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Ungarn: Orbán Keine Truppen und Waffen für die Ukraine

Paletten mit Munition und Waffen, die für die Ukraine bestimmt sind, werden am 30. Januar 2022 auf dem Luftwaffenstützpunkt Dover, Delaware, USA, in ein Flugzeug verladen.3 Mär. 2022 20:58 Uhr

Ungarn: Keine Truppen und Waffen für die Ukraine

Berlin,-Ungarn hat seine Haltung zum Krieg in der Ukraine bekräftigt und betont, dass es keine Militärhilfe über ungarisches Hoheitsgebiet passieren lassen wird. Als Begründung wurde zuletzt angeführt, dass dies die Sicherheit der rund 100.000 ethnischen Ungarn in der Ukraine gefährden würde.

Ungarn wird angesichts des anhaltenden militärischen Konflikts mit Russland weder den Transfer von Truppen noch die Lieferung von Waffen an die Ukraine zulassen, erklärte der ungarische Außenminister Péter Szijjártó am Mittwoch und bekräftigte damit die Haltung Budapests.

“Wir haben, genau wie unsere Verbündeten, beschlossen, keine Truppen und keine Waffen zu schicken. Und wir erlauben keine Transitlieferungen von tödlichen Waffen durch Ungarn”, erklärte der Minister während einer Sitzung des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen.

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Ungarn habe zusätzliche Truppen an seinen östlichen Grenzen stationiert, um ein mögliches Eindringen von nicht näher bezeichneten bewaffneten Gruppen aus der benachbarten Ukraine zu verhindern, fügte Szijjártó hinzu. Budapest wolle seine Bürger sowie die im Westen der Ukraine lebenden ethnischen Ungarn inmitten des Konflikts schützen, erklärte er weiter. Militärische Transporte könnten leicht zur Zielscheibe möglicher Angriffe werden.

Bereits einen Tag zuvor hatte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán erklärt, dass er es nicht zulassen werde, dass Waffenlieferungen des Westens an die Ukraine über ungarisches Hoheitsgebiet durchgeführt werden. Die staatliche ungarische Nachrichtenagentur MTI zitierte Orbán am Montagabend aus einer Mitteilung mit den Worten:

“Wir haben entschieden, dass wir keine derartigen Lieferungen durchlassen.”

Die Entscheidung, keine Waffenlieferungen durch Ungarn passieren zu lassen, begründete der ungarische Ministerpräsident damit, dass in der westukrainischen Region Transkarpatien mehr als 100.000 ethnische Ungarn leben. Deren Sicherheit wäre durch derartige Lieferungen gefährdet. Ungarn hat eine rund 140 Kilometer lange gemeinsame Grenze mit der Ukraine.

Szijjártó rief Russland und die Ukraine zur Beendigung der Feindseligkeiten auf und appellierte an beide Seiten des Krieges, sich stattdessen auf die Diplomatie zu besinnen. Budapest sei bereit, Gastgeber für “die zur Lösung des Konflikts notwendigen Verhandlungen” zwischen Moskau und Kiew zu sein. In der Erklärung von Montagabend hatte Orbán weiter erklärt:

“Es ist das Interesse der ungarischen Menschen, dass sich Ungarn aus diesem Krieg heraushält.”

Aus diesem Grunde werde Ungarn weder Waffen noch Soldaten ins Kriegsgebiet schicken.

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Russland hatte in der vergangenen Woche eine groß angelegte Militäroffensive auf die Ukraine gestartet und verkündet, das Nachbarland müsse “entnazifiziert” und “entmilitarisiert” werden. Moskau argumentierte, die Offensive sei die einzige Möglichkeit, das Blutvergießen im Osten der Ukraine zu beenden und Kiew daran zu hindern, einen umfassenden Angriff auf die abtrünnigen Republiken Donezk und Lugansk zu starten. Kiew wies diese Anschuldigungen jedoch entschieden zurück und betonte, es verfolge keine Pläne, die abtrünnigen Regionen gewaltsam zurückzuerobern, und die Invasion sei nicht provoziert worden.

Donezk und Lugansk hatten 2014 nach dem Putsch auf dem Maidan, durch den die demokratisch gewählte Regierung der Ukraine abgesetzt wurde, ihre Unabhängigkeit von der Ukraine erklärt. Der Aufstand löste eine Militäroperation der neuen Kiewer Behörden im Osten des Landes aus. Die aktiven Kämpfe endeten zwar mit den Minsker Vereinbarungen von 2014-15, doch der darin vorgesehene Fahrplan für den Ausweg aus der Krise wurde nie wirklich umgesetzt, sodass die Kriegshandlungen in der Region jahrelang mit geringer Intensität fortgesetzt wurden.

Mehr zum Thema – Lawrow: Das Gerede über einen Atomkrieg kommt nicht von russischer Seite

Quelle/rt.de.ru

WM-Quali : Ungarns Fans stoßen während des WM-Qualifikationsspiels gegen England

SPORT

Fifa "verurteilt nachdrücklich" Massenprobleme beim Aufeinandertreffen zwischen England und Ungarn

Ungarns Fans stoßen während des WM-Qualifikationsspiels gegen England am Dienstagabend im Wembley-Stadion mit Polizisten zusammen. Foto: PA Images/JAMIE GARDNER, PA /13.10.2021 | 11:27 UHR

FIFA verurteilt Zuschauerschwierigkeiten beim Aufeinandertreffen zwischen England und Ungarn aufs Schärfste

Fifa,-Die FIFA hat die Unruhen im WM-Qualifikationsspiel Englands gegen Ungarn am Dienstagabend sowie die Gewaltszenen beim Spiel Albanien gegen Polen in derselben Gruppe verurteilt.

Ungarns Fans stießen in Wembley mit der Polizei zusammen, nachdem Beamte den Tribünen betreten hatten, um eine Person wegen eines rassistisch erschwerten Verstoßes gegen die öffentliche Ordnung in Bezug auf Kommentare an einen Ordner zu verhaften.

Die Metropolitan Police bezeichnete das Geschehen als „geringfügige Störung“.

Polens Karol Swiderski (links) hält sich den Kopf, während Fans nach seinem Tor Raketen auf das Spielfeld werfen

Polens Karol Swiderski (links) hält sich den Kopf, während Fans nach seinem Tor Raketen auf das Spielfeld werfen (Franc Zhurda / AP)

Das Spiel Albanien gegen Polen in Tirana wurde vorübergehend unterbrochen. Nach dem Tor von Karol Swiderski für Polen in der 77. Minute wurden Flaschen auf den Platz geworfen.

Der Weltverband des Fußballs sagte in einer Erklärung: „Die FIFA analysiert derzeit die Berichte über die Qualifikationsspiele zur FIFA-Weltmeisterschaft gestern Abend, um die am besten geeigneten Maßnahmen zu ermitteln.

Ungarn wurde angewiesen, zwei Spiele hinter verschlossenen Türen auszutragen, eines davon für zwei Jahre gesperrt, wegen des rassistischen Verhaltens seiner Fans während des Qualifikationsspiels gegen England im vergangenen Monat in Budapest.

Raheem Sterling und Jude Bellingham wurden während des Spiels am 2. September, das England mit 4:0 gewann, mit Affengesängen ins Visier genommen.

Im Juli verhängte der europäische Fußballverband UEFA gegen den ungarischen Verband ein Stadionverbot für zwei Spiele, nachdem das Verhalten seiner Anhänger während der Spiele der Euro 2020 in Budapest und München untersucht worden war.

Zwei Teams sind durch, Favoriten unter Druck

  • Deutschland und Dänemark machen WM-Quali perfekt
  • Die restlichen Gruppen sind hart umkämpft
  • Portugal, Spanien, Italien und Kroatien dürfen sich für Tabellenführung keinen Ausrutscher mehr leisten

In der Europa-Zone konnten sich in den letzten Tagen mit Deutschland und Dänemark die ersten beiden Teams für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022™ qualifizieren und gesellen sich damit zu Gastgeber Katar.

Weitere Mannschaften haben einen großen Schritt in Richtung Katar getan, wobei nach den letzten beiden Spieltagen in vielen Gruppen ausgeglichene Verhältnisse herrschen. Das verspricht Spannung für die letzten beiden Spieltage, die im November anstehen.

In knapp einem Monat steht also in den meisten Gruppen alles auf dem Spiel, und einige große Teams sind mächtig unter Druck geraten in ihrem Bestreben, sich den Gruppensieg und damit die direkte Qualifikation für das Weltturnier zu sichern.

Deutschland löst nach Gastgeber Katar als erstes Team WM-Ticket11. Okt. 2021

Deutschland löst nach Gastgeber Katar als erstes Team WM-Ticket11. Okt. 2021

Gruppe A

Serbien ist nach den Siegen gegen Luxemburg und Aserbaidschan Spitzenreiter und kämpft nun an den letzten beiden Spieltagen Ende November mit Portugal um den Gruppensieg. Das Balkanland hat einen Punkt Vorsprung vor dem Rivalen, allerdings auch eine Partie mehr auf dem Konto. Die beiden treffen am letzten Spieltag in Portugal aufeinander, wo zweifellos ein ausgesprochen tor- und erfolgshungriger Cristiano Ronaldo lauern wird. Gegen Luxemburg hat er seinen zehnten Länderspiel-Hattrick erzielt und seinen grandiosen Torrekord damit weiter ausgebaut.

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Gruppe B

Schweden hat hier die Führung übernommen und Kapital daraus geschlagen, dass Spanien aufgrund seiner Aktivität in der UEFA Nations League spielfrei war. Die Skandinavier, bei denen sich Alexander Isak in bestechender Form präsentierte, haben sich gegen Griechenland und Kosovo durchgesetzt und nun zwei Zähler Vorsprung auf La Roja. Da beide Teams sechs Spiele bestritten haben, werden die Novemberduelle darüber entscheiden, wer am Ende auf Platz eins und zwei steht.

Gruppe C

Ebenso wie Spanien war auch Italien in der Nations League aktiv und daher in der WM-Qualifikation spielfrei. Davon profitierte die Schweiz, die sich deutlich gegen Nordirland und Litauen durchsetzen konnte und den Italienern nun eng auf den Versen ist. Beide Teams haben 14 Punkte auf dem Konto und sind von den anderen Mannschaften nicht mehr einzuholen. Über die Tabellenführung könnte am nächsten Spieltag entschieden werden, wenn die Kontrahenten sich auf transalpinischem Boden im direkten Duell gegenüberstehen. 

Gruppe D

Die Ukraine konnte diesen Doppelspieltag der WM-Qualifikation nicht nutzen, um zu Tabellenführer Frankreich (12 Punkte) aufzuschließen. Die Franzosen waren spielfrei, weil sie in der Nations League aktiv waren, bei der sie den Titel gewannen. Das 1:1 gegen Bosnien und Herzegowina am Dienstag brachte keines der beiden Teams weiter. Die Ukraine hat nun neun Punkte auf dem Konto, die Bosnier sieben. Zwischen den beiden Teams rangiert Finnland, das nach der 1:2-Niederlage gegen die Ukraine und einem 2:0-Sieg gegen Kasachstan acht Zähler verbuchen kann.

Gruppe E

Tabellenführer ist weiterhin Belgien mit 16 Punkten. Das Team war aufgrund seiner Teilnahme an der Final-Four-Endrunde der UEFA Nations League in den letzten beiden Wochen spielfrei. Die Belgier profitierten vom 2:2-Unentschieden zwischen den nächsten Verfolgern Tschechische Republik und Wales in der ersten Begegnung der Woche. Beide Teams konnten dann jedoch ihr zweites Spiel in Belarus bzw. Estland für sich entscheiden und haben nun je fünf Punkte Rückstand auf die Roten Teufel. Belgien muss genau wie Wales noch zwei Spiele bestreiten, die Tschechen nur noch eins.

Gruppe F

Dänemark machte am Dienstag die Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ perfekt, und zwar mit weißer Weste: Die Dänen holten alle 24 Punkte, erzielten 27 Treffer und kassierten keine einzigen Gegentreffer. Um den zweiten Gruppenplatz kämpfen Schottland (17 Punkte) und Israel (13). Die beiden Kontrahenten trafen am Samstag im direkten Duell aufeinander, das die Schotten mit 3:2 für sich entscheiden konnten. Mit einem 1:0-Sieg gegen die Färöer legten sie einen perfekten Doppelspieltag hin.

Gruppe G

Zwei Spieltage vor Schluss kämpfen noch drei Teams um den Gruppensieg. Die Niederlande führen die Tabelle nach Siegen gegen Lettland und Gibraltar mit 19 Punkten an, Norwegen und die Türkei lassen sich jedoch nicht abschütteln. Die Skandinavier (17 Punkte) setzten sich mit 2:0 gegen Montenegro durch und erreichten ein 1:1 gegen die Türkei, die dank dieses Remis und eines 2:1-Siegs in Lettland 15 Zähler auf dem Konto hat. 

Gruppe H

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Russland und Kroatien waren mit einem Punktegleichstand an der Tabellenspitze in diesen Doppelspieltag der WM-Quali gegangen. Nun konnten die Russen vom 2:2 zwischen Kroatien und der Slowakei am Montag profitieren und sind alleiniger Tabellenführer. Sie haben ihre beiden Spiele gewonnen und sechs Punkte eingefahren, die Kroaten hingegen nur vier. Die Entscheidung fällt jedoch erst am letzten Spieltag im November, wenn Russland in Kroatien zu Gast ist.

Gruppe I

In dieser Gruppe haben noch drei Teams die Chance, sich nach dem Doppelspieltag im November die Tabellenführung zu sichern. Nachdem England gegen Ungarn über ein 1:1-Unentschieden nicht hinausgekommen ist, haben Polen und Albanien wieder Hoffnung geschöpft. Sie haben drei bzw. fünf Punkte Rückstand auf die Auswahl von Gareth Southgate. Die beiden Teams trafen am Dienstag aufeinander, und Polen hatte dank eines schönen Treffers von Karol Świderski in der zweiten Halbzeit am Ende knapp die Nase vorn. Ebenfalls am Dienstag setzte Andorra sich mit 3:0 gegen San Marino durch und errang damit den höchsten Sieg in seiner Geschichte.

Gruppe J

Nordmazedonien hatte im März mit einem Sieg gegen Deutschland für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Doch in Skopje machte der viermalige Weltmeister mit Treffern von Kai Havertz, Timo Werner (2) und Jamal Musiala nun die WM-Qualifikation perfekt. Das Rennen um den zweiten Gruppenplatz, der zur Teilnahme an der Playoff-Runde berechtigt, ist noch offen. Rumänien, Nordmazedonien, Armenien und Island haben noch Chancen, und an den letzten beiden Spieltagen stehen mehrere direkte Duelle zwischen den Anwärtern an.

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Statistik

58 – So viele Hattricks hat Cristiano Ronaldo insgesamt auf dem Konto, nachdem er am Dienstag gegen Luxemburg einen weiteren verbuchen konnte. Zehn davon erzielte er im portugiesischen Nationaltrikot.

5 – So viele Partien hat der deutsche Nationaltrainer Hansi Flick bestritten und alle gewonnen. Eine solche Bilanz konnte bisher nur sein Vorgänger Joachim Löw für sich verbuchen. Kein Trainer der deutschen Nationalelf hat zu Beginn seiner Amtszeit mehr Spiele in Folge gewonnen.

15 – An so vielen Toren war Memphis Depay in der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ beteiligt (neun Tore, sechs Vorlagen). Damit kann er sechs Torbeteiligungen mehr verbuchen als jeder andere Spieler in der Europa-Qualifikation. 

4 – In so vielen Spielen in Folge hat der Schotte Lyndon Dykes in der WM-Qualifikation Tore erzielt.

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Zitate

“Wir haben ein unglaublich starkes Team mit einer sehr gesunden Mentalität geschaffen. Wir wollen uns stets verbessern. Wir geben alle unser Bestes und haben nicht nur Qualität, sondern auch viel Durchhaltevermögen. Wir haben es geschafft, jetzt wollen wir mehr.” Simon Kjaer (Kapitän und Verteidiger, Dänemark) nach der erfolgreichen Qualifikation für die WM

Quelle/FIFA/Sport | BreakingNews.ie