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Nürnberg Zollamt: Schmuggler machen keine Ferien

Nürnberg, 19. August 2021 Nürnberger Zoll stellt Zigaretten sicher

Schmuggler haben keine Zeit, in den Urlaub zu fahren.

Nürnberg Zoll,-31.400 Schmuggelzigaretten fanden Zöllner*innen der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Nürnberg am Wochenende bei Fahrzeugkontrollen.

Bereits am 13. August 2021 wurde in der Mittagszeit auf einem Rastplatz an der Autobahn 6 bei Lichtenau einen Kleintransporter aus Osteuropa kontrolliert. Der Fahrer gab auf Befragen an, keine zoll- oder verbrauchsteuerpflichtigen Waren mitzuführen.

Bei der Kontrolle des Fahrzeugs erweckten drei Koffer, in Plastikfolie eingewickelt und zusätzlich mit Zahlen- und Vorhängeschloss gesichert, die besondere Aufmerksamkeit der Zöllner. Wie sich herausstellte zu Recht: Die Koffer enthielten ausschließlich Zigaretten. Insgesamt kamen 22.000 Zigaretten ohne deutsche Steuerzeichen zum Vorschein.

Gegen den 27-jährigen Mann wurde ein Verfahren wegen Verdachts auf Steuerhinterziehung eingeleitet.

Am späten Abend des 14. August 2021 kamen bei der Kontrolle eines osteuropäischen Kleintransporters auf einem Parkplatz bei Brunn an der Autobahn 3 ebenfalls mehrere Stangen unversteuerte Zigaretten zutage. Fahrer und Mitfahrer, die auf dem Weg in die Niederlande waren, gaben zwar an, lediglich Zigaretten im Rahmen der Richtmenge von jeweils 800 Stück pro Person mit sich zu führen.

Bei der anschließenden Fahrzeugkontrolle fanden die Zöllner*innen in Heckklappe und Seitenverkleidungen sowie in einer Sporttasche und in Tüten hinter der Rücksitzbank versteckt insgesamt weitere 9.400 Zigaretten ohne deutsche Steuerzeichen.

Der 24-jährige Fahrer nahm die Schuld auf sich. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen Verdachts auf Steuerhinterziehung eingeleitet.

In beiden Fällen wurden die Zigaretten sichergestellt.


Europol Zigartenschmugglen;13 FESTNAHMEN IM DÄNISCH-NIEDERLÄNDISCHEN STACHEL.

09. März 2021PressemitteilungDIESE NEWS / PRESSEMITTEILUNG HANDELT VONILLEGALER TABAKHANDEL

DIE BESCHLAGNAHME VON SCHMUGGELZIGARETTEN IM WERT VON 14 MILLIONEN EURO FÜHRT ZU 13 FESTNAHMEN IM DÄNISCH-NIEDERLÄNDISCHEN STACHEL

Insgesamt 13 Personen wurden in Dänemark wegen ihrer angeblichen Rolle beim Schmuggel gefälschter Zigaretten verhaftet, die in einer geheimen Fabrik hergestellt und für das Vereinigte Königreich bestimmt waren. 

Der rechtzeitige Austausch von Informationen über Europol zwischen den dänischen, niederländischen und polnischen Ermittlern war für den Erfolg der im Rahmen der Europäischen Multidisziplinären Plattform gegen kriminelle Bedrohungen (EMPACT) durchgeführten Ermittlungen von entscheidender Bedeutung.

Am 2. März fand in Dänemark eine erste Aktion statt, bei der eine illegale Fabrik in der Gemeinde Vamdrup abgebaut wurde. Dies ist der erste Fall, in dem eine illegale Fabrik im Land abgebaut wird. 13 Personen polnischer und ukrainischer Staatsangehörigkeit wurden festgenommen und 11 Millionen Zigaretten sowie 11 Tonnen Rohtabak und eine vollständige Produktionslinie beschlagnahmt. Die forensische Analyse ist noch nicht abgeschlossen, um die genaue Produktionskapazität der Fabrik zu quantifizieren, die vermutlich mehrere Millionen Zigaretten pro Woche beträgt. 

Der Wert der beschlagnahmten Tabakerzeugnisse auf dem illegalen Markt im Vereinigten Königreich wird auf etwa 13 Mio. EUR geschätzt. 

Die Aktion in Dänemark führte in derselben Woche zu einer weiteren Aktion in den Niederlanden. Die Ermittler des niederländischen Finanzinformations- und Ermittlungsdienstes (FIOD) durchsuchten die Räumlichkeiten eines Lagers in Ospel. Es wurden acht Paletten Schmuggelzigaretten beschlagnahmt, die in Seecontainern gelagert wurden und auf dem Zielmarkt einen Wert von fast 1 Mio. EUR hatten.  

Die in Dänemark hergestellten Zigaretten wurden über Lastkraftwagen in die Niederlande geschickt und blieben dort eine Weile in maritimen Containern gelagert, bevor sie nach Großbritannien verschifft wurden. 
 
Das Analyseprojekt SMOKE von Europol unterstützte diesen Fall, indem es den Informationsaustausch zwischen den verschiedenen beteiligten Ländern erleichterte und die Betriebsdaten analysierte, um die Hauptziele zu ermitteln. Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen, um mögliche Verbindungen zu anderen europäischen Ländern zu finden.

Die folgenden Strafverfolgungsbehörden haben an diesem Stich teilgenommen:

Dänemark : Sonderermittlung West (Særlig Efterforskning Vest), Nationale Polizei (Dansk Politi)
Niederlande : Finanzinformations- und Ermittlungsdienst (FIOD)
Polen : Grenzschutz (Straż Graniczna)

Quelle/europol.europa.eu/crime