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Live aus Moscow; Massive Demonstrationen in Russland rufen “Putin ist der Dieb”.

Massive Demonstrationen in Russland rufen “Putin ist der Dieb”
Putin Brach das Internet und seine Sicherheitsdienste verhafteten Hunderte von Demonstranten. Sie brachten Busse zu diesem Zweck und schlossen den Roten Platz und alle Straßen, die dorthin führten.

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Ruptly ist am Samstag, dem 23. Januar, live vom zentralen Puschkin-Platz in Moskau, als sich Anhänger der inhaftierten russischen Oppositionsfigur Alexei Navalny zu einer nicht autorisierten Demonstration versammeln.

Nawalny und seine Mitarbeiter haben die Menschen aufgefordert, sich am Samstag den nicht genehmigten Demonstrationen in Dutzenden russischer Städte anzuschließen.

Die russische Polizei hat vor nicht genehmigten Kundgebungen gewarnt und daran erinnert, dass die Durchführung öffentlicher Veranstaltungen aufgrund einer Pandemie eingeschränkt ist.

Nawalny wurde am 17. Januar nach seiner Rückkehr aus Deutschland nach Russland festgenommen, wo er sich fast fünf Monate lang von einem mutmaßlichen Nervenagentenangriff in Novichok erholte und rehabilitierte.

Am Montag wurde der Anti-Korruptions-Aktivist wegen Verstoßes gegen die Bewährungsauflagen wegen einer Bewährungsstrafe aus dem Jahr 2014 zu 30 Tagen Haft verurteilt.

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Ruptly ist auch am Samstag, dem 23. Januar, live vom Senatsplatz in St. Petersburg zu Gast, als sich Anhänger der inhaftierten russischen Oppositionsfigur Alexei Navalny zu einer nicht genehmigten Demonstration versammeln.

Nawalny und seine Mitarbeiter haben die Menschen aufgefordert, sich am Samstag Demonstrationen in Dutzenden russischer Städte anzuschließen. Die russische Polizei hat vor nicht genehmigten Kundgebungen gewarnt und daran erinnert, dass die Durchführung öffentlicher Veranstaltungen aufgrund einer Pandemie eingeschränkt ist.

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In Russland andauerndes Vorgehen vor Protesten gegen Nawalny. Aktivisten, Unterstützer und Mitglieder von Navalnys Team nahmen Studenten fest, waren eingeschüchtert und drohten mit Ausweisung. Die Behörden sind vor den für den 23. Januar geplanten Protesten auf Hochtouren

AmnestieBeobachter haben die Bösartigkeit der Reaktion der Polizei in Moskau aus erster Hand miterlebt. Polizisten handelten grob und unvernünftig gegen überwiegend friedliche Demonstranten, stießen Menschen die Treppe hinunter und schlugen Demonstranten mit Schlagstöcken. #Navalny

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ioannZH teilt Foto von Navalny Protest in Jakutien, wo seine -50 cIch wünschte, ich hätte sogar die Hälfte der Energie und Entschlossenheit dieser Demonstranten in Jakutsk, Russland, die bei knochenfroher Kälte von -50 Grad auf den Straßen sind, um für das einzustehen, woran sie glauben .

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Leonid Volkov, Verbündeter des inhaftierten Kremlkritikers Alexey Navalny, sagt, die Opposition werde am kommenden Wochenende weitere Proteste abhalten, um die Freilassung von Navalny zu fordern.

Alexej Nawalny äußerst sich erstmals nach Giftanschlag .

Nawalny hat sich nun erstmals selbst nach seiner Vergiftung zu Wort gemeldet – und ein Foto vom Krankenbett veröffentlicht.© AFP PHOTO / Instagram account @navalny / handout 

Alexej Nawalny äußerst sich erstmals nach Giftanschlag – und veröffentlicht Foto

Berlin,-Die Genesung des vergifteten Kremlkritikers Nawalny schreitet weiter voran. Der 44-Jährige hat sich nun erstmals selbst zu Wort gemeldet – und ein Foto vom Krankenbett veröffentlicht.

Der vergiftete russische Kremlkritiker Alexej Nawalny muss nicht mehr beatmet werden und kann sein Krankenbett zeitweise verlassen. Sein Gesundheitszustand habe sich weiter verbessert, und er werde zunehmend mobilisiert, teilte das Berliner Klinikum Charité am Montag mit.

Nach wochenlanger Behandlung hat sich Nawalny am Dienstag zudem erstmals wieder zu Wort gemeldet. Er könne noch fast nichts, “aber gestern konnte ich den ganzen Tag eigenständig atmen”, schrieb der 44-Jährige auf Instagram. Dazu veröffentlichte er ein Foto mit seiner Frau und seinen Kindern am Krankenbett.

Der russische Oppositionelle war am 22. August in die Charité eingeliefert worden, nachdem er zwei Tage zuvor auf einem Inlandsflug in Sibirien zusammengebrochen und ins Koma gefallen war.

Weitere Details zu Nawalnys Gesundheitszustand wurden am Montag nicht bekannt gegeben. Aber erstmals seit seiner Behandlung in Berlin stimmte die Klinik auch mit ihm selbst ab, welche Informationen an die Medien gehen. Zuvor hatte die Charité dies immer nur mit Nawalnys Frau klären können.

Mehrere Labore bestätigen Nowitschok-Vergiftung

Als Ursache für Nawalnys Vergiftung stellten auch zwei weitere Speziallabore in Frankreich und Schweden einen Nervengift-Kampfstoff aus der Nowitschok-Gruppe fest, wie die Bundesregierung am Montag mitteilte. Zuvor hatte bereits ein Bundeswehr-Labor dies identifiziert. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron forderte eine rasche Aufklärung der Umstände und der Verantwortlichkeiten.about:blank

Macron sprach von einem “Mordversuch”, wie der Élyséepalast am Montag in Paris nach einem Telefongespräch zwischen Macron und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin berichtete. Putin habe dabei betont, dass die “unbegründeten, auf nichts basierenden Vorwürfe” gegen Russland unangemessen seien, teilte der Kreml mit.

Er sei in diesem Fall mit Deutschland solidarisch, erklärte Macron, der sich in der Affäre bisher öffentlich zurückgehalten hatte. Frankreich teile – auch auf Grund eigener Analysen – die Schlussfolgerungen mehrerer europäischer Partner, wonach der Nervengift-Kampfstoff Nowitschok als Ursache festgestellt wurde. Russland müsse nun im Rahmen einer glaubwürdigen und transparenten Untersuchung Klarheit schaffen, forderte Macron.

Russland zur Aufklärung aufgefordert

Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte zu den neuen Befunden: “Wir erneuern die Aufforderung, dass sich Russland zu den Geschehnissen erklärt.” Die deutsche Regierung stehe mit ihren europäischen Partnern “in engem Austausch zu weiteren Schritten”.

Es sei eine Zusammenarbeit mit den europäischen Ländern möglich, hieß es aus Moskau. Für eine Klärung des Falls sei aber ein Austausch von Informationen und Proben und die Zusammenarbeit Deutschlands mit russischen Ärzten erforderlich.

Deutschland habe inzwischen auch die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) eingeschaltet, so die Bundesregierung. Deren Experten haben demnach ebenfalls Proben von Nawalny entnommen, die nun durch Referenzlabore untersucht werden sollen.

Der 44-Jährige wird seit dem 22. August in Berlin behandelt. Er gilt als einer der schärfsten Kritiker von Kremlchef Wladimir Putin. Nawalny war am 20. August auf einem Flug in Russland zusammengebrochen und in eine Klinik in Sibirien gebracht worden. Später wurde er auf Drängen seiner Familie in die Charité verlegt.

Der Fall Nawalny überschattete auch die Regionalwahlen in Russland am Wochenende: Die Opposition musste ohne ihren wichtigsten Anführer auskommen, erzielte dennoch Erfolge. In der Stadt Tomsk, wo sich Nawalny zuletzt aufhielt, schafften zwei seiner Mitarbeiter nach vorläufigen Angaben den Einzug in den Stadtrat, wie die Agentur Interfax meldete.

Dort verlor die Kremlpartei ihre Mehrheit. In Nowosibirsk wurde Sergej Boiko von Nawalnys Team in das Stadtparlament gewählt. Doch trotz der Erfolge in einzelnen Städten hält die Kremlpartei “Geeintes Russland” weiter alle wichtigen Posten. (dpa/afp/mf) © dpa