NZ

Online Zeitung

Oxford-Impfstoffexperte: Regelmäßige Auffrischungsimpfung „nicht nachhaltig“

Oxford-Impfstoffexperte Sir Andrew Pollard.

Oxford-Impfstoffexperte Sir Andrew Pollard.  Mi, 05. Jan. 2022 15:31:49

Regelmäßige Auffrischungsimpfung „nicht nachhaltig“, Oxford-Impfstoffexperte

London,- Regelmäßige Auffrischungsdosen alle vier bis sechs Monate zur Bekämpfung von Covid sind möglicherweise kein nachhaltiger Weg, um Covid-Infektionen zu verhindern, sagte der Oxford-Impfstoffexperte Sir Andrew Pollard.

Inmitten steigender Fälle aufgrund von Omicron, das das Potenzial hat, der Impfstoffimmunität zu entgehen, wurden die Forderungen nach Booster-Impfungen in vielen Ländern, darunter die USA, Großbritannien und Indien, die eine dritte Dosis einführten, verstärkt.

„Die Verabreichung von Auffrischimpfstoffen an alle alle sechs Monate war ‚nicht nachhaltig‘“, wurde Pollard gegenüber der Daily Mail zitiert.

„Wir können den Planeten nicht alle vier bis sechs Monate impfen. Es ist weder nachhaltig noch bezahlbar. In Zukunft müssen wir die Schwachen ins Visier nehmen“, sagte Pollard, der leitende Ermittler der Oxford-Covid-Impfstoffstudien und Direktor des Oxford . war Vaccine Group, die den Jab von AstraZeneca entwickelt hat.

Laut Pollard sollten künftige Impfaktionen auf die Schwächsten und nicht auf alle Erwachsenen abzielen.

“Heute haben weniger als 10 Prozent der Menschen in Familien mit niedrigem Einkommen sogar ihre erste Dosis erhalten, daher ist die ganze Idee einer vierten Dosis weltweit einfach nicht sinnvoll”, wurde Pollard gegenüber Sky News zitiert.

“Es kann sein, dass wir mit der Weiterentwicklung der Wissenschaft herausfinden können, wer in der Bevölkerung am stärksten gefährdet ist, und zukünftige Booster anvisieren, damit sie ihren Schutz aufrechterhalten.”

Im Zuge der schnellen Verbreitung von Omicron hat Israel jedoch eine vierte Dosis für über 60-Jährige eingeführt, während sowohl deutsche als auch britische Gesundheitsbehörden eine zweite Auffrischimpfung planen. Pollard wies darauf hin, dass Großbritannien nicht mit der Einführung des vierten Covid-Impfstoffs beginnen sollte, bis mehr Beweise dafür vorliegen, dass sie überhaupt benötigt werden, heißt es in dem Bericht.

Während in Großbritannien ein erheblicher Anstieg der Fälle zu verzeichnen war, verlaufen die Infektionen Berichten zufolge mild. Pollard merkte an, es sei nicht klar, warum Omicron eine mildere Krankheit verursacht oder dass zukünftige Versionen von Covid ähnlich weniger schwerwiegend sein werden.

Aktualisierte Versionen von Covid-Jabs könnten erforderlich sein, um „in Zukunft mit dem Virus zu leben“, sagte er. Impfstoffhersteller arbeiten bereits daran, die aktuelle Ernte von Impfungen zu optimieren, falls sie gegen Omicron benötigt werden. Diese werden jedoch in Monaten nicht fertig sein und bisher halten die aktuellen Impfstoffe schweren Covid-Ausbrüchen stand.

Quelle/daily-mail/IANS


USA Hersteller Moderna: EU-Zulassung von COVID-Impfstoff für Kinder beantragt

Moderna

Moderna: EU-Zulassung von COVID-Impfstoff für Kinder beantragt.© picture alliance/KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER Ein Live-Ticker vonM. FieberF. FleischerAktualisiert am 07. Juni 2021, 16:00 Uhr

Corona-News-Ticker: Moderna: EU-Zulassung von COVID-Impfstoff für Kinder beantragt

  • 15:10 Uhr: ➤ Moderna: EU-Zulassung von COVID-Impfstoff für Kinder beantragt
  • 14:48 Uhr: Corona-Fall bei Lettland vor EM-Test – DFB rechnet nicht mit Absage
  • 13:43 Uhr: Bundesregierung will über Juni hinaus an Corona-Schutzmaßnahmen festhalten
  • 11:55 Uhr: Spanien öffnet Grenzen für Touristen – aber Deutschland hält Restriktionen aufrecht

Corona-Live-Ticker hier aktualisieren

➤ Moderna: EU-Zulassung von COVID-Impfstoff für Kinder beantragt

Nun hat auch der US-Hersteller Moderna bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren beantragt. Dies teilte das Unternehmen am Montag mit. Bisher darf in der EU nur das Vakzin von Biontech/Pfizer auch so jungen Menschen verabreicht werden. Moderna hat eine EU-Zulassung ab 18 Jahren.

Grundlage des Antrags sei eine Phase-2/3-Studie mit dem mRNA-1273 genannten Moderna-Impfstoff bei 2.500 Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren in den USA, teilte das Unternehmen mit. Die Wirksamkeit habe dabei bei 100 Prozent gelegen. Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil seien wie bei der Phase-3 Studie von Erwachsenen, hieß es weiter. Das Präparat werde “im Allgemeinen gut vertragen”.

Für Erwachsene hat der Moderna-Impfstoff bereits seit 6. Januar eine bedingte Marktzulassung in der Europäischen Union. Er wurde inzwischen millionenfach gespritzt. Die EU-Kommission hatte im Namen der 27 Mitgliedsstaaten zunächst 160 Millionen Dosen des Präparats geordert. Im Februar folgte dann ein zweiter Vertrag über bis zu 300 Millionen weitere Dosen.

Die weiteren Corona-News des Tages:

Corona-Maßnahmen rechtmäßig?? Belgien erzielt Teilerfolg vor Gericht

16:00 Uhr: Die belgische Regierung hat in einem Rechtsstreit über die Zulässigkeit von Corona-Beschränkungen einen Teilerfolg erzielt. Das zuständige Berufungsgericht entschied am Montag nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga, dass es grundsätzlich eine Rechtsgrundlage für Notmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gebe. Gleichwohl warf es die Frage auf, ob womöglich die belgische Verfassung oder die europäische Menschenrechtskonvention verletzt sein könnten. Die Entscheidung liege beim Verfassungsgericht.

Ein Brüsseler Gericht hatte Ende März in erster Instanz die Regierung verpflichtet, die Corona-Maßnahmen binnen 30 Tagen zurückzunehmen oder eine geeignete Rechtsgrundlage dafür zu schaffen. Geklagt hatte die Liga für Menschenrechte. Sie hielt es für unrechtmäßig, dass die Entscheidungen per ministeriellen Erlassen verfügt wurden. Die Regierung legte Einspruch ein.about:blank

Nun erkannte das Berufungsgericht an, dass drei Gesetze von 1963, 1992 und 2007 Grundlage für die Erlasse des Innenministeriums sein könnten. Zugleich warf es jedoch verfassungsrechtliche Fragen auf. Es gebe Zweifel, ob einem einzigen Ministerium Kompetenzen zur Begrenzung von Grundrechten übertragen werden dürften, zitierte der öffentlich-rechtliche Sender RTBF aus der Begründung.

Zeitweise galten in Belgien strenge Corona-Regeln. So durfte man wochenlang nur mit einer Person außerhalb des eigenen Haushalts engen Kontakt haben. Monatelang galten nächtliche Ausgangssperren und ein Verbot von Reisen ohne triftigen Grund. Inzwischen sind viele Regeln gelockert, Terrassen von Cafés und Bars sowie Geschäfte sind wieder zugänglich. Am Mittwoch steht der nächste Schritt an: Dann sollen auch Innenräume von Restaurants und Kinos wieder öffnen.

Noch 18 Bewohner in Dresdner Hochhaus unter Quarantäne

15:35 Uhr: Nach dem Tod eines an COVID-19 erkrankten jungen Indien-Rückkehrers sind noch 18 Bewohner eines Hochhauses in Dresden unter Quarantäne. Ob sich einige der Bewohner mit der sogenannten Delta-Variante angesteckt hätten, sei weiter unklar, sagte eine Stadtsprecherin am Montag auf Anfrage. Die Ergebnisse der sogenannten Sequenzierung würden für Mittwoch erwartet.

Das Gesundheitsamt hatte in der Vorwoche vorsorglich eine Quarantäne für das gesamte Studentenwohnheim verhängt, nachdem ein Bewohner des Studentenwohnheims am 1. Juni nach einer COVID-19-Erkrankung gestorben war. Der Student war erst vor kurzem aus Bangalore zurückgekehrt, ein Schnelltest nach der Einreise fiel negativ aus. Laut Gesundheitsamt besteht der Verdacht, der Mann könne sich mit der sogenannten Delta-Variante angesteckt haben.

Sieben Bewohner des Hochhauses waren daraufhin positiv auf das Coronavirus getestet worden, bei dreien besteht zudem der Verdacht auf eine Infektion mit der sogenannten Delta-Variante, die zuerst in Indien festgestellt wurde. Am Sonntagabend endete die Quarantäne für alle Bewohnerinnen und Bewohner mit negativem Testergebnis und ohne engen Kontakt zu einer positiv getesteten Person.

Eine Studie aus Indien geht davon aus, dass die Übertragbarkeit des Virus bei dieser Variante um 50 Prozent höher ist als bei der Alpha-Variante, die zunächst in Großbritannien entdeckt wurde. Ob die Delta-Variante allerdings zu einer höheren Todesrate führt, ist der Studie zufolge noch unklar.

Quelle/web.de/Magazin.