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Archiv: Papst Franziskus hat „keine Erklärung“ dafür, warum Gott Kinder leiden lässt

Papst Franziskus hat zugegeben, dass er nicht weiß, warum manche Kinder leiden müssen. Foto / Gettynews.com.auVon Sam Clench/7. Februar 2022 22:36 Uhr2 Minuten zu lesen

Papst Franziskus hat „keine Erklärung“ dafür, warum Gott Kinder leiden lässt

Rom,-Papst Franziskus gab zu, dass er „keine Erklärung“ dafür habe, warum Gott zulassen würde, dass Kinder während eines seltenen TV-Talkshow-Auftritts am Sonntag leiden.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche erschien in der italienischen Talkshow Che tempo che fa, moderiert von den Journalisten Fabio Fazio und Filippa Lagerback, für ein einstündiges Interview, das am Sonntagabend Ortszeit ausgestrahlt wurde.

Er beantwortete eine breite Palette von Fragen zu ernsten Themen, wie der Bedrohung durch einen russischen Einmarsch in die Ukraine, und einigen leichteren, wie seiner Liebe zur klassischen Musik.

Aber auf eine Frage gab es keine Antwort.

Auf die Frage, warum er glaube, dass Gott zulassen würde, dass Kinder leiden, räumte der Papst ein, dass er ratlos sei.

„Dafür habe ich keine Erklärung“, antwortete Francis laut The Associated Press.

„Ich habe meinen Glauben und versuche, Gott zu lieben, mein Vater. Aber warum Kinder leiden? Darauf habe ich keine Antwort.“

In Bezug auf die Spannungen mit Russland ergriff Franziskus nicht ausdrücklich Partei, sondern betonte lediglich, dass „Krieg immer Zerstörung ist“.

Er forderte die europäischen Nationen auf, Migranten gegenüber offener zu sein, insbesondere gegenüber Flüchtlingen, die das Mittelmeer normalerweise unter gefährlichen Umständen überquert haben.

„Jedes Land muss sagen, wie viele Migranten es aufnehmen kann“, sagte er.

Francis sagte, Klatsch, Mobbing und Aggression seien große Gefahren für die moderne Gesellschaft, und fügte hinzu, dass „Klatsch die Identität zerstört“.

Auf die Frage, ob er Freunde habe, sagte der Papst, er habe einen kleinen Kreis von ihnen, die “wenig, aber wahr” seien.

Er erklärte auch, dass er die weiträumigen päpstlichen Gemächer seiner Vorgänger meide, weil er „kein Heiliger“ sei und die Nähe zu den Menschen brauche.

Um das Interview zu beenden, richtete er seine übliche Bitte an die Zuschauer, „nicht zu vergessen, für mich zu beten“. Von denen, die nicht beten, forderte er „sende mir wenigstens gute Gedanken“.

Quelle/AP /nzherlad.co.nz

Völkermord: Papst Franziskus beendete seine kanadische Pilgerreise mit einem Treffen mit indigenen

Papst Franziskus beendete seine kanadische Pilgerreise mit einem Treffen mit indigenen Delegationen. Foto / APAP 31. Juli 2022 02:41 Uhr2 Minuten zu lesen

Pope: Kanadische Internatsschulen waren ein kultureller „Völkermord“ für Kinder der First Nations

Kanada,-Papst Franziskus stimmte am Samstag zu, dass der Versuch, die indigene Kultur in Kanada durch ein von der Kirche geführtes Schulsystem zu beseitigen, einem kulturellen „Völkermord“ gleichkäme.

Im Gespräch mit Reportern auf dem Heimweg von Kanada sagte Francis, er habe den Begriff während seiner Reise nicht verwendet, um für die Rolle der katholischen Kirche in den Schulen zu büßen, weil er ihm nie in den Sinn gekommen sei.

Kanadas Wahrheits- und Versöhnungskommission stellte 2015 fest, dass die Zwangsvertreibung indigener Kinder aus ihren Häusern und die Unterbringung in Internaten, um sie zu assimilieren, einen „kulturellen Völkermord“ darstellt.

Etwa 150.000 Kinder von Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1970er Jahre waren Gegenstand der erzwungenen Assimilationspolitik, die darauf abzielte, sie vollständig christlich und kanadisch zu machen. Körperlicher und sexueller Missbrauch war an den Schulen weit verbreitet, und Kinder wurden geschlagen, weil sie ihre Muttersprache sprachen.

„Es ist wahr, dass ich das Wort nicht benutzt habe, weil es mir nicht in den Sinn kam, aber ich habe Völkermord beschrieben, oder?“ sagte Franz. “Ich habe mich entschuldigt, ich habe um Vergebung für diese Arbeit gebeten, die Völkermord war.”

Francis sagte, er habe wiederholt das System verurteilt, das Familienbande durchtrennt und versucht habe, Generationen von indigenen Völkern neue kulturelle Überzeugungen aufzuzwingen, als „katastrophal“.

In der Hauptentschuldigung seiner Kanada-Reise, die am Montag vorgetragen wurde, sprach Francis von „kultureller Zerstörung“, aber er verwendete nicht den Begriff „kulturellen Völkermord“, wie einige Schulüberlebende gehofft und erwartet hatten.

„Es ist ein technisches Wort, ‚Völkermord‘. Ich habe es nicht verwendet, weil es mir nicht in den Sinn kam, aber ich habe es beschrieben, und es ist wahr, dass es ein Völkermord ist“, sagte er am Samstag.

Quelle/AP/nzherald.co.nz

Papst legt Merkel aus Versehen Putin-Zitat zu Afghanistan in den Mund.

Der Papst aber lobte in einem am Mittwoch gesendeten Interview des spanischen Radiosenders Cope die “Weisheit” der Worte “dieser Frau” während ihres Moskau-Besuchs vor eineinhalb Wochen.© imago images/ZUMA Wire/Evandro Inetti via http://www.imago-images.deAktualisiert am 01.09.2021, 15:37 Uhr

Der russische Präsident wirft dem Westen schon länger Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Länder vor.

Rom,-Papst Franziskus hat Kritik des russischen Präsidenten Wladimir Putin an der Interventionspolitik des Westens in Afghanistan irrtümlich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zugeschrieben.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche bezeichnete Merkel als eine “der großen Persönlichkeiten der internationalen Politik” und zitierte sie dann mit diesem Satz: “Es ist notwendig, der unverantwortlichen Politik des Eingreifens von außen und des Aufbaus der Demokratie in anderen Ländern unter Ignorierung der Traditionen der Völker ein Ende zu setzen.”about:blank

Zwar hat auch Merkel angesichts des Afghanistan-Debakels betont, dass international darüber beraten und künftig gut abgewogen werden müsse, wo man sich einsetzt – das vom Papst genannte Zitat ist aber die Position Putins, der dem Westen schon länger Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Länder vorwirft.

© picture alliance / ASSOCIATED PRESS/Alexander Zemlianichenko

Papst lobt “Weisheit” von Merkel

Der Papst aber lobte in einem am Mittwoch gesendeten Interview des spanischen Radiosenders Cope die “Weisheit” der Worte “dieser Frau” während ihres Moskau-Besuchs vor eineinhalb Wochen. Der Vatikan reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage zu der Äußerung des 84-jährigen Argentiniers.

Es ist das erste Interview von Franziskus nach seinem Aufenthalt in der Poliklinik Agostino Gemelli in Rom Anfang Juli. Ärzte hatten bei dem geplanten Eingriff einen Teil seines Darms entfernt, weil er eine Krankheit hatte, die mitunter starke Bauchschmerzen verursachen kann.

Quelle/dpa/msc/© dpa


Vatikan: Papst schickt Prüfer ins Erzbistum Köln Offener Ungehorsam in der katholischen Kirche.

© dpa Aktualisiert am 28. Mai 2021, 16:05 Uhr

Papst schickt Prüfer ins Erzbistum Köln – Kardinal Woelki teilweise entmachtet

  • Seit Monaten steht das Erzbistum Köln von Kardinal Rainer Maria Woelki in der Kritik.
  • Vorwürfen zufolge sollen dort Missbrauchsvorfälle vertuscht worden sein.
  • Nun schickt der Papst eine Gruppe von Prüfern nach Köln, um den Fall zu untersuchen.

Rom,-Das Sinnbild der Kölner Kirchenkrise ergibt sich am Donnerstagabend in Düsseldorf. Etwa 100 Mitglieder der Gemeinde St. Margareta haben sich dort zu einer offiziell angemeldeten Demonstration versammelt. Für viele ist es das erste Mal, dass sie so etwas tun. Menschen, die sich in einer katholischen Pfarrei engagieren, sind vom Typ her nicht gerade Revoluzzer. Aber jetzt wollen sie ein Zeichen setzen. Ein Zeichen gegen Kardinal Rainer Maria Woelki, Erzbischof von Köln.

Ein Wagen fährt vor, Woelki steigt aus. Die Gemeindemitglieder halten rote Karten in die Höhe. Es ist ein Protest, aber auch ein Ruf nach Aufmerksamkeit. Doch der Kardinal geht wortlos an ihnen vorüber. Eine Reporterin fragt ihn, was er der Gemeinde mitgebracht habe. Er wendet sich kurz zu ihr um und sagt: “Mich selber.” Danach verschwindet er hinter einer Tür, wo er zwei Stunden mit Gemeindevertretern spricht. “Er hat uns gar nicht richtig zur Kenntnis genommen”, klagt eine Demonstrantin.

Etwa 16 Stunden nach dieser Szene veröffentlicht die Apostolische Nuntiatur in Berlin – die diplomatische Vertretung des Vatikans – eine Mitteilung: Papst Franziskus hat eine Überprüfung des Erzbistums Köln angeordnet. Für diesen außergewöhnlichen Schritt hat er zwei Apostolische Visitatoren ernannt, die Bischöfe von Stockholm und Rotterdam, Anders Arborelius und Hans van den Hende. Schon in der ersten Junihälfte sollen sie sich in Köln ein umfassendes Bild machen.

“Der Papst will mehr Informationen, mehr Material, um zu entscheiden”, erläutert Vatikan-Kenner Marco Politi aus Rom der Deutschen Presse-Agentur. Die Visitation müsse man sich vorstellen wie einen Untersuchungsausschuss im Bundestag. Die beiden Bevollmächtigten überprüfen die Amtsführung des Ortsbischofs und sind dafür mit weitreichenden Vollmachten ausgestattet. Bei Vatican News heißt es, Woelki dürfe nun “keine Entscheidungen mehr selbstständig treffen”. Es ist eine Teil-Entmachtung – zumindest auf Zeit.

In der Vergangenheit hatte es Apostolische Visitationen unter anderem nach Missbrauchsskandalen in irischen Bistümern gegeben. Im Fall des Limburger “Protzbischofs” Franz-Peter Tebartz-van Elst hatte der Papst 2013 einen Gesandten geschickt, um nach dem Rechten zu sehen.

In Köln werden gleich vier Bischöfe in den Blick genommen: Neben Woelki geht es um den Hamburger Erzbischof Stefan Heße, ehemals Personalchef in Köln, und um die beiden Kölner Weihbischöfe Dominikus Schwaderlapp und Ansgar Puff. Heße, Schwaderlapp und Puff waren im März in einem Gutachten Pflichtverletzungen im Umgang mit Missbrauchsvorwürfen vorgeworfen worden. Die drei sind derzeit beurlaubt.

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Offener Ungehorsam in der katholischen Kirche

Woelki dagegen wurde freigesprochen. An dieser Stelle hätte der 64-Jährige vielleicht noch einmal die Chance für einen Neuanfang gehabt. Er hätte dafür offensiv auf alle möglichen Gruppen im Erzbistum zugehen müssen, besonders auf den Diözesanrat, die Vertretung der praktizierenden Katholiken. Doch das geschah nicht, die sogenannten Kölner Wirren gingen weiter. “Will der Erzbischof uns normale Christinnen und Christen noch in den Gemeinden haben?”, fragte der Diözesanrat.

Mitwisse, Sex mit einem 17 Jahre alten Prostituierten gehabt hatte.

Woelki war mit der Entkräftung immer neuer Vorwürfe beschäftigt. So kam heraus, dass er einen Pfarrer zum stellvertretenden Stadtdechanten von Düsseldorf befördert hatte, von dem er wusste, dass dieser Sex mit einem 17 Jahre alten Prostituierten gehabt hatte. Der Pfarrer habe eine zweite Chance verdient gehabt, sagte dazu Woelkis Stellvertreter Markus Hofmann. Ungefähr zu gleichen Zeit stellte sich Woelki hinter das Segnungsverbot des Vatikans für homosexuelle Paare – in den Augen vieler Gläubiger der Gipfel der Doppelmoral.

Früher wäre ein solches Verhalten in der katholischen Kirche wohl hingenommen worden. Mitunter wird Woelki immer noch als “Seine Eminenz” bezeichnet – das ist der unterwürfige Ton, der in Teilen der Amtskirche bis heute vorherrscht. Die Gläubigen allerdings haben sich davon mehrheitlich schon lange verabschiedet. Allein in den vergangenen Wochen gab es mehrere Akte offenen Ungehorsams: Priester segneten homosexuelle Paare, Frauen predigten in Messen.

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Dass es so wie derzeit nicht weitergehen konnte im 1700 Jahre alten Erzbistum Köln – darin schienen zuletzt fast alle übereinzustimmen. Sogar 14 der 15 Stadt- und Kreisdechanten – Regionalchefs des Erzbistums – forderten an Pfingsten in einer Mail “persönliche Konsequenzen” von Woelki. “Die Krise im Erzbistum Köln nimmt kein Ende”, sagte der Bonner Stadtdechant Wolfgang Picken Anfang des Monats der Deutschen Presse-Agentur. Seit Januar seien im Erzbistum Köln schon mehr Menschen aus der Kirche ausgetreten als sonst in einem ganzen Jahr.

Wie geht es jetzt weiter? Das könne man unmöglich vorhersagen, meint Vatikan-Experte Politi. Es werden spannende Wochen in Köln.

Quelle//1&1(dpa/mko)

Vatikan; Der Papst hat keine Angst gegen die Korruption im Vatikan vorzugehen!.

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Papst Franziskus setzt eine schützende Gesichtsmaske auf, als er nach dem wöchentlichen allgemeinen Publikum am 9. September 2020 im Vatikan ins Auto steigt. - Reuters Bild
Papst Franziskus setzt eine schützende Gesichtsmaske auf, als er nach dem wöchentlichen allgemeinen Publikum am 9. September 2020 im Vatikan ins Auto steigt. – Reuters Bild

“Ich musste viele Dinge ändern, und viele weitere werden sich bald ändern”,

VATIKANSTADT, Heute- Papst Franziskus bereitet sich darauf vor, seinen Kampf gegen die Korruption im Vatikan zu verstärken, sagte er heute in einem Interview, Wochen nach dem Schock, den ein Kardinal wegen Unterschlagungsvorwürfen verdrängt hatte.

“Ich musste viele Dinge ändern, und viele weitere werden sich bald ändern”, sagte der argentinische Papst gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur Adnkronos, als er nach seiner Antikorruptionsstrategie gefragt wurde.

Papst Franziskus, der 2013 aufgrund einer Reihe von Skandalen in der jahrhundertealten Institution aufgrund von Aufräumarbeiten gewählt wurde, hat Gesetze reformiert und hochrangige Finanzbeamte entlassen, um den Vatikan mit den internationalen Standards für Transparenz und Geldwäsche in Einklang zu bringen.

Im September erzwang der 83-Jährige den Rücktritt des italienischen Kardinals Angelo Becciu, eines engen Beraters, dem vorgeworfen wurde, für die Armen bestimmte Gelder an Familienmitglieder verteilt zu haben – eine Anklage, die er ablehnt.

Die Reformen des Papstes stießen auf heftigen Widerstand, insbesondere unter der alten Garde der Kirche.WERBUNG

Francis sagte im Interview, dass er vor Jahren gewarnt worden war, dass er, wenn er jemals Papst wurde, einen Hund bekommen und sicherstellen sollte, dass er sein gesamtes Essen schmeckte – und überlebte -, bevor er es selbst aß.

„Bin ich rücksichtslos? Ein bisschen nachlässig? Ich würde es nicht wissen “, sagte er. „Ich habe keine Angst vor Konsequenzen gegen mich. Ich habe vor nichts Angst.”

Der Vatikan wurde in den letzten Jahren von Skandalen heimgesucht, darunter die Verurteilung des Ex-Leiters eines vom Vatikan geführten Krankenhauses im Jahr 2017, weil er ein Vermögen von einer Stiftung zur Renovierung der Wohnung eines Kardinals gesammelt hatte.

Und die Vatikanische Bank, bekannt als IOR, war jahrzehntelang in Kontroversen verwickelt, und einer ihrer ehemaligen Präsidenten musste 2018 wegen Unterschlagung und Geldwäsche vor Gericht stehen.

Quelle/Medienagentur/malamail/AFP