen ein. Es sei nicht absehbar, wann diese wieder bezogen werden könnten. «Das Schadensbild ist schon immens», erklärte der Sprecher.

Anwohner wurden aus ihren Wohnungen evakuiert und mussten aufgrund der niedrigen Temperaturen in nahegelegenen Unterkünften übernachten. Eine ältere Frau wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

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Zwei Promille Atemalkohol

Der Fahrer, bei dem rund zwei Promille Atemalkohol gemessen wurden, war nach Polizeiangaben wohl bei Rot mit seinem Lkw über eine Kreuzung gefahren und in ein Auto gekracht, dessen Fahrerin leicht verletzt wurde. Dennoch sei er weitergefahren und habe wahrscheinlich noch beschleunigt. Ein Passant habe sich noch in Sicherheit bringen können und sei so mit leichten Verletzungen davongekommen.

Der Lastwagenfahrer soll nun einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Möglicherweise kommt er in Untersuchungshaft. Ermittelt wird wegen Unfallflucht und Körperverletzung.

Quelle/dpa